Superbike - Sykes schrammt knapp am Titel vorbei

Brite ist Mr. Superpole 2012

Tom Sykes verpasst um 0,5 Zähler seinen ersten WM-Titel, spricht aber von übertroffenen Erwartungen und richtet den Blick bereits auf die nächste Saison.
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Motorsport-Magazin.com - Spannung kann man nicht planen. Gleich gar nicht in einer umkämpften Klasse wie der Superbike-Weltmeisterschaft, in der bei jedem Rennen neue Gesichter das Podium erklimmen und das scheinbar Unmögliche doch häufig Realität wird. Die Zuschauer im französischen Magny-Cours erlebten allerdings eine Saisonfinale, dass man hätte besser kaum inszenieren können.

Am Ende sollte tatsächlich der Minimalabstand von 0,5 Zählern zwischen Titel und Niederlage entscheiden - und das nach insgesamt 14 Stationen. Allein aufgrund dieses knappen Vorsprung von Max Biaggi hat sich der Zweitplatzierte Tom Sykes ebenfalls in den Vordergrund gefahren und Anerkennung verdient. "Wir waren auf der Pole, haben einen neuen Streckenrekord geholt, standen auf dem Podium, haben gewonnen und 30 Punkte auf Max Biaggi gutgemacht. Das ist gegen einen Fahrer auf diesem Niveau nicht einfach", fasste der Brite nach seinem Erfolg im zweiten Lauf das letzte Rennwochenende zusammen.

Ja, sicherlich ist die Enttäuschung auf der einen Seite groß, aber wenn man realistisch ist, sind wir sehr glücklich und haben unsere Erwartungen in diesem Jahr übertroffen
Tom Sykes

"Ja, sicherlich ist die Enttäuschung auf der einen Seite groß, aber wenn man realistisch ist, sind wir sehr glücklich und haben unsere Erwartungen in diesem Jahr übertroffen", so Sykes, der trotz der Niederlage im WM-Kampf zu den strahlendsten Gesichtern im Fahrerlager von Magny-Cours gehörte.

Verglichen mit der Ikone Max Biaggi wirkt Sykes ruhiger und gelassener. Der 27-Jährige, der während seiner vierjährigen Zeit in der Superbike-Weltmeisterschaft bisher nur 2009 auf der Yamaha als Neunter in die Top Ten der Gesamtwertung fahren konnte, gilt als bescheiden und zurückhaltend. Statt großer Reden lässt Sykes lieber Taten folgen - vier Siege, 13 Podiumsplätze und die beeindruckenden neun Pole-Positions sprechen dabei eine deutliche Sprache. Die Tatsache, dass er in der Superpole 2012 nur schwer zu schlagen war, brachte ihm zurecht den Spitznahmen "Mr. Superpole" ein.

Sykes auch 2013 auf Kawasaki unterwegs

"Wir waren sehr stark und an diesem Wochenende waren wir besonders stark, teils vielleicht auch wegen des Joan Lascorz Replika-Helmes", erinnerte der Brite an seinen ehemaligen Teamkollegen, der seit einem Trainingsunfall im Frühjahr an den Rollstuhl gefesselt ist. Sykes wird auch in der nächsten Saison für Kawasaki an den Start gehen: "Ich hoffe, dass wir im nächsten Jahr vom Beginn der Saison an sehr konstant sein können." Die Zielsetzung für 2013 scheint somit schon jetzt geklärt zu sein.


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