MotoGP - FIM kippt Altersgrenze für Honda-Talent

Neue Regeln sollen Kosten reduzieren

Hondas französisches Talent Fabio Quartararo darf 2015 in die Moto3 wechseln. Eine Regeländerung macht es möglich.
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Motorsport-Magazin.com - FIM und Dorna haben nach den Rennen in Brünn neue Regelungen für die Moto3 ab der kommenden Saison veröffentlicht. Die Wichtigste: das Alterslimit von derzeit 16 Jahren wird aufgehoben. Allerdings nur für den Champion der spanischen Moto3-Meisterschaft in der Folgesaison.

Damit wurde vor allem Honda zufriedengestellt, das den derzeitigen Führenden der spanischen Moto3, den Franzosen Fabio Quartararo, nächstes Jahr in die WM befördern möchte, obwohl dieser erst m 20. April das Mindestalter erreicht.

Auch ein neues Prozedere am Start wurde vorgeschrieben. Künftig müssen die Moto3-Piloten nach der Sichtungsrunde am Ende der Startaufstellung den Motor ausmachen und müssen ihr Motorrad auf den Startplatz schieben bzw. geschoben werden. Damit sollen gefährliche Situationen mit Besuchern und Teammitgliedern im Grid verhindert werden.

Vorgeschrieben Preise für Kunden

Zudem gab es einige Änderungen im technischen Reglement bezüglich der Gesamtpakete der Hersteller und im Hinblick auf Preise für einzelne Leistungen. So muss künftig jeder Hersteller der Moto3 nur noch mindestens zwölf Motorräder liefern können, falls diese von Teams bestellt werden.

Die ersten sechs Getriebe pro Fahrer und Saison müssen künftig zu einem Preis von 1.500 Euro angeboten werden. Im Falle eines Updates der Gearbox erhöht sich diese Zahl auf acht pro Jahr. Sämtliche Teile der Federung müssen künftig gemeinsam mit dem jeweiligen Chassis homologiert werden. Die Marke bzw. der Zulieferer des Chassis darf während der Saison nicht gewechselt werden.

Diese Regeländerungen sollen die Kosten für die einzelnen Teams begrenzen und ihnen gleichwertiges Material im Kampf mit den versteckten Werksteams garantieren. Im Entwicklungs-Duell zwischen Honda und KTM wurde eine Preissteigerung erwartet, die durch das neue Reglement aber zumindest nicht an die Kundenteams weitergegeben werden kann.


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