Formel 1 - Reifen: Vielseitigkeitstest in Abu Dhabi

Balance & Bremsen

Vitaly Petrov und Lucas di Grassi beurteilen den Abu Dhabi GP aus Reifensicht. Auf dem Kurs sind ein flexibles Setup und reifenschonendes Bremsen gefragt.
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Motorsport-Magazin.com - Herausforderung Yas Marina Circuit: Der anspruchsvolle Kurs in Abu Dhabi gehört zu den vielseitigsten im Rennkalender. "Die Strecke hat einfach alles", erläuterte Caterham-Pilot Vitaly Petrov. "Der Vollgas-Abschnitt im ersten Sektor, die engen Kurven in Richtung Hotel und das Straßenkurs-Layout, wenn es um das Hotel herum und zurück zur Start-Ziel-Geraden geht."

Entscheidend wird sein, auf beiden Reifenstärken eine gute Balance zu finden.
Lucas di Grassi

Bei der Wahl des Setups stecken die Teams deshalb in einem Zwiespalt. Einerseits brauchen die Piloten einen guten Top-Speed für die mehr als einen Kilometer lange Gerade, zum anderen benötigen die Autos ausreichend Abtrieb, um Bremsstabilität und aerodynamischen Grip in den Kurven zu entwickeln.

Die besondere Herausforderung besteht darin, die richtige Abstimmung für beide Reifenmischungen - Pirelli hat die Typen soft und medium nominiert - zu finden. "In Abu Dhabi dreht sich alles um die richtige Balance", erklärt Pirelli-Testfahrer Luca di Grassi. "Deshalb kommt dem Freitag eine noch wichtigere Rolle zu als sonst. Entscheidend wird sein, eine gute Balance auf beiden Reifenstärken zu haben." Ebenso wichtig sei eine gute Traktion.

Wenn man in den Bremszonen nicht attackiert kann man viel Zeit verlieren, gleichzeitig muss man den Verschleiß der Reifen im Auge behalten.
Vitaly Petrov

Petrov sieht den Knackpunkt für ein gutes Rennen im richtigen Bremsverhalten. "Wenn man in den Bremszonen nicht attackiert kann man viel Zeit verlieren, gleichzeitig muss man den Verschleiß der Reifen im Auge behalten", sagte er. Großartige Probleme erwartet Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery beim Reifenmanagement auf der häufig zur Testzwecken benutzten Rennstrecke jedoch nicht.

Strategie als Meistermacher?

"Die Teams haben viele Daten über die Charakteristika der Strecke, deshalb sollten sie in der Lage sein, sich eine gute Strategie zurecht zu legen ", sagte er. "Im engen Titelrennen könnte die richtige Strategie über Sieg und Niederlage entscheiden." Welches die richtige Taktik sein wird, konnte di Grassi zwar nicht sagen, dafür gab er einen Tipp ab, in welche Richtung es am kommenden Wochenende gehen wird. "Die meisten Fahrer werden auf eine Zweistopp-Strategie setzen", vermutete er. "aber ein paar dürften es auch mit einem Stopp versuchen."


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