Größer als Bezahl-Fernsehen - Lowdon: F1 muss öffentlich bleiben
Angeblich will Rupert Murdoch die Formel 1 übernehmen. In diesem Falle hofft Virgin-Teamboss Graeme Lowdon, dass die F1 nicht zur Bezahl-Veranstaltung wird.
Robert Seiwert
Robert SeiwertRessortleiter | Motorsport
Robert schrieb schon vor seiner MSM-Zeit für Sport-Fachmedien. Berichtet seit 2011 über DTM, Daytona, Le Mans und Co. direkt von der Rennstrecke.MEHR
Graeme Lowdon blickt skeptisch auf die mögliche Murdoch-Zukunft in der F1, Foto: Sutton
Die Gerüchte über eine Übernahme der Formel 1 durch Medien-Mogul Rupert Murdoch und Multi-Milliardär Carlos Slim halten sich hartnäckig. Bislang wehrte sich F1-Zampano Bernie Ecclestone gegen die Spekulationen und tat diese als "Blödsinn" ab. An anderer Stelle lenkte er ein und verkündete, nicht mehr arbeiten zu müssen. Es bleibt nebulös.
Murdoch gilt als bekennender Anhänger des Bezahl-Fernsehens. Im Falle einer möglichen Übernahme befürchten einige, dass es die Formel 1 nur noch als pay-per-view-Veranstaltung im TV zu sehen sei. Ein Zustand, vor dem es Graeme Lowdon graut. "Wenn man die Mehrheit der Öffentlichkeit ausschließt, dann verliert die Formel 1 eine Menge seines Spirits", erklärte der Virgin-Teampräsident gegenüber BBC.
Gleichzeitig würde den F1-Teams laut Lowdon die Möglichkeit genommen, auf eigenen Beinen zu stehen, ohne auf einen kommerziellen Rechtehalter angewiesen zu sein. Seiner Ansicht nach müsse die F1 für jedermann frei zugänglich sein. "Die Formel 1 ist größer als pay-per-view und verdient einen Platz auf der öffentlichen Bühne", so Lowdon.
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