GP2 - Sam Bird holt vierten Saisonsieg

Titelkampf spitzt sich zu

In der GP2 Serie spitzt sich der Titelkampf immer weiter zu. Nach dem vierten Saisonsieg mischt auch Sam Bird wieder mit.
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Motorsport-Magazin.com - Mit seinem vierten Saisonsieg hat Sam Bird in der GP2 Serie wichtigen Boden gut gemacht. Auf der Ardennen-Achterbahn in Spa-Francorchamps holte der 26-Jährige einen souveränen Sieg für seinen Rennstall Russian Time. In der Meisterschaft liegt Bird jetzt nur noch wenige Punkte hinter dem Tabellenführer Stefano Coletti.

Im Gegensatz zum chaotischen Formel-1-Qualifying startete man bei trockenen Bedingungen in das Hauptrennen. Die erste Runde verlief ohne große Zwischenfälle, an der Spitze verteidigte Bird die Führung knapp vor James Calado, der sich auf den ersten Metern an Fabio Leimer vorbeischieben konnte. Im Duell der Tabellen-Spitzenreiter sah die Geschichte zunächst ziemlich klar aus: Felipe Nasr rangierte auf der siebten Position, während Stefano Coletti nach einer Runde auf Platz 14 lag.

Den ersten Zwischenfalls des Rennens gab es in der vierten Runde, als Rio Haryanto vor der schnellen Eau Rouge einen Angriff auf Daniel de Jong startete und dabei den Hinterreifen des Niederländers aufschlitzte. Ein Abflug in die Reifenstapel war danach ebenso unvermeidbar wie der Einsatz des Safety-Cars.

Nasr beraubt sich aller Chancen

Beim Neustart in Runde sechs verteidigte Bird die Führung vor Calado, der wenig später den zweiten Platz an Leimer abgeben musste. Einen Fehler erlaubte sich dagegen Nasr, der bei einem Angriff auf Joylon Palmer zu spät bremste und den Briten nicht nur umdrehte, sondern auch sein eigenes Rennen beendete. All das spielte Coletti in die Karten, der mittlerweile schon wieder in den Top-10 unterwegs war und nach drei Nullrunden in Folge endlich wieder eine Chance auf Punkte haben sollte.

Gegen Rennhälfte wurde das Feld durch die anstehenden Pflichtboxenstopps durcheinander gewürfelt. Davon ließ sich Bird nicht aus der Ruhe bringen, denn vor und nach seinem Reifenwechsel fuhr der Führende konstant schnelle Zeiten. Interessant war, was dahinter passierte: Marcus Ericsson und Alexander Rossi kamen an Leimer vorbei, der plötzlich nur noch Vierter war. Auch Colettis Mannschaft arbeitete zu langsam, zudem kollidierte der Tabellenführer auf seiner Outlap mit Dani Clos - so ging Coletti auf Position 13 erneut leer aus.

Ganz vorne baute Bird seinen Vorsprung bis zur Zieldurchfahrt auf 7 Sekunden aus, Ericsson und Rossi kamen nicht mehr näher heran. Hinter Leimer landeten Tom Dillmann, Julien Leal und Stephane Richelmi auf den Positionen fünf bis sieben. Die letzten Punkte holten sich Calado, Robin Frijns und Adrian Quaife-Hobbs.


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