Moto2 - Redding erwartet Kampf mit Lüthi und Espargaro

Gewichtslimit sollte mir entgegenkommen

Dank Gewichtslimit und intensiver Vorbereitung glaubt Scott Redding fest an seine Moto2-Titelchance 2013. Seine Gegner glaubt er zu kennen.
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Motorsport-Magazin.com - Für Scott Redding zählt in der Moto2-Saison 2013 nur ein Ziel: der WM-Titel. Dabei möchte er möglichst nichts dem Zufall überlassen und trainiert hart. Aktuell ist er in Albaida in Spanien, wo er sich zusammen mit seinen Trainingspartnern Marcel Schrötter, Jasper Iwema und Callum Jope beim Motocross und Supermoto in Form bringt. "Das Training im Winter war darauf ausgerichtet, voll auf das erste Rennen vorbereitet zu sein. Ich fuhr kurz vor Neujahr nach Spanien. Wir sind hier in Albaida und trainieren mit Motocross und Supermoto, das bringt viel Fitness. Ich will für das erste Rennen so gut vorbereitet sein wie möglich", sagte er.

Der Erste ist der Schwerste

Redding war zwischendurch auch acht Tage in Österreich, wo er sich mit Grundlagen-Training für Körper und Geist beschäftigte. So will er dafür sorgen, dass auf seiner Seite alles stimmt, wenn er sich auf die Maschine setzt. Dank dieser akribischen Vorbereitung soll es besser laufen als 2012 und im Vorjahr lief es schon sehr gut. "Es gab einige Dinge, die einfach gepasst haben. Das Chassis war groß, ich kannte das Team besser, alle haben zusammengearbeitet. Alles hat gepasst, deswegen war es meine beste Saison." Es fehlte allerdings ein Sieg, auf den muss Redding in der Moto2 noch warten. "Der erste Sieg ist immer der schwerste. Mit Blick auf 2013 will ich so bald wie möglich auf die oberste Stufe."

Schauen wir einmal, wie sich die Neuen schlagen, Danny Kent, Louis Rossi und Sandro Cortese
Scott Redding

Dabei werden sich ihm aber einige Fahrer in den Weg stellen. Seine Hauptkonkurrenten glaubt der Brite bereits zu kennen. "Die Moto2-Weltmeisterschaft ist auf einem hohen Level. Dieses Jahr wird es zwischen Espargaro, Lüthi, mir und ein paar Neuen entschieden. Der Hauptkampf wird aber zwischen mir, Espargaro und Lüthi laufen", war er überzeugt. Was von den Neulingen zu erwarten ist, konnte er nur schwer einschätzen. Immerhin gibt es Fahrer wie Marc Marquez, die auf die Moto2-Maschine stiegen und sofort schnell waren und dann gibt es Piloten wie Nico Terol, die erst einmal eine Saison zur Eingewöhnung brauchten. "Schauen wir einmal, wie sich die Neuen schlagen, Danny Kent, Louis Rossi und Sandro Cortese."

Mehr Chancen

Diese Drei müssen sich in jedem Fall nicht auf das neue Gewichtslimit umstellen. Ab dieser Saison ist vorgeschrieben, dass Maschine und der voll bekleidete Fahrer zusammen mindestens 215 Kilogramm wiegen müssen. Redding kommt diese Regel entgegen, litt er als einer der schwersten Moto2-Fahrer doch immer darunter, beim Gesamtgewicht benachteiligt zu sein. "Mit dem Gewichtslimit haben wir in diesem Jahr mehr Chancen, auf das passende Gewicht zu kommen. Andere Fahrer können nicht leichter werden, das heißt, ich habe größere Chancen. Ich kann ein, zwei Kilo verlieren und das wird nützlich sein."

Es wird mein viertes Jahr in der Moto2 und ich sollte jetzt meine Bestform erreichen. Ich wurde gerade 20, dieses Jahr ist wichtig für mich und alles soll perfekt laufen
Scott Redding

Bei seinem Marc VDS Team wird auch hart daran gearbeitet, noch ein paar Dinge an der Maschine und der Kombi zu finden, die sich leichter machen lassen. Chassis-Lieferant Kalex gibt sich ebenfalls Mühe. "Wir haben mit Kalex gesprochen, damit die Maschine leichter wird. Es kommt eine neue Radschwinge, die etwas weniger Gewicht hat, beim Chassis passiert vielleicht das Gleiche. Schauen wir einmal, was beim Test kommt." Sollte alles nach Wunsch laufen, ist für Redding die Marschrichtung klar. "Das Ziel ist es, um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Es wird mein viertes Jahr in der Moto2 und ich sollte jetzt meine Bestform erreichen. Ich wurde gerade 20, dieses Jahr ist wichtig für mich und alles soll perfekt laufen."

Die MotoGP

Wenn dem so ist, dann müsste es auch mit dem Sprung in die MotoGP klappen. Der schien für ihn bereits im Laufe des Jahres 2012 möglich, als er in Mugello die Ducati testen durfte und sich dabei gut anstellte. "Der Test war eine gute Idee, damit ich feststellen konnte, wie die Maschine läuft und wie viel Kraft sie hat. Meine Zeiten waren gut, aber ich habe es für dieses Jahr verpasst, in der MotoGP zu sein. Es wird aber schon einen guten Grund dafür geben, warum ich dort geblieben bin, wo ich jetzt bin."


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