Formel 1 - Großbritannien GP: Die Stimmen nach dem Training

Der Wind, das böse Kind

An diesem Wochenende geht der Große Preis von Großbritannien über die Bühne. Motorsport-Magazin.com hat die Reaktionen der Fahrer nach den Trainings gesammelt.
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Motorsport-Magazin.com - Lewis Hamilton: "Das Auto fühlte sich heute ziemlich gut an. Leider verlor ich am Nachmittag den wichtigsten Run des Tages, als ich mit einem Motorenproblem auf der Strecke stehen blieb. Wir haben die Ursache dafür noch nicht identifiziert. Es sollte aber keinen großen Einfluss auf mein restliches Wochenende haben. Morgen werden wir mein Programm umdrehen, um die verlorene Zeit aufzuholen. So wollen wir sicherstellen, dass ich meine Rennvorbereitungen mit einem Long Run abschließen kann. Das ist nicht ideal, aber wir werden es schaffen."

Nico Rosberg: "Das Auto fühlte sich wirklich großartig an. Ich blicke dem Wochenende optimistisch entgegen. Wir scheinen hier sehr schnell zu sein und auch mein Long Run am Nachmittag war sehr gut. Die Streckenverhältnisse waren recht knifflig. Es herrschte recht starker Rückenwind, wodurch es in einigen Kurven ziemlich schwierig war, den richtigen Bremspunkt zu finden. Es sind keine guten Nachrichten, dass Lewis Schwierigkeiten mit der Zuverlässigkeit hatte. Hoffentlich können wir das für den Rest des Wochenendes beheben."

Fernando Alonso landete zwei Mal auf Rang drei - Foto: Sutton

Fernando Alonso: "Wir haben heute unser Programm abgespult, indem wir einige Teile testeten und am Morgen am Setup arbeiteten, während wir am Nachmittag beide Reifenmischungen ausprobierten. Es gab keine Probleme mit der Abnutzung oder Graining auf dem weicheren Reifen. Um die harten richtig einzuschätzen, müssen wir den Longrun-Test abwarten. Für den Moment kann ich aber sagen, dass es schwierig ist, sie auf Temperatur zu bringen."

Daniel Ricciardo: "Es gab ein paar Probleme, aber morgen sollte alles passen. Im zweiten Training haben wir noch ein bisschen Speed gefunden, das ist gut. Wenn wir alles zusammen bekommen, sollten wir näher an Mercedes und hoffentlich vor Ferrari sein. Auf den Prime-Reifen lief es heute sehr, sehr gut. Auf den Options hätte es aber besser laufen können. Mit denen haben wir überhaupt keine Zeit gutmachen können. Heute fühlte sich das Auto in den mittleren und Highspeed-Kurven auf jeden Fall besser an. Ich denke, dass Österreich eine einmalige Sache war."

Ricciardo ist sicher: Österreich wird sich nicht wiederholen - Foto: Sutton

Sebastian Vettel: "Ich wünsche mir, dass wir das Auto noch etwas mehr in den Griff bekommen. Die erste Reihe scheint hier allerdings schon vergeben zu sein. Ferrari war heute auch sehr schnell, aber dahinter war es ziemlich eng. Wir wollen noch eine Schippe drauflegen. Wir sind ein bisschen weit weg von der Spitze und ich hoffe, dass wir noch einen Schritt nach vorn machen und ein bisschen was dazu lernen."

Valtteri Bottas: "Für nur eine Trainingssession war das nicht schlecht. Unser Hauptaugenmerk lag auf dem Setup und wir haben in der Feinabstimmung einige Fortschritte erzielt. Wie es dazu kam, dass meine Motorabdeckung am Ende des Trainings abflog, kann ich nicht sagen. Wir müssen das nun genau analysieren, um sicherzustellen, dass es in Zukunft nicht wieder passiert. Es sieht so aus, als wären Ferrari und Red Bull näher dran als noch in Österreich, daher wird es morgen sehr eng werden."

Valtteri Bottas wurde von der Motorabdeckung seines Williams ausgebremst - Foto: Sutton

Jenson Button: "Unser Auto fühlte sich heute okay an, aber wir versuchen immer noch, die richtige Balance für Hochgeschwindigkeitskurven zu finden. Wir kämpften mit Untersteuern und versuchten, das Auto mehr in Richtung Front auszurichten. Die diesjährigen Autos haben weniger Abtrieb, was es da draußen mit dem Wind recht knifflig macht. Zudem hatten wir Probleme, die harten Reifen auf Temperatur zu bekommen."

Kevin Magnussen: "Ich denke, unser Auto wäre auf einer langsameren Strecke etwas konkurrenzfähiger, aber bisher sieht es nicht so schlecht aus. Nach dem heutigen Tag ist es schwierig, die Pace von Williams zu beurteilen, aber wir kämpfen wahrscheinlich gegen Force India. Momentan sieht es so aus, als wäre der harte Reifen sehr schwierig am Leben zu halten, weil er sehr leicht Temperatur verliert."

Kimi Räikkönen war mit den getätigten Veränderungen nicht zufrieden - Foto: Sutton

Kimi Räikkönen: "Der Morgen verlief recht ordentlich. Wir haben unser Standardprogramm abgespult und hatten nur ein paar Probleme mit der Traktion an einigen Punkten der Strecke und ein bisschen Untersteuern in Hochgeschwindigkeitskurven. In der zweiten Session machten wir allerdings ein paar kleine Veränderungen, die nicht funktionierten und das Handling des Autos war danach nicht mehr das gleiche. Es war kaum möglich, eine gute Runde zusammenzukommen. Wir gingen dann auf das Setup vom Morgen zurück, doch die Probleme blieben unglücklicherweise bestehen."

Jean-Eric Vergne: "Abgesehen vom Zwischenfall gegen Ende des zweiten Trainings war es ein guter Tag. Die Performance auf den Shortruns ist noch nicht wo wir sie haben wollen, aber die Longruns sehen recht gut aus. Es ist nicht wie in Österreich, wo wir bereits am Freitag sehr stark aussahen, daher liegt noch Arbeit vor uns, um schneller zu werden."

Felipe Massa musste zu Fuß zur Box zurück - Foto: Sutton

Felipe Massa: "Das war nicht der beste Morgen. Ich kam mit dem Rad aufs künstliche Gras und das wars. Ich möchte meinem Team danken, dass sie das Auto fürs zweite Training wieder hinbekommen haben. Ich habe zwar etwas Zeit verloren und kämpfte mit der Balance, aber wir haben Fortschritte erzielt. Morgen wartet noch eine Menge Arbeit in Sachen Setup."

Daniil Kvyat: "Die Bedingungen waren recht knifflig. Es war windig und die Strecke war rutschig. Bezogen auf die Balance des Autos war ich heute nicht komplett zufrieden."

Esteban Gutierrez: "Es war ein positiver Tag, und ich denke, dass wir den richtigen Weg einschlagen haben. Wir haben heute verschiedene Fahrzeugabstimmungen ausprobiert und hoffen dadurch, neue Erkenntnisse und Möglichkeiten zu gewinnen. Am Morgen hatten wir ein paar Probleme mit den Abstimmungsänderungen, versuchten dann aber, einen Kompromiss zu finden. Außerdem müssen wir an der Bremsstabilität arbeiten."

Pastor Maldonado haderte mit der Power Unit - Foto: Sutton

Pastor Maldonado: "Das Wochenende startete mit einem Problem an der Power Unit und dem damit schnell beendeten ersten Freien Training nicht besonders gut. Jeder hat aber fantastische Arbeit beim Wechsel der Unit geleistet und so konnten wir am Nachmittag gute Fortschritte erzielen. Ich bin zuversichtlich, dass wir noch mehr aus dem Auto herausholen können."

Romain Grosjean: "Wir haben viele verschiedene Setup-Einstellungen versucht, um die Aerodynamik-Basis des Autos zu verbessern und gingen zurück auf etwas, das wir bereits zuvor in diesem Jahr hatten. Vor uns liegt noch viel harte Arbeit in Sachen Untersteuern, wo noch deutliche Fortschritte erzielt werden können."

Sergio Perez: "Dieser Tag war wirklich eine Herausforderung für uns und wir sind noch nicht da, wo wir sein wollten. Wir kämpften in beiden Trainings mit der Balance, daher konnte ich nicht die maximale Pace des Autos herausholen. Wir wussten, dass diese Strecke hart für uns werden würde und wir müssen uns das Setup nochmal genau anschauen, um noch ein paar Extra-Zehntel herauszuholen."

Nico Hülkenberg haderte mit dem Wind - Foto: Sutton

Nico Hülkenberg: "Ich hatte heute nur eine Session und auf der Strecke war es sehr windig. Das machte die Sache schwieriger, obwohl wir natürlich wissen, dass diese Situation für Silverstone normal ist. Es ist die gewöhnliche Herausforderung, die Reifen zu verstehen und die Balance zu verbessern, um uns in eine bessere Position zu bringen."

Adrian Sutil: "Ich bin heute nicht so viel gefahren, da ich während des ersten Freien Trainings nicht im Auto saß. Am Nachmittag war es schwierig mit dem Auto zurechtzukommen. Die Fahrzeugabstimmung war nicht ideal, und das Auto hat nicht so reagiert, wie wir es uns erhofft haben. Wir haben eine Änderung vorgenommen, aber die Reaktion blieb aus. Wir müssen nun die Daten analysieren und verstehen, was der Auslöser dafür war."

Jules Bianchi kam kaum in Fahrt - Foto: Sutton

Jules Bianchi: "Der Start ins Wochenende lief mit den Problemen am Vor- und Nachmittag nicht glatt für mich. Dennoch bin ich zufrieden, dass wir mit wenig Setup-Arbeiten offenbar schon eine gute Basis geschaffen haben. Vor uns liegt noch eine Menge Verbesserungsarbeit am Wochenende und das dritte Training wird recht stressig, aber wir haben gute Daten von Max."

Kamui Kobayashi: "Da ich das erste Training aussitzen musste, galt es, am Nachmittag so viele Runden wie möglich zu sammeln. Die Balance war gut, aber es gab etwas zu viel Untersteuern - besonders in Hochgeschwindigkeitskurven. Das verbesserte sich aber gegen Ende der Session."

Max Chilton: "Glücklicherweise hatten wir heute eine Menge Zeit auf der Strecke. Es gibt immer noch Dinge, die wir verbessern können und wir müssen verstehen, wie wir noch mehr Rundenzeit herausholen können. Es ist einfach großartig, wieder vor heimischem Publikum zu fahren, das mich wie immer großartig unterstützt hat."

Marcus Ericsson: "Wir hatten am Morgen zunächst Probleme, die Vorderreifen auf Temperatur zu bekommen. Auf meinem zweiten Run war es etwas besser, aber ich drehte mich in Kurve 12/13 und bekam das Auto nicht mehr aus dem Kiesbett heraus. Am Nachmittag gingen wir mit dem Setup vielleicht etwas in die falsche Richtung und unternahmen noch einige Änderungen, die es besser machten. Leider hatte ich dann ein mechanisches Problem, wodurch ich Power verlor und bei den alten Boxen stehenbleiben musste."


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