MotoGP - CRT-Fazit - Abraham, Laverty und Barbera

Von fantastischen Gefühlen und irrem Kurvenspeed

Die CRTs gingen am Dienstag mit den traditionellen MotoGP-Maschinen auf die Teststrecke und konnten gleich bessere Fortschritte ausmachen.
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Motorsport-Magazin.com - Karel Abraham ist in dieser Saison mit seinem alten Team aber einer neuen Maschine und einem neuen Status am Start. Die Tschechen wechselten von Ducati auf ART und gehören damit zu den CR-Teams. Nach dem ersten offiziellen MotoGP Testtag in Sepang und der ersten richtigen Ausfahrt stellte Abraham fest, dass sich die Maschine fabelhaft anfühle.

"Wir sind mit der Maschine sehr zufrieden und auch mit dem Setup. Als nächstes werden wir versuchen, mit der richtigen Arbeit an ihr zu beginnen." Der 23-Jährige will die Maschine dafür ausgiebig studieren und die verschiedensten Einstellungen ausprobieren. Einen kleinen Vergleich mit seiner alten Ducati wagte Abraham auch noch.

"Die Maschinen sind auf den Geraden schon etwas langsamer, da fehlt Power, aber das Handling durch die Kurven fühlt sich für mich besser an."

Erster Schultag für Laverty

Michael Laverty strahlte am Ende des Testtages übers ganze Gesicht, räumte aber auch ein, dass es ein Tag in Verbindung mit viel Lernstoff war. Denn nicht nur ist die Maschine, die Strecke, die Klasse und das Team sind neu, auch an die Karbonbremsen musste er sich gewöhnen.

"Wir konnten uns vom Morgen bis zum Ende des Tages schon viel verändern und haben unglaublich viel gelernt. Momentan gelingen uns bei den Zeiten noch große Verbesserungen, mit jeder Runde kann man eine Steigerung sehen", wie der 31-Jährige erklärte, der 5.3s Rückstand auf die Spitze hatte.

Die größte Herausforderung für den Paul Bird Motorsport Fahrer sei es, das Limit herauszufinden, vor allem was die Bridgestonereifen betrifft. Überrascht zeigte sich Laverty vom Verhalten der Maschine am Kurveneingang. "Man sieht ja durchaus im TV wie die Jungs rutschen, Fahrer wie Casey Stoner, aber ich hatte nicht gedacht, dass es so krass ist, wenn man einmal rutscht. Auf der anderen Seite kann man mit einer unglaublichen Geschwindigkeit in die Kurven fahren, das ist irre."

Im Vergleich zur Honda ist die Aprilia ebenfalls anders, weshalb er sich erst einmal auf das italienische Fabrikat einstellen musste. Zumindest ein Minimalziel konnte das Team aber erreichen, man schaffte es den Rückstand auf unter 6s zu verringern.

Barbera kam endlich voran

Nach den ersten weniger erfolgreichen CRT-Testtagen zeigte sich Hector Barbera zufrieden mit dem ersten offiziellen Testtag in Malaysia. Vor allem weil es trocken blieb, er ausgiebig fahren und er mit der Elektronik arbeiten konnte.

"Wir hatten noch keinerlei Informationen und haben heute bei Null angefangen, aber ich denke es ging am Ende gut voran. Die Crew ist auch neu für mich aber ich arbeite gern mit meinem Cheftechniker. Insgesamt konnten wir uns über den Tag hinweg gut steigern."

Barbera testete derweil noch nicht mit den neuen CRT-Reifen von Bridgestone, hofft aber, dass er diese vielleicht beim nächsten Test zur Verfügung hat. In Malaysia will er sich daher erst einmal auf die ECU konzentrieren.


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