Moto3 - Deutsche Youngster ohne große Überraschungen

Öttl vor Rennen positiv gestimmt

Trotz Rang 22 im Qualifying zum Moto3-Rennen in Austin gibt sich Philipp Öttl zuversichtlich. Luca Grünwald ist angeschlagen. Gabriel Ramos enttäuscht.
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Motorsport-Magazin.com - Das Qualifying zum zweiten Moto3-Rennen der Saison auf dem Circuit of the Americas nahe der texanischen Hauptstadt Austin verlief für die beiden deutschen Piloten wenig überraschend. Mit den Startplätzen 22 und 27 haben Philipp Öttl und Luca Grünwald viel Arbeit im Rennen vor sich, wollen sie ein passables Ergebnis einfahren. Bitter erging es Kiefer Racing Pilot Gabriel Ramos, der deutlich abgeschlagen auf dem letzten Rang landete.

Öttl mit Sturz und deutlichen Verbesserungen am Bike

Obwohl auf dem Papier die gleiche Startposition zu Buche steht wie beim Moto3-Saisonauftakt in Katar, ist Kalex KTM-Pilot Phillip Öttl ungleich zuversichtlicher. Grund hierfür ist eine eklatante Verbesserung seiner Rennmaschine, die nun vor allem beim Einlenken deutlich stabiler und somit besser zu handlen ist. Dass Öttl dennoch nur von Rang 22 ins Rennen geht, erklärt sein Vater mit dessen Sturz kurz vor Ende des letzten Freien Trainings sowie eines Fast-Abflugs im Anschluss an seine schnellste Qualifying-Runde, der dem jungen Piloten letztlich die Konzentration raubte.

Leider habe ich mich im Qualifying nicht ganz so wohl gefühlt wie im Freien Training heute Morgen, wo ich auf Platz 14 gefahren bin
Philipp Öttl

Dennoch ist der Rückstand Öttls mit 2,5 Sekunden Rückstand auf Pole-Sitter Jack Miller wahrlich kein Pappenstil, weswegen sich der Deutsche zwar positiv für das Rennen gibt, allerdings in überschaubarem Rahmen. "Im Vergleich zum ersten Trainingstag haben wir das Motorrad klar verbessern können, was bereits ein voller Erfolg ist. Leider habe ich mich im Qualifying nicht ganz so wohl gefühlt wie im Freien Training heute Morgen, als ich auf Platz 14 gefahren bin." Auch begleiten Öttl seit dem Sturz im Training leichte Handschmerzen, die ihn vor allem beim Bremsen leicht behindern. "Für das Rennen werde ich aber sicher wieder fitter sein und bin mir sicher, ein paar Plätze nach vorne fahren zu können."

Grünwald leicht gehandicapt, aber zuversichtlich

Mit Startplatz 27 und knapp drei Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit startet Kiefer Racing Pilot Luca Grünwald mit einer beachtlichen Hypothek ins zweite Moto3-Rennen der Saison. Nach einer schnellen Runde zu Beginn der Qualifikation plagte ihn eine erneut aufgebrochene alte Rückverletzung, aufgrund welcher er gar eine Pause von zehn Minuten einlegen musste. Gegen Ende der Session steckte er zudem oft im Verkehr fest, sodass eine Verbesserung der Startposition nicht mehr möglich wurde.

Ich hatte zwischendrin richtige Probleme, da mir mein Fuß komplett eingeschlafen war. Deshalb musste ich für zehn Minuten Pause machen
Luca Grünwald

"Der Tag hat mit dem Training am Vormittag ganz gut begonnen. Die Position im Qualifying ist natürlich nicht so toll, aber trotzdem bin ich eigentlich nicht so sehr enttäuscht", resümiert Grünwald seinen Einsatz auf dem Circuit of the Americas. Über seine gesundheitliche Beeinträchtigung zeigt er sich jedoch enttäuscht. "Ich hatte zwischendrin richtige Probleme, da mir mein Fuß komplett eingeschlafen war. Deshalb musste ich für zehn Minuten Pause machen. Der Grund dafür ist, dass ich am Rücken noch eine alte Verletzung habe, die sich im Moment wieder bemerkbar macht und das geht manchmal bis in den Fuß hinunter. Das ist natürlich schade, da ich so nicht angreifen konnte, wie ich es geplant hatte."

Ramos mit rabenschwarzem Tag

Kiefer-Teamkollege Gabriel Ramos zeigte sich wie auch bisher am Austin-Wochenende im Qualifying erneut fernab der Musik und belegte mit schmerzhaften fünf Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit lediglich den letzten Startplatz. Dennoch machte er gute Miene zum bösen Spiel: "Ich bin ziemlich weit hinten in der Startaufstellung, bin aber trotzdem zufrieden. Jedes Mal, wenn ich auf die Piste hinausfahre, kann ich mich verbessern, Schritt für Schritt. Es ist ein stetiger Fortschritt. Seit dem Saisonauftakt in Katar habe ich eine Menge dazugelernt und Selbstvertrauen getankt."

Ich weiß, dass ich noch weiter zulegen muss, aber glaube auch, dass ich es kann
Gabriel Ramos

Für das Rennen kann sich Ramos angesichts der Situation zwar keine Ziele stecken, hofft jedoch auf weitere Verbesserungen und einen Lerneffekt. Er gibt sich selbstkritisch. "Ich weiß, dass ich noch weiter zulegen muss, aber glaube auch, dass ich es kann. Es geht immer besser, und ich fühle mich wohl auf dem Motorrad. Noch zwei, drei Rennen, dann wird sich mein zunehmendes Selbstvertrauen auch in den Ergebnissen bemerkbar machen."


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