MotoGP - MotoGP-Fahrer wollen mehr Reifen

Strategie-Änderung bei Regenreifen

Das Feld der MotoGP-Klasse ist heutzutage selten einer Meinung. Aber der Ruf nach einer Änderung der Politik in Puncto Regenreifen ist man sich einig.
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Motorsport-Magazin.com - Nach den teilweise verheerenden Bildern, die sich beim Betrachten der Reifen nach dem halb-nassen Rennen von Jerez ergaben, werden die Rufe der MotoGP-Piloten nach einer Änderung der Strategie lauter. Die Fahrer fordern jetzt, dass es mehr Reifen zur Auswahl gibt. Aussagen wie die von Nicky Hayden ("Mein Reifen war nach dem Rennen komplett zerstört") waren quer durch die Boxengasse zu vernehmen.

Im Rennen von Jerez selbst gab es viele Stürze, die auch auf die nachlassende Leistung der Gummis zurückgingen. Repsol Honda-Pilot Andrea Dovizioso musste damals sogar an die Box fahren, weil sein Bridgestone-Rund noch frühzeitiger den Geist aufgegeben hatte. Derzeit besagen die Regeln für Flag-to-Flag-Rennen, dass man das Motorrad nur wechseln darf, wenn auf der anderen Maschine eben auch andere Reifen drauf sind. Dovizioso blieb nichts anderes übrig als zu warten, bis seine Mechaniker einen neuen Hinterreifen montiert hatten.

Dieser Reifen ist im Nassen sehr gut, aber du bekommst Probleme, wenn die Strecke abtrocknet, wie wir es in Spanien gesehen haben.
Valentino Rossi

MotoGP-Star Valentino Rossi ließ im Rahmen des Estoril GP am Wochenende durchblicken, dass dies ein Thema bei der Sitzung der Sicherheitskommission gewesen sei. "Wir wollen, dass sich diese Regel ändert", sagte der Italiener, "so dass wir mehr Regenreifen haben. Und auch eine Auswahl an Regenreifen." Bislang gibt es von Bridgestone für nasses Wetter nur einen Reifen - keine unterschiedlichen Mischungen, keinen Intermediates. "Dieser Reifen ist im Nassen sehr gut, aber du bekommst Probleme, wenn die Strecke abtrocknet, wie wir es in Spanien gesehen haben", fuhr Rossi fort.

Außerdem wurde angefragt, eben die Regel bei Flag-to-Flag-Rennen zu ändern, welche besagt, dass die Wechselmaschine mit anderen Reifen ausgestattet sein muss. Damit hätte Dovizioso in Jerez weitaus weniger Zeit und Boden verloren, als durch den Radwechsel.

Doch das Thema wurde nicht nur in der Sicherheitskommission besprochen. "Wir haben auch bei Bridgestone schon angefragt, aber wir haben von ihnen bisher noch keine Antwort erhalten", sagte Rossi.


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