Fr, 13.02.2009

Formel 1 - Williams war wieder einmal produktiv

Alles erledigt

Williams zog nach der Testwoche in Jerez eine positive Bilanz. Sam Michael konnte auch wieder da Wort produktiv in den Mund nehmen.
Am Freitag standen Boxenstopps im Mittelpunkt
© Moy/Sutton

Motorsport-Magazin.com - Nach vier Testtagen in Jerez konnte das Williams-Team durchaus zufrieden sein. Nico Hülkenberg eröffnete den Reigen am Dienstag, bevor er weiter nach Katar flog, wo er in der GP2 Asia Pole Position und souverän den Sieg im ersten Rennen holte. Doch darauf kam es dem Team in Jerez wenig an, viel mehr ging es darum, weiter mit dem Auto zu arbeiten, womit Kazuki Nakajima zweieinhalb Tage beschäftigt war. "Es war für mich diese Woche ein guter Test. Das Wetter war in Jerez viel besser als in Portugal, also schaffte ich es für mehr als eine Installationsrunde auf die Strecke", erzählte der Japaner.

Wir hatten nicht viel Zeit, ich schaffte nur zwei Runs mit zehn gezeiteten Runden, aber mein Eindruck vom Auto ist immer noch positiv
Nico Rosberg

Neben den üblichen Checks und dem Kilometersammeln machte Nakajima auch eine Rennsimulation. Am Freitag rundete er die Geschichte mit Boxenstopp-Training ab. Da er dabei nur Inlaps, Outlaps und Stopps machte, lag er in der Zeitenliste nirgendwo. Am wenigsten Arbeit bei Williams hatte in dieser Woche Nico Rosberg, da er nur am Freitagnachmittag im Auto saß. Wie Nakajima führte er Boxenstopp-Übungen durch, machte dann aber auch noch ein paar Ausfahrten. "Wir hatten nicht viel Zeit, ich schaffte nur zwei Runs mit zehn gezeiteten Runden, aber mein Eindruck vom Auto ist immer noch positiv. Wir hatten keine technischen Probleme, also sieht die Zuverlässigkeit auch gut aus", sagte Rosberg.

Etwas genauer auf das Testprogramm der Woche ging Technikdirektor Sam Michael ein, der berichtete: "Diese Woche hatten wir alle drei Fahrer dabei, die an aerodynamischer und mechanischer Setup-Optimierung und auch an der Überprüfung der Bridgestone-Reifen arbeiteten. Das Hauptziel im Moment ist, die Balance auf den Slicks zu verbessern. Da lernen wir so schnell wie möglich dazu." Von den System-, Zuverlässigkeits- und Aero-Checks wurden alle wie geplant durchgeführt und die Boxenstopps bezeichnete Michael deswegen als notwendig, damit sich alle an das neue Equipment gewöhnen und auch damit sich die Fahrer auf den Stopp mit Slicks einstellen. "Es war eine produktive Woche und wir freuen uns auf den nächste Testn hier in Jerez in der ersten März-Woche", schloss der Technikdirektor mit dem Standardsatz für Technikdirektoren.

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5 Leser-Kommentare
am 15. Februar um 17:49 Uhr
1gk: @ceniza:Jahre bestimmter Nationen
hat es in der F1 immer gegeben, mal war es Italien, ein anderes mal England. Jetzt ist es eben Deutschland. Das wird nicht immer so bleiben, aber im Moment müßt ihr euch eben damit abfinden...
am 14. Februar um 20:04 Uhr
1885:
ich find das voll geil, das wir so viele deutsche in der f1 haben. hülkenberg und glock sind sehr starke fahrer. von heidfeld halte ich aber im moment nich so viel, auch wenn er 08 einige wunderschöne überholmanöver gezeigt hat. bitte mehr davon. hoffe für quick nick, das er sich noch weiter steigert und um siege mitfahren kann, aber er muss erst an kubica vorbei.
am 14. Februar um 19:14 Uhr
GM-F1:
Da wäre ich mir nicht so sicher. Williams und Toyota spielen im Moment mit den sogenannten Etablierten. Würde mich nicht wundern, wenn die beiden Teams zu Beginn der Saison vorne mitspielen. Und was ist gegen sechs Deutsche zu sagen? Es war lange genug, manchmal über Jahre, kein Deutscher in der F1 vertreten. Jetzt ist es halt andersherum. @ceniza, ich glaube nicht, daß du genauso `reden` würdest, wenn die Sechs Spanier wären. Man müßte mal eher bei den übrigen Ländern in die Talentsichtung u. -förderung gehen, warum sie nichts hervorbringen.
am 14. Februar um 09:21 Uhr
ceniza: und wenn
man dann den rest der fahrer auch noch gegen deutsche austauscht werden die fernsehrechte in nicht-deutschen laendern wohl guenstiger werden. Es gibt auch noch andere fahrer aus anderen nationen. Mann, mann wie kann man nur so egoistisch sein?? Klasse statt masse sag ich da nur. Williams wird meiner meinung nach auch dieses jahr niemand vom hocker reissen.
am 13. Februar um 20:40 Uhr
1885:
niko hülkenberg ist ein spitzenfahrer, gratulation. er ist ein dominator. wenn hülki noch mehr erfahrung hat, dann wird er uns ne menge freude bereiten. sechs deutsche in der königsklasse: vettel, glock, hülkenberg, sutil, rosberg und das auslaufmodell heidfeld. schade das hülkenberg nicht für bmw fährt...der hat extremes potenzial. da muss showmaker bernie wohl in alaska und auf dem mars nach konkurrenten ausschau halten :)