MotoGP - Wechselt Gresini den Hersteller?

Factory-Honda zu teuer

Das Team von Fausto Gresini steckt in finanziellen Schwierigkeiten und überlegt einen Wechsel der Motorradmarke.
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Motorsport-Magazin.com - Seit Jahren gilt der Rennstall von Fausto Gresini als einer der professionellsten und am besten geführten in der MotoGP-Weltmeisterschaft. Doch nun scheint auch das Team des Italieners vor finanziellen Schwierigkeiten zu stehen. Das aktuelle Line-Up mit einem Factory-Bike und einer Open-Maschine aus dem Hause Honda ist für das Kundenteam zu teuer. Man ist auf der Suche nach Alternativen für das nächste Jahr.

Scott Redding, der in diesem Jahr noch das Open-Bike bei Gresini pilotiert und 2015 auf die Factory-Honda wechseln soll, verschafft Einblick in die Situation: "Gresini hat im Moment Probleme und sie sprechen mit anderen Herstellern, weil die Factory-Honda so teuer ist. Ich will aber auch nicht noch ein Jahr auf einem Open-Bike fahren. Ich weiß also nicht genau, was gerade vorgeht. Wir müssen abwarten und beobachten, was sich an den nächsten Rennwochenenden tut."

Gresini hat im Moment Probleme und sie sprechen mit anderen Herstellern, weil die Factory-Honda so teuer ist.
Scott Redding

Doch welche Möglichkeiten bleiben Gresini? Verzichtet man auf die Factory-Honda ist wohl nur ein Team mit zwei Open-Maschinen möglich, aber auch hier befindet sich Honda an der Obergrenze, was die Anzahl der Maschinen betrifft, die man bereit ist zu liefern. Die dann für andere Teams zur Verfügung stehende Factory Honda könnte vielleicht in die Hända von LCR wandern. Das ist momentan allerdings alles Spekulation.

Das Zögern seines Arbeitgebers bringt Redding jedenfalls in eine verzwickte Situation. "Ich habe einen Zweijahresvertrag mit Gresini, also muss ich theoretisch beim Team bleiben. Es ist aber schwierig für mich, wenn sie überlegen, zu einem anderen Hersteller zu wechseln. Ich habe Fausto gesagt, dass ich nicht noch ein Jahr in der Open-Klasse fahren werde. Da bleibe ich lieber zuhause. Wir werden sehen, was er zustande bringt", macht der Brite seinem Chef ordentlich Druck.

In Indianapolis entschied Redding die Open-Klasse erstmals für sich - Foto: Redding

Unter keinen Umständen Open-Klasse

Auch das Versprechen von HRC-Boss Shuhei Nakamoto, die Production-Honda 2015 mit dem diesjährigen Factory-Aggregat auszustatten, kann Redding die Open-Klasse nicht schmackhaft machen, wie er gegenüber Crash.net klarstellt: "Ich will in der MotoGP sein. Nicht in der Open-Klasse. Und nicht in der Ducati-Open-Klasse. Ich will ein Motorrad mit dem ich um das Podium kämpfen und Rennen gewinnen kann. Ich werde nicht mehrere Jahre verschwenden. Ein Jahr Open-Klasse ist in Ordnung, aber mehr sicher nicht."


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