Moto2 - Die Stimmen zum Test

Zeiten jagen, eingewöhnen

Das Aspar Duo, beide Marc VDS Fahrer, die NGM Mobile Foward Truppe und das Blusens Avintia Paar berichten über den ersten Test in 2013.
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Motorsport-Magazin.com - Nico Terol beendete den ersten Test in 2013 an zweiter Position und arbeitete am dritten und letzten Tag am neuen Bike. "Mein Gefühl darauf ist sehr positiv. Ich fühlte mich von der ersten Runde an wohl und die Rundenzeiten waren gut", zog er ein Fazit. Der Unterschied zur 2012er Maschine sei nicht allzu groß. "Es ist nur ein bisschen steifer und gibt dem Fahrer ein verbessertes Gefühl und mehr Vertrauen."

Wir werden in Jerez weiterarbeiten, um etwas mehr Stabilität in die Front zu bekommen
Nico Terol

"Wir werden in Jerez weiterarbeiten, um etwas mehr Stabilität in die Front zu bekommen, aber ansonsten sind wir dort, wo wir sein sollten, und nun müssen wir mit einigen Long-Runs auf abgenutzten Reifen nur noch etwas Tempo gutmachen, denn der Saisonstart steht schon um die Ecke", schilderte Terol den Plan. Die Moto2 sei immer verrückt, aber die Vorsaison so stark zu starten, brächte dem Spanier große Zuversicht. "Ich bin ein paar Runden in den 1:34er Zeiten gefahren, was mein Ziel war, also bin ich damit zufrieden. Auch mein Teamkollege Jordi [Torres] war gut."

Terols Landsmann und Teamkollege fuhr die viertschnellste Zeit und arbeitete am letzten Tag weiter am Chassis, nachdem er an den ersten beiden Tagen viele verschiedene Dinge ausprobiert hatte. Torres fand sein bestes Setting und pushte einige Runden, um herauszufinden, wozu er fähig ist. "Die Rundenzeiten waren großartig und auch das Gefühl zum Bike. Wir haben bis zum Ende gepusht und fanden einen Weg, unsere Front ruhiger zu machen, was uns dabei half, über einige Hügel im Kurveneingang zu fahren. Der Fokus lag heute darauf, einige Geometrie-Settings auszuprobieren, um das Bike besser einzulenken. Das Gesamtgefühl der letzten drei Tage ist großartig und ich habe mich nach einem langen Winter darauf gefreut."

Gefühl wichtiger als Zeit

Scott Redding testete sich nach und nach durch sein Programm und fand es wichtiger, ein gutes Gefühl zu bekommen, als in den Zeitenlisten ganz vorn zu stehen. So war der Brite mit dem siebten Rang durchaus zufrieden. "Das Wichtigste für mich ist, dass wir ein gutes Verständnis davon haben, wie die Kalex 2013 im Vergleich zur letztjährigen Version ist: Wo ist sie stärker und wie reagiert sie auf Setup-Änderungen. Nächste Woche werden wir versuchen, noch mehr zu verbessern, bevor wir daran arbeiten, die Lücke auf die Spitze der Zeitenliste zu schließen."

Jordi Torres freute sich über seine schnellen Rundenzeiten - Foto: Mapfre Aspar Team

Simone Corsi folgte dicht hinter dem Marc VDS Piloten auf Rang neun und war zufrieden: "Ich bin wirklich glücklich darüber, wie wir diese drei Testtage begonnen haben. Wir haben mit dem Team zusammen hart gearbeitet, um unsere Situation zu verstehen und wo wir noch etwas machen können. In Jerez werden wir sehen, was unser wahres Potential ist. Sicherlich haben wir noch viel zu tun, aber wir wissen auch, dass wir große Schritte machen müssen", resümierte der Italiener.

Mika Kallio war nicht ganz so glücklich wie sein Teamkollege. "Wir haben bei diesem Test im Vergleich zum Rennen hier in Valencia im November 0.3 Sekunden verloren. Es könnte an den Reifen liegen, die schon am Rennwochenende ein kleines Problem darstellten, aber wir werden das nächste Woche in Jerez bestätigen." Mit Platz 13 war der Finne zumindest nicht ganz am Boden zerstört. "Aber bis nächste Woche werden wir nicht wirklich in der Lage sein, zu sehen, wo wir im Vergleich zu den anderen Fahrern stehen. Valencia ist eine komische Strecke und eine, die nicht wirklich gut zum Testen ist."

Noch viele Tests

Toni Elias platzierte sich direkt hinter Kallio und fand: "Wir sind nicht so schnell, wie wir gerne wären, aber wir haben gut gearbeitet und uns um fast sechs Zehntel pro Tag gesteigert. Es waren drei Tage durchgängiger Arbeit und beim nächsten Test werden wir so weitermachen." Der Spanier bemerkte, dass viele von den Piloten vor ihm nicht so viel auszuprobieren hatten wie er selbst - schließlich wechselte er Team und Bike. "Wir haben diese Tage genutzt, um das neue Bike zu entdecken und es an mich anzupassen. Ich fühle mich beim Fahren nicht so wohl, wie ich gerne würde, aber wir haben noch viele Tests vor uns und etwas Zeit."

Wir haben uns nicht auf die Rundenzeiten konzentriert
Ricky Cardus

Ricky Cardus nutzte die Testtage ebenso gut wie seine Konkurrenten. "Wir haben uns nicht auf die Rundenzeiten konzentriert, unser Ziel war es, das Bike anzupassen und zu verstehen, was gut für uns ist und was nicht. Wir wollten so viele Runden wie möglich zurücklegen und uns während der drei Tage so gut wie möglich verbessern", erklärte er nach Platz 16. Sein Teamkollege Mattia Pasini folgte nur zwei Ränge dahinter. "Ich bin wirklich glücklich über den Start dieser Testfahrten. Wir haben hart im Team gearbeitet, um zu verstehen, wo wir stehen und wo wir uns verbessern können. In Jerez werden wir unser Potential erst wirklich sehen. Wir wissen, dass noch viel zu tun ist, aber wir wissen auch, dass wir das Potential haben, um gut zu sein."

Alex de Angelis - der vierte im Bunde des NGM Forward Teams - fuhr auf Position 20. "Wir haben den ersten Tag genutzt, um uns ans Bike zu gewöhnen, während wir an den anderen Tagen so viele Runden wir möglich zurücklegen wollten, um mehr Gefühl zur Front zu entwickeln, da wir damit noch Probleme hatten. Wir haben verschiedene Konfigurationen probiert, aber wir haben noch nicht das gefunden, was mir das Vertrauen gibt, um richtig zu pushen." Rookie Kyle Smith landete auf Platz 25 und war mit dem Test zufrieden, obwohl er weiß, dass er sich noch steigern muss. "Es war ein komplizierter Test. Ich war körperlich durch Fieber etwas eingeschränkt", gab er zu. Dennoch konnte sich Smith durch den Testplan arbeiten, langsam etwas ans Bike anpassen und blickt nun zuversichtlich auf die kommende Woche.


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