DTM - Brands Hatch: Eine echte Fahrerstrecke

Abstände noch geringer

Ralf Schumacher und Christian Vietoris erklären die immense Wichtigkeit des Qualifyings in Brands Hatch. Norbert Haug erwartet einen wahren Krimi.
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Motorsport-Magazin.com - Eng ging es in der DTM schon immer zu, doch in diesem Jahr scheinen die Abstände noch geringer geworden zu sein. Bereits Tausendstelsekunden können im Qualifying über eine aussichtsreiche Startposition oder einen harten Kampf im Mittelfeld ausschlaggebend sein. Eins ist sicher: Beim kommenden Lauf in Brands Hatch wird die Sache noch eine Spur enger. Mit einer Streckenlänge von nur 1,929 km ist es der kürzeste Kurs im Rennkalender - abgesehen vom Show-Event im Münchner Olympiastadion. Entsprechend wichtig ist das Qualifying, zumal Überholen auf der Indy-Variante der Strecke alles andere als einfach ist.

Ralf Schumacher weiß um die Wichtigkeit der Startaufstellung. "Der Kurs in Brands Hatch sieht simpel aus, ist jedoch eine echte Fahrerstrecke", sagt der Mercedes-Pilot. "Die Kurven sind sehr eng und verlangen nach einer guten Fahrzeugbalance. Am kommenden Wochenende wird es wichtig sein, im Qualifying eine gute Startposition einzufahren - dann kann ich auch im Rennen um ein gutes Resultat kämpfen." Vor allem bei Schumacher ist Wiedergutmachung nach dem verpatzten Samstag und dem Aus in Q1 am Lausitzring angesagt.

Brands Hatch wird am kommenden Samstag deshalb den bislang größten Qualifying- Showdown in der Geschichte der DTM erleben, da bin ich mir sicher. Alle wollen die Pole - aber nur einer bekommt sie.
Norbert Haug

Ähnliches gilt für Christian Vietoris - zumindest im Qualifying, wo er in beiden Anläufen nicht über einen Startplatz im hinteren Feld hinauskam. Dafür fuhr er in Hockenheim ein überragendes Rennen und kämpfte sich bis auf den vierten Platz vor. "In Brands Hatch liegt das Fahrerfeld noch enger zusammen, als das in der DTM ohnehin stets der Fall ist", erklärt Vietoris. "Eine Zehntelsekunde kann im Qualifying über mehrere Startpositionen entscheiden." Norbert Haug geht noch einen Schritt weiter und preist den dritten Lauf des Jahres vollmundig an.

"Wie wichtig das Qualifying in der DTM ist, hat das letzte Rennen am Lausitzring gezeigt: Im Rennen schneller zu sein reicht nicht immer für den Sieg, wenn man nicht ganz vorne startet", so der Mercedes-Benz Motorsportchef. "Brands Hatch wird am kommenden Samstag deshalb den bislang größten Qualifying-Showdown in der Geschichte der DTM erleben, da bin ich mir sicher. Alle wollen die Pole - aber nur einer bekommt sie."


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