Christian Vietoris ist wirklich nicht zu beneiden. Während sein Teamkollege Dani Clos bisher in jedem Hauptrennen punkten konnte und auf dem dritten Platz der Gesamtwertung liegt, hat der Deutsche gerade einmal fünf Zähler eingefahren. Auch bei seinem Heimspiel in Hockenheim hatte Vietoris kein Glück.

"Es ist schon sehr schwer, das alles wegzustecken. Man kann immer sagen, dass es irgendwann schon besser laufen wird, aber gestern wurde ich schon wieder unverschuldet in einen Unfall verwickelt", ärgert sich Vietoris gegenüber Motorsport-Magazin.com. Im Hauptrennen machte vor ihm Grosjean einen kleinen Schlenker, bremste sogar. "Da hat man keine Chance zu reagieren, das Rennen war gelaufen."

Im Sprintrennen arbeitete sich Vietoris immerhin aus der letzten Startreihe bis auf den zehnten Platz nach vorne, aber eine Belohnung gibt es dafür nicht. "Mein Start war gut, die erste Runde optimal. Es war ein gutes Rennen, das sehr viel Spaß gemacht hat."

Allerdings machte sich der frühe Ausfall vom Samstag nicht nur in der Startposition bemerkbar. "Das waren heute meine ersten Runden im Trockenen. Auch unser Setup war deshalb nicht optimal, wir hatten zu viel Flügel." Mit einem höheren Topspeed zog so unter anderem Romain Grosjean vorbei, selbst zu überholen wurde für Vietoris unglaublich schwer.

Immerhin gab es auch nach dem Hockenheim-Wochenende eine Erkenntnis: "Wir sind schnell genug. Wir sind auch schnell genug, um an einem Samstag um den Sieg mitzufahren." Dafür scheint nur noch etwas Glück zu fehlen...