GP3 - Kirchhöfer: Sternstunde in Hockenheim

Heimsieg!

Marvin Kirchhöfer trotzt der britischen GP3-Elite auf dem Hockenheimring und gewinnt sein erstes Rennen in der Nachwuchsserie.

Motorsport-Magazin.com - Pole Position, Premierensieg und schnellste Rennrunde: Marvin Kirchhöfer hat beim vierten Lauf der GP3 Series 2014 auf dem Hockenheimring mit einem sensationellen Triple für ein Glanzlicht der besonderen Art gesorgt. Nur zwei Wochen nach seinem ersten Podestplatz in Silverstone feierte das junge Ausnahmetalent aus Leipzig bei seinem Heimrennen am Samstag einen dominanten Start-Ziel-Sieg.

Anschließend durfte der 20-Jährige vor den Augen von zahlreichen Formel-1-Chefs erstmals von ganz oben auf dem Siegerpodium jubeln. In der GP3-Fahrerwertung verbesserte sich die größte Nachwuchshoffnung im deutschen Motorsport mit insgesamt 80 Punkten auf einen hervorragenden dritten Platz.

"Es ist etwas ganz Besonderes, mein Heimrennen zu gewinnen. Ich bin überglücklich. Vor dem Wochenende hatte ich mir einen Podestplatz als Ziel gesetzt. Die Pole-Position, den Sieg und die schnellste Runde erobert zu haben, das ist unglaublich. Mehr geht einfach nicht", sagte ein freudestrahlender Kirchhöfer.

Foto: GP3 Series

Erste Pole in der GP3

Im Zeittraining am Samstagmorgen legte Kirchhöfer bereits den Grundstein für ein herausragendes Rennwochenende. Mit seiner Rundenzeit von 1:28.647 Minuten sicherte sich der amtierende deutsche Formel-3-Champion seine erste Pole Position im 27-köpfigen internationalen Spitzenfeld der renommierten Nachwuchsserie.

Am späten Nachmittag durften sich die deutschen Motorsportfans in Hockenheim dann nicht nur über die Formel-1-Pole-Position von Mercedes-Ass Nico Rosberg freuen. Im siebten Saisonrennen der GP3 nutzte Kirchhöfer seine Ausgangslage perfekt und feierte einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg. Mit großer Cleverness schonte der Speed Academy-Junior bei extremen Streckenbedingungen seine Reifen und hatte damit in der spannenden Schlussphase den entscheidenden Vorteil auf seiner Seite.

Foto: GP3 Series

Ausfall im zweiten Rennen

Im zweiten Rennen am frühen Sonntagmorgen startete Marvin Kirchhöfer wegen der Reverse-Grid-Regelung - die acht erstplatzierten Piloten des ersten Rennens starten in umgekehrter Reihenfolge - aus der vierten Reihe. Im Vergleich zum enorm sonnigen und heißen Vortag mussten sich die jungen Wilden um 09:30 Uhr bei bedecktem Himmel mit veränderten Streckenbedingungen auseinandersetzen.

In der Mitte des Feldes konnte der junge Deutsche in der Startphase zunächst seine Position behaupten. In der sechsten Runde kollidierte Kirchhöfer mit einem Rivalen. Anschließend musste der ART-Pilot mit einem defekten Frontflügel die Box ansteuern und seinen Formel-Boliden abstellen. Das unglückliche vorzeitige Aus konnte den hervorragenden Gesamteindruck des Wochenendes aber nur unwesentlich trüben.


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