GP3 - Kolumne - Marvin Kirchhöfer

Die Zweifler überzeugt

Von Hockenheim nach Ungarn: Marvin Kirchhöfer erklärt in seiner Motorsport-Magazin.com-Kolumne, was der erste Sieg in Deutschland wirklich für ihn bedeutet.
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Liebe Motorsport-Magazin.com-Leser,

bei mir geht es Schlag auf Schlag: Nach Hockenheim ist Budapest! Aufeinanderfolgende Rennwochenenden bedeuten für alle eine Menge Stress, aber hey: Dafür sind wir ja auch hier, und es macht riesigen Spaß. Vom Hockenheimring ging es für mich direkt weiter nach Frankreich zu meinem Team ART Grand Prix, wo ich mich bis Dienstag im Simulator auf die anstehenden Rennen in Ungarn vorbereitet habe. In der Nacht auf Mittwoch ging es mit dem Flieger direkt weiter an den Hungaroring - Trackwalk und Vorbereitungen aufs Wochenende standen auf dem Programm.

Trotzdem möchte ich euch noch kurz von meinem Highlight in Hockenheim erzählen. Mein erster Sieg in der GP3! Und das auch noch vor heimischer Kulisse vor den Augen meiner Fans und Partner - besser hätte es gar nicht laufen können. Dass mir von der Pole Position der Sieg im Hauptrennen gelungen ist, war schon etwas Besonderes.

Kirchhöfer gewann in Hockenheim - Foto: GP3 Series

Enormer Schub

Das gibt mir einen enormen Schub und natürlich auch eine Menge Selbstvertrauen. Mit dem Sieg verschafft man sich auch Respekt vor den Gegnern, das darf man nicht unterschätzen. Einfache Regel: Respekt erlangt man durch Erfolg. Den Sieg kann mir niemand mehr nehmen. Der Erfolg in Hockenheim bedeutet auch mir persönlich sehr viel: Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich in einer international hochklassigen Serie vorn mitmischen kann.

Nebenbei war mein Hockenheim-Sieg die beste Antwort auf die kritischen Stimmen, die sagten, dass meine Meisterschaftsgewinne im ADAC Formel Masters und dem ATS Formel 3 Cup nicht so viel Aussagekraft hätten. Ich denke, dass ich mit dem Sieg in der GP3 den einen oder anderen Zweifler überzeugen konnte.

Am Wochenende erreichte er seinen ersten GP3-Sieg - Foto: GP3 Series

Wir können ganz vorn dabei sein

Natürlich wäre das alles ohne die Unterstützung meines Teams gar nicht möglich gewesen. Wir haben seit dem Saisonbeginn einen großen Schritt nach vorn gemacht und mittlerweile ein Auto, um ganz vorn dabei zu sein. Ich hatte schon beim Training im Hockenheim gemerkt, dass an diesem Wochenende einiges möglich sein würde - mit meiner ersten Pole und dem folgenden Sieg funktionierte es dann auch perfekt.

Jetzt bin ich natürlich hungrig auf weitere Erfolge. Ich lasse mich aber nicht unter Druck setzen, sondern mache genauso weiter wie bisher. Aktuell bin ich Dritter in der Meisterschaft, abgerechnet wird aber erst am Saisonende. Bis dahin bleibe ich fokussiert, denn in der GP3 darfst du dir keinen Fehler erlauben. Wenn du im Qualifying deine schnelle Runde nicht zu 100 Prozent zusammenbringst, reicht es nicht für die Pole. Das habe ich am Red Bull Ring in Österreich gemerkt, wo ebenfalls die Pole drin gewesen wäre. Aber ich gewöhne mich immer mehr an die GP3 und komme immer besser zurecht.

Euer Marvin

Unterschrift von Marvin Kirchhöfer


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