MotoGP - Suzuki startet in Valencia mit Wildcard

2015 in der Factory-Klasse vertreten

Beim Saisonfinale in Valencia wird Suzuki mit Randy de Puniet als Pilot an den Start gehen, im nächsten Jahr fährt man als Factory-Team.
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Motorsport-Magazin.com - Suzuki bestreitet derzeit in Austin Testfahrten mit seinem neuen Bike. Von Montag bis Mittwoch haben die Japaner den Circuit of the Americas für sich. Die Testpiloten Nobuatsu Aoki und Randy de Puniet werden die Entwicklungsarbeit leisten und auch Ex-Weltmeister Kevin Schwantz wird einige Runde drehen.

Am Ende der aktuellen Saison wird man erstmals seit 2011 wieder ein Motorrad aus dem Hause Suzuki um Punkte in der MotoGP-Weltmeisterschaft kämpfen sehen. "Wir haben uns dazu entschlossen im letzten Rennen der Saison in Valencia mit einer Wildcard zu starten. Randy de Puniet wird unser Fahrer sein", gab Teamchef Davide Brivio im Rahmen des Texas-Grand-Prix gegenüber GPone bekannt.

Wir haben uns dazu entschlossen im letzten Rennen der Saison in Valencia mit einer Wildcard zu starten.
Davide Brivio

Der Wildcard-Start von de Puniet bedeutet aber nicht automatisch, dass der Franzose 2015 seinen Stammplatz im Suzuki-Werksteam sicher hat, wie Brivio feststellt: "Natürlich werden wir mit vielen Fahrern sprechen, das ist ganz normal. Es wird aber klarerweise schwierig sein, einen Spitzenpiloten davon zu überzeugen, in ein völlig neues Projekt einzusteigen. Randy ist definitiv unter den Kandidaten für einen Stammplatz, wir sehen uns aber weiterhin um."

Factory mit Vorzügen

Klar ist hingegen, dass Suzuki nicht wie zwischenzeitlich vermutet, in der Open-Klasse an den Start geht, sondern als Factory-Team einsteigt. Da man aufgrund der Pause in den Saisons 2012 bis 2014 logischerweise keine Erfolgserlebnisse vorweisen kann, profitiert man bei Suzuki von denselben Vorteilen wie aktuell Ducati.

Wir werden im nächsten Jahr in der Factory-Klasse starten.
Davide Brivio

"Wir werden im nächsten Jahr in der Factory-Klasse starten, mit denselben Zugeständnissen wie Ducati in dieser Saison. Deshalb werden wir hier in Austin hauptsächlich an der Elektronik arbeiten. In Sepang haben wir begonnen, die Magneti-Marelli-ECU zu nutzen und jetzt müssen wir die Software anpassen. Unser Ziel ist so viele Daten wie möglich auf vielen unterschiedlichen Strecken zu sammeln. Wir werden auch in Argentinien nach dem Rennwochenende zwei Tage testen. Jerez werden wir aus zeitlichen und logistischen Gründen auslassen, dafür sind wir dann in Barcelona wieder mit dabei", erläuterte Brivio den weiteren Plan seines Teams.


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