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Superbike - Interview - Max Neukirchner

Auf Testdurchreise

Motorsport-Magazin.com traf Max Neukirchner am MotoGP-Wochenende in Valencia, der direkt Rede und Antwort stand.
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Motorsport-Magazin.com - Dein Saisonende kam eher überraschend…
Max Neukirchner: Es hat einfach keinen Sinn mehr gemacht, weil ich wieder verletzt war und mehrere Wochen aussetzen musste. Daher war es eben nicht sonderlich nützlich noch dabei zu bleiben. Wir haben uns im Guten getrennt und für mich beginnt jetzt - also im nächsten Jahr - eine neue Saison. Ich wollte unbedingt in die World Superbike zurück und das habe ich geschafft, sogar auf der Ducati Panigale. Vor ein paar Tagen war ich in Aragon schon zum ersten Mal testen und bisher fühle ich mich sehr wohl.

Wie hast du das Team für 2013 auf die Beine gestellt?
Max Neukirchner: Das ist mein eigenes Team, ich werde auf einer Werks-Ducati Panigale fahren und fühle mich damit sehr wohl. Ich habe meinen alten Chefmechaniker, Mario Rubatto, wieder an meiner Seite, mit dem ich schon bei Suzuki erfolgreich war. Momentan ist aber alles noch im Aufbau, schließlich fangen wir komplett bei Null an. Wir haben einen stillen Investor, der alles finanziert und jetzt versuchen wir erst einmal, eine Infrastruktur aufzubauen. Um Sponsoren müssen wir uns zum Glück nicht weiter kümmern, weil eigentlich alles schon bezahlt ist.

Es hat einfach nicht zusammen gepasst
Max Neukirchner

Was hat dich nach Valencia verschlagen?
Max Neukirchner: Eigentlich sind wir nur auf der Durchreise vom ersten Test in Aragon zum zweiten Test in Jerez. Deshalb bin ich zwei Tage hier. Wir testen von Montag bis Mittwoch nächste Woche in Jerez.

Wie sieht dein Wintertestplan danach aus?
Max Neukirchner: Wir werden Ende des Monats noch einmal mit Ducati zusammen in Jerez testen. Durch das Testverbot in der Superbike, das von Dezember bis Mitte Januar geht, können wir erst Mitte Januar weitermachen. Da werden wir dann wieder mit Ducati in Jerez zum ersten Mal mit der Werksmaschine fahren, die erst Ende Januar ausgeliefert wird. Momentan fahren wir noch mit dem Stock-Bike und dann geht´s auch schon nach Australien, weil wir dort alle vor dem ersten Rennwochenende noch einmal testen.

Bist du ein bisschen frustriert den GP-Kollegen in Valencia nur zusehen zu können?
Max Neukirchner: Nein, ich fühle mich richtig wohl. [lacht] Ich denke, ich habe die richtige Entscheidung getroffen. Hier hat es einfach nicht geklappt und ich will nicht rumjammern, dass das vielleicht an meiner Größe oder am Gewicht lag. Es hat einfach nicht zusammen gepasst. Als ich das erste Mal wieder auf der Superbike-Maschine saß, habe ich festgestellt, dass ich wieder richtig viel Platz habe und mich auf der großen Maschine einfach wohler fühle.

Mit dem Werksmotorrad solltest du dann in der Superbike 2013 ja recht gute Karten haben…
Max Neukirchner: Niemand verlangt von mir, dass ich im nächsten Jahr gleich Rennen gewinne, aber unter die ersten Zehn zu kommen ist schon ein realistisches Ziel. Wir wollen das Bestmögliche aus dem Paket herausholen.


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