Comeback nur zum Vergnügen - Barrichello: Abschied verpasst
Rubens Barrichello hatte 2011 nicht mit einem Abschied aus der Königsklasse gerechnet. Seine Zeit in der Formel 1 sei vorbei, doch einspringen könnte er.
Christian Menath
Christian MenathRessortleiter | Formel 1
Schnüffelt gerne am Print-Magazin, gibt mit seiner bestandenen Steward-Prüfung an, hält lange Monologe, war einst gut im Mario Kart - und liebt die F1 bedingungslos.MEHR
Barrichello hängt an seinem Helm, Foto: Sutton
Rubens Barrichello kann es nicht lassen. Der Brasilianer, der mit 323 GP-Starts die Statistik der meisten Teilnahmen an Formel-1-Rennen anführt, würde die Zahl gerne noch ein bisschen erhöhen. "Meine Zeit in der Formel 1 ist vorbei, aber wenn jemand in der Startaufstellung Bauchschmerzen bekommt - ich hätte Zeit", sagte Barrichello im brasilianischen TV. Um Resultate ginge es dem 40-Jährigen dann nicht mehr. "Nur zum Vergnügen und für die Leidenschaft."
Der elfmalige Grand-Prix-Sieger trauert seinem Abschied aus der Königsklasse hinterher. "Ich habe nicht geglaubt, dass es [der Große Preis von Brasilien 2011] mein letztes Rennen wird, deshalb habe ich den Abschied verpasst." Dennoch konnte er bei seinem Abschiedsrennen ein wertvolles Erinnerungsstück mitnehmen. Alle Piloten signierten Barrichellos Helm, im Glauben, Barrichello würde ihn für die Barrichello-Kanaan-Stiftung versteigern. Weil der Brasilianer allerdings am Erinnerungsstück hängt, entschied er sich dazu, das Memorabile zu behalten und selbst das Geld der Stiftung zukommen zu lassen.
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