Mehr Motorsport - Dean Stoneman zurück im Rennsport

Hodentumor besiegt

Nach 12 Monaten abseits der Rennszene meldet sich Dean Stoneman nun zurück. Der Hodentumor ist besiegt. Jetzt gilt seine Aufmerksamkeit wieder dem Rennsport.

Motorsport-Magazin.com - Die Diagnose Hodenkrebs zwang Dean Stoneman zu zwölf Monaten Pause. Der 21-Jährige musste sich verlängerten Chemotherapie-Sitzungen unterziehen. Nach einigen Monaten erlangte Stoneman die "komplette Remission" und gilt somit als geheilt. Das erlaubt dem Briten, sich nun wieder voll auf den Rennsport zu konzentrieren. Stoneman fasst die Möglichkeit eines Combacks in den USA, genauer gesagt bei den Indy Lights, ins Auge.

Der Brite erzielte 2010 den Formel-2-Meistertitel und unterschrieb anschließend einen Vertrag bei ISR, um 2011 in der Formel Renault 3.5 Serie zu starten. Anschließend bekam Stoneman jedoch die Diagnose Hodenkrebs. "Beim Arzt zu sitzen und mitgeteilt zu bekommen, was einem fehlt, ist hart. Am Ende des Tages ist mein Leben jedoch wichtiger als Racing. Obwohl Rennen fahren das ist, was ich gerne tun würde. Hoffentlich kann ich dieses Jahr dort weitermachen, wo ich aufhören musste."

Tests für Stoneman

Am 23. Januar 2011 bekam ich die Diagnose Hodenkrebs. Das war das härteste Jahr meines Lebens.
Dean Stoneman

Ende 2011 kehrte er zu ISR zurück, um in Aragon zu testen. Am Ende des zweiten Tages befand sich Stoneman innerhalb von acht Zehnteln im Vergleich zur Spitze. Stoneman gab zu, dass der Aragon-Test nach nur fünftägigem Training eine harte körperliche Herausforderung war. "Nach acht Runden war ich wirklich gut dabei. Nach 13 Monaten außerhalb des Autos und nur ein paar Trainingstagen Vorbereitung war es natürlich anstrengend - zwei Testtage waren eine Leistung, aber es war anstrengend für den Körper. Ich hatte schließlich höchstens fünf Trainingstage im Fitnessraum, bevor ich wieder ins Auto stieg. Ich wollte es einfach wieder genießen", schilderte er.

ISR hält Stoneman sogar ein Cockpit frei, obwohl der Brite noch das erforderliche Budget zusammen bekommen müsste. Eine Alternative würde ihm die Indy-Lights-Serie in den USA bieten. Auf der Autosport International Show sagte Stoneman: "In Amerika Rennen zu fahren, ist nur eine der Möglichkeiten, die wir uns anschauen. Wir halten uns zunächst ein Hintertürchen offen. Es könnte die Formel Renault 3.5 werden oder eben die Indy Lights, das wissen wir noch nicht."

Allerdings weiß Stoneman bereits, was in den kommenden Tagen geplant ist. "Am Montag werde ich nach Las Vegas fliegen, um zu testen. Ein Test in Europa ist zurzeit nicht möglich, aber testen ist eben die beste Form des Trainings. Mir fehlen schließlich 14 Monate", sagte er.


Weitere Inhalte:

Facebook
Mehr Motorsport
Wir suchen Mitarbeiter
x