Formel 1 - Fall Ecclestone: Gribkowsky wollte BND einschalten

Bedrohungsszenario aufgebaut?

Gerhard Gribkowsky fühlte sich während der Verhandlungen um die F1-Rechte bedroht und wollte sogar den BND einschalten.
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Motorsport-Magazin.com - Nach knapp drei Wochen Pause wurde der Bestechungsprozess gegen Bernie Ecclestone am Dienstag vor dem Landgericht München fortgesetzt. In den Zeugenstand wurde eine ehemalige Mitarbeiterin der BayernLB gerufen, die von den Ängsten des Ex-Vorstandes Gerhard Gribkowsky erzählte, als es um den Verkauf der Formel-1-Rechte ging.

Wie die frühere Mitarbeiterin zu Protokoll gab, habe Gribkowsky sogar in geschäftlichen Besprechungen erzählt, dass er sich in seinem Privatleben bedroht fühle. "Ich fand es schon bezeichnend, dass er dass so häufig erzählt hat und auch gegenüber den amerikanischen Banken", sagte sie.

Gribkowsky alarmierte Ende 2004 schließlich die Polizei, weil er sich zusehends bedroht gefühlt habe. So hätten sich ihm beim Joggen etwa aus unerklärlichen Gründen Menschen in den Weg gestellt, wie der zuständige Polizist vor wenigen Wochen aussagte. "Er konnte sich das nur so erklären, dass Ecclestone ein Bedrohungsszenario aufbaut", so der Beamte.

Die Angst Gribkowskys ging vor zehn Jahren sogar so weit, dass er seine Sekretärin bat, den Bundesnachrichtendienst (BND) einzuschalten. Die Zeugin konnte dazu auf Nachfrage von Ecclestones Anwälten aber keine näheren Angaben machen.


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