Schon vor der Saison hat sich Fabio Leimer das Ziel gesteckt, in jedem Hauptrennen Punkte zu sammeln. Doch statt zählbaren Ergebnissen gab es meist Pannen und Rückschläge - auch das letzte Hauptrennen der Saison lief für den Schweizer nicht nach Plan. Nach einem guten Qualifying und Startplatz drei fiel er in den 30 Rennrunden bis auf den siebten Platz zurück.

"Ich bin zwar enttäuscht, aber auch zufrieden, da wir endlich wieder Punkte im ersten Rennen geholt haben", sagte Leimer gegenüber Motorsport-Magazin.com. "Eigentlich wollte ich das Rennen gewinnen, denn ich habe nichts mehr zu verlieren." Ein eigener Fehler und ein wenig Pech beim Boxenstopp machten das aber unmöglich...

"Eigentlich bin ich ein guter Starter und mache immer Positionen gut, diesmal wollte ich aber zu viel", berichtet Leimer. "Ich hatte Wheelspin und verlor so gleich zwei Plätze. Dann wurde ich in der ersten Kurve auch noch aufgehalten und Carroll zog außen an mir vorbei."

Bis zu den Boxenstopps tat sich im vorderen Feld nichts, Leimer schonte die Reifen und hoffte auf seine Chance. Einen Angriff wollte man beim Boxenstopp starten, doch auch das klappte nicht: "Wir haben uns sehr spät für den Stopp entschieden, trotzdem kamen alle vor uns gleichzeitig rein." Beim Anbremsen fuhr er beinahe seinem britischen Vordermann ins Heck, der ungewöhnlich früh bremste.

"So konnte Bird aufschließen. Dann war unser Problem, dass wir ganz am Ende der Boxengasse stehen, was ein Nachteil ist. Wir mussten warten, bis die Boxengasse frei war und haben zwei Plätze an Vietoris und Clos verloren." Einen Platz holte sich Leimer etwas später kampflos zurück, da Clos eine Strafe kassierte.

Für das Sprintrennen hat Leimer ein klares Ziel - wie bereits in Barcelona will er gewinnen. "Jules Bianchi muss auf die Meisterschaft schauen, ich kann in der ersten Runde mehr attackieren. Vielleicht kann ich ihn auch gleich am Start überholen und dann wegziehen..."