Formel 1 - Red Bull mit eigenen Lebensmitteln nach Japan

Angst vor Radioaktivität

Die Formel 1 will in Japan anscheinend nichts riskieren. Red Bull etwa nimmt seine Lebensmittel selbst mit.

Motorsport-Magazin.com - Die Angst vor den Auswirkungen der Störfälle im Kernkraftwerk Fukushima nach dem Erdbeben und Tsunami im März haben im Motorsport in den vergangenen Monaten einige Blüten getrieben. Speziell in der Zweiradwelt gab es viele Diskussionen, bevor es dieses Wochenende nach Motegi ging, um dort den Japan Grand Prix zu fahren. Stars wie Valentino Rossi, Jorge Lorenzo und Casey Stoner brauchten lange Zeit und mehrere Gutachten, um davon überzeugt zu sein, dass es am Twin Ring Motegi, der nur etwas mehr als 150 Kilometer von Fukushima entfernt liegt, auch sicher ist.

Beruhigt ist man deswegen aber nicht, Lorenzo zieht es beispielsweise vor, an diesem Wochenende nicht zu duschen, sondern sich nur mit seinem selbst mitgebrachten Trinkwasser zu überschütten, um für die Körperhygiene zu sorgen. Wenn die Formel 1 kommende Woche nach Suzuka reist, wird man etwas weiter von Fukushima entfernt sein, in etwa 500 Kilometer, dennoch will man auch hier kein Risiko eingehen. So wird etwa Red Bull für das gesamte Team die Nahrungsmittel einfliegen lassen und alle Mitarbeiter komplett an der Strecke verpflegen. Von Essen an anderen Orten hat Teamchef Christian Horner laut Bild am Sonntag abgeraten.

Angst vor der Reise nach Japan scheint es bei den Formel-1-Fahrern zumindest öffentlich keine zu geben. Sebastian Vettel hat öfter erklärt, sich auf den Besuch in Suzuka zu freuen. Denn er mag die Strecke und möchte den Japanern nach der Erdbebenkatastrophe auch etwas Ablenkung bieten. Die Fans scheinen das auch gerne anzunehmen, denn das Rennen ist ausverkauft und die Hotels in der Umgebung der Strecke alle ausgebucht.




6 Leser-Kommentare

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am 03. Oktober 2011 um 12:01 Uhr
viste:
gerade redbull? wo deren dosensaft doch so "radioaktiv" aussieht...
am 02. Oktober 2011 um 19:15 Uhr
senna 1985:
ja nur da ist es halt keine schlagzeile wert.
am 02. Oktober 2011 um 19:03 Uhr
AWE:
na hauptsache das Angebot besteht nicht nur aus Red Bull ,denn dann hats allen bis zum Start den Darmausgang so verklebt ,das die erst wieder in Europa auf den Topf können :-) Übrigens nehmen die Teams auch große Teile ihrer Nahrungsmittel bis hin zum Mineralwasser mit nach China, Indien und andere "exotische Länder " Das ist also nicht so neu .
am 02. Oktober 2011 um 14:58 Uhr
senna 1985:
es wäre toll, wenn es wirklich billig wäre zum rennen zu gehn und ebenfalls ins fahrerlager. es hat einen blöden beigeschmack, wenn man hinfährt, sich dann aber total abschottet, sogar bei der verpflegung. bei motegi, was nah dran ist eher verständlich als in suzuka.
am 02. Oktober 2011 um 13:04 Uhr
ChaosD:
Stimme Wiski zu, plus: Ich finde, eigenes Essen einzufliegen ist ein völlig falsches Signal. Alle anderen inklusive den Zuschauern essen auch dort, und für mich drückt RBR damit aus, dass es Ihnen egal ist, ob die Leute dort verrecken, hauptsache das eigene Team geht kein Risiko ein. Vielleicht sollte man RBR ein paar Schirme spendieren, damit, falls es regnet, die Atome daran abperlen.
am 02. Oktober 2011 um 12:51 Uhr
Wiski_EK9:
Bin immernoch der Meinung dass Bernie aus Solidarität entweder super geringe EIntrittspreise oder gar keine verlangen hätte sollen. Dass im Prinzip die Fota und Bernie das ganze als art Benefitsveranstaltung hätten laufen lassen sollen. Ich mein die Leute da unten sind eh schon mächtig in Arsch gekniffen!

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