Formel 1 - Glock nicht von Marussia-Verzögerung begeistert

2012 macht Mut

Timo Glock ärgert sich, dass er erst im März den neuen Marussia-Boliden fahren kann, will von Frust aber nichts wissen. 2012 soll es richtig aufwärts gehen.

Motorsport-Magazin.com - Wenn die Formel 1 am 7. Februar in Jerez ihren ersten Wintertest begeht und die Piloten ihre neuen Spielzeuge über die Strecke pilotieren dürfen, muss Timo Glock aus der Ferne zuschauen. Eigentlich wollte Marussia zum Testauftakt mit dem Vorjahres-Auto antreten, doch dieser Plan wurde wieder verworfen. Stattdessen reist das ehemalige Virgin-Team erst zum zweiten Test nach Barcelona, allerdings mit dem alten Boliden. Erst beim abschließenden Test auf dem Circuit de Catalunya Anfang März können Timo Glock und Neu-Teamkollege Charles Pic die ersten Runden mit dem MR01 drehen - wenn alles nach Plan läuft.

Glock, der nach seiner Vertragsverlängerung im vergangenen Jahr auf eine rosige Zukunft hofft, ist nicht begeistert von den verschobenen Plänen seines Teams. "Es ist schade, dass wir das neue Auto später bekommen und dadurch nur eine kurze Vorbereitung möglich ist", beschwert er sich gegenüber der dpa. Von Frust will der Deutsche allerdings nichts wissen, wie er betont. "Uns war von vornherein klar, dass wir es im ersten Drittel schwer haben werden."

Stattdessen nimmt Glock das dritte Jahr im Team erwartungsvoll in Angriff. Viele Hoffnungen ruhen auf der technischen Kooperation mit McLaren, die Marussia ordentlich voran bringen soll. Glock hatte im vergangenen Jahr immer wieder betont, dass der Prozess eine Zeit lang brauchen werde, bis sich greifbare Ergebnisse einstellen. 2012 könnte es mit dem neuen Auto, das nicht mehr allzu viel mit seinem Vorgänger gemeinsam haben soll, soweit sein. "Das ganze Jahr 2012 macht mir Mut", so Glock. "Natürlich steht ganz oben auf der Liste, sich stetig weiterzuentwickeln." Das Ziel für die anstehende Saison sei der Anschluss ans etablierte Mittelfeld.




1 Leser-Kommentar

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am 27. Januar 2012 um 13:32 Uhr
Strietzel: Warum so ein unterschwelliger Ton?
Herr Seiwert, haben sie sich Timo Glock als Ziel für eine Schlechtwetter-Kampagne ausgewählt? Oder warum schreiben sie zuerst von Ärger und Beschwerde, um dann gleich wieder zurück zu rudern und den O-Ton von Timo dann erst im Anschluss offen zu legen? Sehr widersprüchlich und nicht gerade die feine Art eines Fachjournalisten, über den Status Quo des Teams und die Stimmungslage von Timo zu berichten. Herr Seiwert, seien sie versichert, wir lesen ihre Berichte auch ohne stimmungsmachende Bildzeitungs-Wortwahl. Es reicht vollkommen, wenn die Berichtsinhalte fachlich tiefgründig und informativ sind.

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