MotoGP - Sepang als zweifacher Austragungsort?

Jarvis: Müssen in wichtigem Markt präsent sein

Um dem wachsenden Interesse der Südostasiaten gerecht zu werden, könnten künftig zwei Rennen in Sepang ausgetragen werden.
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Motorsport-Magazin.com - 77.178 – so lautete die Besucherzahl des Großen Preises von Malaysia 2012 am Renntag. Die fantastische Summe bedeutet für die Veranstalter in Sepang nicht nur einen Anstieg von über 10.000 Besuchern, sondern auch einen neuen Rekord und eine Grundlage für eine aktuell aufkommende Diskussion.

Während die Besucherzahlen an einigen europäischen Standorten stagnieren oder rückläufig sind, boomt die MotoGP in Südostasien nicht nur wegen des ersten Podiumsplatzes eines Malayen durch Zulfahmi Khairuddin. 2013 werden zusätzlich zwei indonesische Piloten die Moto2 bereichern. Und auch abseits der Rennstrecke sorgt der südostasiatische Markt für Ausrufezeichen.

Alleine in Indonesien wurden 2012 mehr als sechs Millionen neue Bikes verkauft – eine Entwicklung, die natürlich auch die Hersteller auf den Plan ruft. Laut MCN-Informationen soll Yamaha-Boss Lin Jarvis bereits Gespräche mit Dorna-Chef Carmelo Ezepelta geführt haben, um eine mögliche zweifache Grand Prix-Ausrichtung in Sepang ins Auge zu fassen.

Das Interesse an der MotoGP in Südostasien hat wirklich stark zugenommen und es ist enorm wichtig für den Sport und die Hersteller, so stark wie möglich in dieser Region vertreten zu sein
Lin Jarvis

Denn während der Sentul-Kurs, auf dem zuletzt 1997 ein Grand Prix-Rennen ausgetragen wurde, grundlegend auf FIM Standard umgebaut werden müsste, existieren in Thailand oder Singapur aktuell gar keine Rennstrecken, um ein MotoGP-Rennen auszutragen. "Das Interesse an der MotoGP in Südostasien hat wirklich stark zugenommen und es ist enorm wichtig für den Sport und die Hersteller, so stark wie möglich in dieser Region vertreten zu sein", sagte Jarvis, dessen Piloten Jorge Lorenzo, Ben Spies und Valentino Rossi in der Vergangenheit mehrfach zu Promotion-Zwecken in Malaysia, Thailand und Indonesien unterwegs waren.

"Die Besucher in Sepang haben im letzten Monat gezeigt, wie populär die MotoGP in Südost-Asien geworden ist und ich denke, dass ein zweites Rennen dort von allen begrüßt werden würde, bis existierende Strecken wie Sentul aufgewertet werden oder neue Strecken für die MotoGP in diesem Teil der Welt entstehen können", so der Yamaha-Boss, der die MotoGP einem globaleren Publikum zugänglich machen möchte und eine zeitnahe Austragung eines Rennens in Indien als enorm wichtig erachtet.


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