Formel 1 - Technische Analyse zum Ungarn GP

Viel Neues in Budapest

Vor der Sommerpause brachten die Teams noch einmal viele Neuerungen an die Autos. Wir untersuchen Ferrari, McLaren, Toyota und Toro Rosso.
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Motorsport-Magazin.com - Im letzten Rennen vor der Sommerpause gab es noch einige interessante technische Neuheiten bei den Teams zu entdecken und einige testeten schon einmal Möglichkeiten für die Saison 2010.

McLaren und die überarbeitete Karosserie

Toyota setzte auf neue Frontflügelendplatten. - Foto: P. Filisetti

Vor zwei Wochen hatte McLaren mit dem Aufbau des neuen Aero-Paketes begonnen, in Ungarn setzte man bei beiden Autos die gesamte Neubearbeitung ein. Unter anderem die neue Karosserie hinten. So ist der hintere Teil der Seitenkästen nun mit einer vertikalen Seitenfläche versehen, anstelle der bisherigen nach innen gebogenen. Hinzu kommt eine flache Oberkante.

Die Absaugöffnungen des Auspuff sind nun auf gleicher Höhe wie die Seitenkästen. Die Änderungen haben sich als sehr erfolgreich erwiesen, zumindest auf der Strecke in Ungarn. Das neue Aero-Paket unterstützt den vor zwei Wochen neu eingesetzten Unterboden.

Ferrari F60 mit Änderungen am Heck

Ferrari arbeitete an der Motorabdeckung. - Foto: P. Filisetti

Ferrari setzte ein paar neue, kleine Veränderungen ein. Besonders was die Zuverlässigkeit betrifft, sollten Fortschritte gemacht werden. Die Motorenabdeckungen bei beiden Autos hatten in Ungarn eine größere Belüftung, wodurch die vom Motor produzierte Hitze besser entweichen konnte.

Toyotas Frontflügel

Toyota brachte einen neuen Frontflügel mit nach Ungarn, besonders die Änderung an den Endplatten fiel auf. Diese sind nun ähnlich wie bei McLaren aufgebaut, nach außen gebogen und mit einer keilförmigen Kante. Der äußere Bereich davon ist leicht nach unten gebogen und mit einem horizontalen Luftschlitz versehen. Dieser Luftschlitz zerstreut die verwirbelte Luft, die in diesem Bereich entsteht. Zudem reagiert der Frontflügel dadurch nicht so empfindlich, wenn er in der Höhe verstellt wird.

STR 4 mit veränderter Nase

Der neue STR4 hatte einige Verbesserungen in petto. - Foto: P. Filisetti

Die auffälligste Veränderung bei der 'B-Version' des STR4 wurde bereits vor zwei Wochen vorgestellt. Eine weitaus breitere, aber auch flachere Nase wie beim RB5. Fast genau an der Spitze der Nase sind die Fernsehkameras angebracht. Die Nase des STR4 hat zudem einen zusätzlichen kleinen Flügel bekommen, ähnlich dem der Brawn BGP 001. Diese Änderung sollen auf eine bessere Balance der Autos zielen.


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