MotoGP - Ezpeletas neuer Plan

Einheitselektronik soll her

Um die elektronischen Fahrhilfen zu entschärfen, würde Carmelo Ezpeleta gerne eine Standardelektronik einführen. Den Herstellern gefällt das nicht.
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Motorsport-Magazin.com - Die Formel 1 wechselt im kommenden Jahr auf eine Standardelektronik und die MotoGP könnte ihr bald folgen. Ziel wäre es, wie bei der vierrädrigen Königsklasse, die Fahrhilfen zu verdrängen, die einigen Fahrern ein Dorn im Auge sind. So hatte Valentino Rossi kürzlich erst bemängelt, dass das Fahren auf einem MotoGP-Motorrad damit zu einfach wäre. Dorna Chef Carmelo Ezpeleta hat sich Gedanken darüber gemacht, wie sich die elektronischen Hilfen wieder eindämmen lassen. "Das ist die nächste Sache, an der wir arbeiten müssen. Wir müssen das regulieren", sagte er dem Magazin Motosprint.

Sein Vorschlag wäre eine einheitliche Electronik Control Unit (ECU), mit der jeder anzutreten hat. Laut dem Dorna-Chef sind die Hersteller aber gegen diese Lösung. "Wir brauchen aber eine Idee. Ich werde das mit den Fahrern, den Technikern und all jenen besprechen, die es betrifft", meinte er. Ezpeleta hatte in diesem Jahr schon einmal für Aufsehen gesorgt, als er der Grand Prix Commission vorschlug, ab dem kommenden Jahr einen Einheitsreifen einzuführen, damit die Diskussion um die Reifen und deren Regeln endlich ein Ende findet.

Zwar setzte sich der Vorschlag nicht durch, aber das war anscheinend auch nie der Plan. "Ich musste die Drohung eines Einheitsreifens machen. Wir mussten die Regeln ändern und mir war klar, dass Michelin und Bridgestone von sich aus keine Einigung erzielen würden. Sie wollten keine Übereinkunft finden. Jetzt wurde etwas gemacht, wir werden sehen, ob es genügt", meinte Ezpeleta. Sein Ziel ist es, wieder zu den Zuständen von 2005 zu kommen, was die Balance des Feldes und das Spektakel auf der Strecke betrifft.


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