Formel 1 - Briatore: Die Gerechtigkeit hat gesiegt

Riesige Genugtuung

Flavio Briatore ist zurück. Der ehemalige Benetton-Teamchef von Michael Schumacher hat seine Klage gegen die FIA gewonnen.

Motorsport-Magazin.com - "Lassen Sie mich diesen Moment der Freude nach dieser schwierigen Zeit genießen." Flavio Briatore war nach dem gewonnenen Prozess gegen die FIA überglücklich. Der ehemalige Renault-Teamchef war in Folge des Crashgate-Skandals vom Weltverband auf unbestimmte Zeit aus der Formel 1 verbannt worden. Dieses Urteil hob ein französisches Gericht am Dienstag auf.

"Die heutige Entscheidung gibt mir die Würde und Freiheit zurück, die mir weggenommen wurden", sagte Briatore am Abend. Das Gericht habe alle seine Kritikpunkte an der Entscheidung des World Motor Sport Council aus dem letzten September bestätigt. Die FIA habe eine Entscheidung getroffen, die sie nicht treffen durfte, ihren Status missbraucht, seine Rechte für eine faire Verteidigung nicht gänzlich respektiert und die Untersuchung sowie die Bestrafung ein und der selben Person überlassen, die negativ gegen ihn eingestellt gewesen war - sprich: Max Mosley. "Ich glaube, das Gericht hat heute die Gerechtigkeit wiederhergestellt."

Theoretisch dürfte Briatore damit wieder Formel-1-Fahrer managen und als Teamchef eines Rennstalls auftreten. "Aber ich habe Zeit für eine mögliche F1-Rückkehr", sagte er. Neben Briatore wurde auch der ehemalige Renault-Chefingenieur Pat Symonds von seiner Strafe freigesprochen. Er war von der FIA für fünf Jahre gesperrt worden.




25 Leser-Kommentare

Kommentar schreiben
am 06. Januar 2010 um 14:09 Uhr
1885:
spätestens in zwei wochen, wissen wir welche "neue" strafe flavio und pat erwartet.
am 06. Januar 2010 um 14:08 Uhr
1885:
@Chrisifan: guter kommentar! die wahrheit ist noch lange nicht ans tageslicht gekommen und ich würde zu gern wissen, wieviel alonso wirklich wusste. piquet ist meiner meinung nach auffällig oft ausgeschieden. möglicherweise sollte er sogar öfter eine gelbphase provozieren, aber nur in singapur hatte es geklappt. die sache ist erst aufgeflogen als piquet raus geschmissen wurde. jeder ist seines glückes schmied, flavio is schon ein komischer vogel.
am 06. Januar 2010 um 13:37 Uhr
Chrisifan:
Das Problem für Briatore ist dass er trotz Urteil nie mehr einen Fuss in eine FIA Rennserie stecken wird. In den Rennserien wo die FIA die Hoheitsmacht hat kann sie bestimmen wer eine Startberechtigung bekommt und wer nicht. Briatore könnte so wieso nur mit einem neuen Team zurück in den Rennsport kommen . Ein etabliertes Team würde sich nie einen Briatore antun , denn denen könnte es sonst so gehen wie Mc Laren. Das andere Problem ist ,sollte die FIA in Berufung gehen und die Crashgate Affaire neu aufgerollt werden könnte es für das Renault Team und seine damaligen Mitarbeitern sehr eng werden. Denn spätestens in der Berufung wird der ominöse Zeuge sich outen müssen und dann werden bestimmt ein paar mehr Details auf den Tisch kommen. McLaren hat es damals cleverer geamacht ,Schnauze halten und bezahlen
am 06. Januar 2010 um 13:34 Uhr
Jpuitenbroek:
also ich finde es sau ungerecht. Wie hier jemand geschrieben hat sollte der crashgate zur genugtuhung von Piquet beitragen. Ich weiß nicht , was man davon halten soll.. einerseits stimm ich da zu , andererseits finde ich das flavio seine gerechte strafe verdient hätte..
am 06. Januar 2010 um 08:48 Uhr
Mr_Mutt: Tja, das ist der
FIA ihre Gutsherrenjustiz wohl um die Ohren geschlagen worden. Recht so. Auch wenns Briatore geht.
am 06. Januar 2010 um 03:06 Uhr
Der Brandy vom Ring: Abstrafen will gelernt sein
Die FIA hatte gleich eine ganze Reihe von Berufsverboten ausgesprochen, nämlich für Briatores gesamte Tätigkeiten im Motorsport und für alle Personen, die mit ihm in geschäftlichem Kontakt stehen. Das sprengt ganz eindeutig jeden Rahmen und wäre vor keinem europäischen Gericht haltbar gewesen. Ein Verbot für Briatore als Teamchef in der Formel 1 zu arbeiten, wäre sehr leicht haltbar gewesen. Das Gericht hat aber auch zur Sache Stellung genommen und fand die Beweise gegen die beiden Kläger sehr dürftig. Das sollte einem schon zu denken geben. In Sachen Schadensersatzforderung sind die Jungs aber deutlich eingebremst worden. 50000,- € sind vermutlich gerade mal 2 Farbseiten in der AutoHebdo.
am 06. Januar 2010 um 00:14 Uhr
Dreamon: Leute ihr rafft das nicht...
die FIA darf kein Berufsverbot aussprechen Wenn jemand an einem Zivilgericht des Finanzbetrugs verurteilt wird, darf demjenigen auch nicht verboten werden, wieder als Finanzmakler zu arbeiten. Wenn ein Team ihn trotz seiner Vorgeschichte wieder einstellen will, kann die FIA gar nichts machen. So sieht das aus.
am 06. Januar 2010 um 00:07 Uhr
1885:
die fia prüft jetz alle möglichkeiten um in berufung zu gehen. man hat zwei wochen zeit und bis dahin darf flavio nicht an einer rennveranstaltung teilnehmen. die piquet´s werden sich bestimmt auch wieder zu wort melden. so wie ich das verstanden habe, hat das französische gericht nur klar gestellt, dass flavio "angeblich" nicht von der fia bestraft werden konnte, weil er kein lizenznehmer ist. lächerlich, wer war denn teamchef und hat das letzte wort? und warum hat nelsinho einen tag zuvor an der ominösen stelle einen sehr sauberen probedreher hingelegt? wollte er etwa schon mal etwas augenmaß für´s rennen nehmen? flavio wird sowieso wieder von der fia bestraft, zu recht.
am 05. Januar 2010 um 23:53 Uhr
Formulaone:
Das Theater geht doch erst los und wird uns noch Wochen oder Monate beschäftigen. Ich hoffe bis zum Saisonstart ist das Thema durch, aber da bin ich pessimistisch. Jetzt geht die FIA in Berufung und dann gehts rund. Am Ende wird die FIA auch siegen, denke ich. Mosley ist nicht blöde...und im Hintergrund zieht er noch immer Fäden und wird einen Todt in dieser Sache wohl beraten, was zutun ist. Schließlich ist Mosley Jurist.
am 05. Januar 2010 um 23:11 Uhr
Dreamon: na dann...
auf zu Ferrari :)
alle Kommentare anzeigen
Motorsport-Magazin.com auf Facebook
x