Formel 1 - Whitmarsh: Perez-Verpflichtung riskant

Neue Drucksituation

Martin Whitmarsh räumt ein, dass McLaren mit der Verpflichtung von Sergio Perez ein Risiko eingegangen ist.
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Motorsport-Magazin.com - McLaren-Boss Martin Whitmarsh hat eingeräumt, dass die Entscheidung, Sergio Perez zu verpflichten, ein gewisses Risiko enthält. Nachdem Lewis Hamilton McLaren über seinen Wechsel zu Mercedes informiert hatte, gab der britische Traditions-Rennstall den 22-Jährigen als Nachfolger des Weltmeister von 2008 bekanntgeben. Der talentierte Mexikaner, der nach dem zweiten Platz in der GP2 2010 in die Formel 1 gewechselt war, erlebte in diesem Jahr eine Saison mit vielen Aufs und Abs. Perez fuhr in den bisherigen 18 Rennen zwar dreimal aufs Podium, fuhr seitdem der Wechsel zu McLaren feststeht allerdings null Punkte ein.

Er wirkt immer sehr bescheiden, gleichzeitig strahlt er das Selbstvertrauen aus, dass er einmal Weltmeister werden kann.
Martin Whitmarsh

Whitmarsh ist aber weiterhin von den Qualitäten des Youngsters überzeugt. "Man darf nicht vergessen, das Lewis genauso alt war wie Sergio, als er zu uns gekommen ist", sagte der Brite. "Ich glaube, er ist außergewöhnlich talentiert. Er wirkt immer sehr bescheiden, gleichzeitig strahlt er das Selbstvertrauen aus, dass er einmal Weltmeister werden kann." Wie gut Perez wirklich ist, werde sich aber erst bei McLaren zeigen. "Wir hätten ihn nicht unter Vertrag genommen, wenn wir nicht denken würden, dass er ein anderes Niveau erreicht, aber um ehrlich zu sein, ich kenne sein Potenzial nicht."

Fraglich sei es zudem wie der Fahrer aus Gualadajara mit der Situation bei McLaren klarkommen werde. "Er hat noch nie den Druck gespürt, den unsere beiden Fahrer aushalten müssen", meinte Whitmarsh. "Wenn du zu McLaren kommst und nicht in einer der ersten beiden Startreihen stehst, ist der Druck riesig." Button und Hamilton seien in der Lage gewesen, damit umzugehen. Auch Perez? "Einige Fahrer können damit umgehen, andere nicht", sagte der 54-Jährige. "Deshalb wäre es dumm von mir, wenn ich sagen würde, die Entscheidung, einen so jungen Fahrer zu verpflichten, sei kein Risiko."


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