Do, 29.07.2010

Formel 1 - Red Bull kämpft weiter mit Zuverlässigkeit

Fast immer geht etwas kaputt

Red Bull besiegt sich momentan meist noch selbst, weil es immer wieder zu kleinen Problemen kommt. Mark Webber macht die Winterstrategie dafür verantwortlich.
Der Red Bull ist schnell, aber nicht immer zuverlässig
© Red Bull/GEPA

Motorsport-Magazin.com - Zehn Pole Positions und fünf Siege, das ist die bisherige Bilanz von Red Bull Racing in der Saison 2010. In der heutigen Formel 1, in der eine Pole Position besonders viel wert ist, ist das eine nicht besonders gute Quote. Zu Fehleranfällig waren die Red Bulls bislang. So auch in Hockenheim, wo die Ferrari laut Sebastian Vettel zwar rund eine Zehntelsekunde pro Runde im Rennen schneller waren, er aber dennoch hätte gewinnen können, wenn er den Start von der Pole aus für sich entschieden hätte. Doch als er die Kupplung kommen ließ, fiel die Drehzahl in den Keller und damit verlor er zwei Positionen.

Doch das war nicht das einzige Problem am vergangenen Wochenende. Nach dem ersten Training musste bei Vettel der Motor getauscht werden, weil laut auto motor und sport die Ölproben darauf hindeuteten, dass er bald seinen Geist aufgeben würde. Einziges Glück, der Motor war alt und wäre nach Hockenheim ohnehin in Rente gegangen. Im Rennen musste dann Mark Webber kämpfen, weil sein Motor kein Öl aus einem Reservetank bekam. "Ich war froh, dass ich ins Ziel kam", meinte der Australier.

Erst am letzten Testtag

Webber wollte auch genau wissen, warum es immer wieder zu Schwierigkeiten an immer anderen Stellen kommt. "Es war Teil unserer Entwicklungsstrategie, das endgültige Paket erst am allerletzten Testtag zu zeigen. Dadurch fehlten uns die Testkilometer, um sich gegen alle Eventualitäten abzusichern", sagte er. Die kleine Fehde zwischen Webber und Vettel hat sich derweil zwar ein bisschen beruhigt, aber sie könnte jederzeit wieder ausbrechen und McLaren-Pilot Jenson Button macht einen gewissen WM-Druck dafür verantwortlich, dass es bei den Red-Bull-Piloten etwas haariger zugeht.

"Das Problem in der Formel 1 ist, dass die Chance Weltmeister zu werden, nur ganz selten kommt. Wenn du dann noch keinen Titel hast, willst du diese Chancen unbedingt nutzen. Ich kann mir vorstellen, dass das bei den Red Bull-Fahrern im Hinterkopf herum spukt. Da baut sich viel mehr Druck auf als bei Lewis und mir. Wir beide haben einen Titel schon in der Tasche", meinte er laut auto motor und sport.

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