Moto3 - Indy: Grünwald und Öttl Kopf-an-Kopf in Top-20

Sensationserfolg für das Racing Team Germany

Beim Indy-GP der Moto3 erzielten die Deutschen Luca Grünwald und Philipp Öttl Top-20-Ergebnisse. Der Kiefer-Pilot hatte im Ziel knapp die Nase vorne.
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Motorsport-Magazin.com - Auch nach dem Moto3-Rennen in Indianapolis wartet Luca Grünwald noch immer auf die ersten Punkte der Saison. Als 19. fehlten dem Kiefer-Pilot im Ziel knapp 4,5 Sekunden auf Rang 15. Als kleiner Trost für Grünwald entpuppte sich zumindest der Sieg im direkten Duell mit Landsmann Philipp Öttl, den er um mickrige 0,2 Sekunden distanzierte. Weniger gelungen war der Arbeitstag von Gabriel Ramos. Der Venezolaner in Diensten von Kiefer stürzte bereits in der Anfangsphase des Rennens nach eigenem Fehler, und bleibt weiter deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Ich weiß nicht an was es liegt, aber ich komme am Anfang nicht in den Rhythmus
Luca Grünwald

Von Platz 21 ins Rennen gegangen, ging es für Grünwald direkt ein paar Positionen nach vorne, sodass er zwischenzeitlich gar auf Rang 17 unterwegs war. Jedoch schaffte es der junge Pilot nicht, die hohe Geschwindigkeit der Top-15 mitzugehen, und musste auch in seiner Gruppe etwas abreißen lassen. "Der Start war in Ordnung, der war gut. Die ersten Runden bin ich nicht richtig in die Gänge gekommen und konnte nicht an der Gruppe vor mir dranbleiben. Ich weiß nicht an was es liegt, aber ich komme am Anfang nicht in den Rhythmus", zeigt sich Grünwald selbstkritisch. Entmutigen lassen will er sich jedoch nicht: "Ich muss daran arbeiten, dass ich von Anfang an mit den schnellen Jungs auf den hinteren Punkterängen mitgehen kann. Wenn ich das schaffe, fehlt nicht viel nach vorne. Wir sind nicht weit weg, aber ich muss mich verbessern."

Öttls Aufholjagd bleibt unbelohnt

Landsmann Öttl machte zwar sieben Plätze im Rennen gut, hatte jedoch ebenfalls nicht den nötigen Speed, doch noch ernsthaft in den Kampf um die Punktepositionen einzugreifen. Im Ziel lag er etwas unter fünf Sekunden hinter dem entscheidenden 15. Rang. Dabei erlebte Öttl einen guten Start, lag nach nur einer Runde bereits auf Rang 24. Gegen Mitte des Rennens war er sogar bereits an Position 18 angekommen, zeigte dabei Rundenzeiten wie Piloten, die deutlich vor ihm lagen. Allerdings schaffte er es nicht, die Geschwindigkeit zu konservieren. "Wir haben am Motorrad noch eine Änderung gemacht, die sich als bedeutender Fortschritt herausgestellt hat. Das Fahren ging mir gut von der Hand, vom Speed her hätte ich in der Gruppe vor mir und damit um die Punkteränge mitkämpfen können. Leider war ich mit meiner Startposition zu weit davon weg", resümiert Öttl.

Vom Speed her hätte ich in der Gruppe vor mir und damit um die Punkteränge mitkämpfen können
Philipp Öttl

Kiefer-Pilot Gabriel Ramos ließ einmal mehr die nötige Klasse für die Moto3-WM vermissen und scheiterte bereits in Runde zwei nach einem groben Fahrfehler. Immerhin blieb er dabei verletzungsfrei, denn nach einem Sturz am Samstagvormittag hatte er sich bereits eine schmerzende Schulter zugezogen. Nach einem guten Start war Ramos immerhin bereits von Startplatz 32 auf Rang 25 nach vorne gefahren, ging dann jedoch zu viel Risiko: "Ich habe ziemlich gut angefangen und lag zunächst auf Position 25. Ich lag direkt in einer starken Kampfgruppe. In der zweiten Runde bin ich in Kurve 13 gestürzt. Damit bin ich natürlich überhaupt nicht zufrieden, aber ich möchte mich bei meinem Team und den Leuten um mich herum bedanken. Beim nächsten Mal kämpfen wir weiter", konstatierte er lapidar.

Großer Jubel beim Racing Team Germany

Deutlich mehr zu feiern hatte der zweite deutsche Rennstall im Team. Das Racing Team Germany stellte mit Evren Vazquez sensationell den Sieger des Indy-GP der Moto3. Bereits vom Start weg zeigte sich der 28-jährige Spanier in der Spitzengruppe, die kurz vor Ende des Rennens immer noch zehn Piloten umfasste. Die letzten drei Runden ähnelten für Vazquez dann einem Krimi: Auf Rang sechs zurückgefallen, kämpfte sich der kleine Spanier innerhalb von zwei Umläufen auf den zweiten Platz nach vorne. Im Duell mit Romano Fenati behielt er nach einem typischen Windschatten-Manöver auf Start-und-Ziel schließlich um weniger als 0,1 Sekunden die Nase vorne. Teamkollege John McPhee schied nach einem selbstverschuldeten Sturz vorzeitig aus.


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