Formel 1 - Toro Rosso: Platz sieben im Visier

Monaco könnte Sauber retten

Der Kampf um P7 in der Konstrukteurs-WM spitzt sich zu - beim letzten Saisonlauf startet Toro Rosso direkt vor Sauber und muss mindestens einen Punkt aufholen.
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Motorsport-Magazin.com - Beim Saisonfinale in Brasilien fallen die letzten Entscheidungen des Jahres. Ein heißes Duell gibt es in Interlagos um WM-Platz sieben in der Konstrukteurswertung. Während Force India außer Reichweite scheint, streiten sich dahinter Sauber und Toro Rosso - in Sao Paulo spitzt sich das Duell nun zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zu. Jaime Alguersuari und Sebastian Buemi starten von den Plätzen 13 und 14 aus in den Großen Preis von Brasilien, Kamui Kobayashi und Sergio Perez stehen auf den Starträngen 16 und 17 - getrennt werden die Piloten nur durch Vitaly Petrov im Lotus Renault.

Wenn wir am Start und bei den Boxenstopps keine Fehler machen, haben wir die Pace, um in den Punkten zu landen.
Sebastien Buemi

Im Gesamtklassement bringt es Sauber ein Rennen vor Schluss auf 42 Zähler, Toro Rosso liegt mit 41 Punkten denkbar knapp dahinter. Für einen heißen Kampf scheint alles angerichtet. Die Scuderia muss bei einem normalen Rennverlauf in Sao Paulo allerdings mindestens zwei Punkte mehr holen als die Konkurrenz aus der Schweiz - bei Punktgleichheit würde sich Sauber auf Grund des fünften Platzes von Kamui Kobayashi beim Rennen in Monte Carlo durchsetzen. "Wir peilen den siebten Platz an, aber zu sehr sollten wir uns darauf auch nix fixieren", meinte Sebastien Buemi vor dem Rennstart. In erster Linie sei es nur wichtig, den Grand Prix gut über die Bühne zu bringen.

Toro Rosso teilt die Abstimmung auf

"Wenn wir am Start und bei den Boxenstopps keine Fehler machen, haben wir die Pace, um in den Punkten zu landen", glaubte der Schweizer im Vorfeld. "Die Möglichkeit, das zu schaffen, ist definitiv da - jeder spürt nun ein bisschen mehr Druck, aber das Wichtigste ist, ruhig zu bleiben und einfach unsere Arbeit zu erledigen." Toro-Rosso-Teamkollege Jaime Alguersuari erwartet in Sao Paulo ein Regenrennen - seiner Meinung nach ein Vorteil im Kampf mit Sauber. Obwohl er sich mit flacheren Flügeleinstellungen als Buemi qualifiziert hätte, erklärte der Spanier gegenüber Autosport: "Ich hätte gerne Regenwetter."

Ich erwarte ein Rennen wie in Kanada. Man kann in der ersten Kurve schon draußen sein - man kann aber auch Fünfter werden.
Jaime Alguersuari

Das Team habe die Strategien sicherheitshalber aufgeteilt, um mit Blick auf das Wetter alle Eventualitäten bestmöglich abzudecken. "Bei trockenen Bedingungen wird es schwierig, zwei oder mehr Punkte zu holen als Sauber", nannte Alguersuari die Beweggründe für seinen Regenwunsch. Auf nasser Fahrbahn sei der Ausgang einfach offener. "Ich erwarte ein Rennen wie in Kanada. Man kann in der ersten Kurve schon draußen sein - man kann aber auch Fünfter werden. Man muss einfach bei den Boxenstopps und einem Safety Car clever sein und keine Fehler machen", so der Toro-Rosso-Faher, der anfügte: "Wenn wir ankommen, haben wir eine gute Chance auf Punkte."


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