DTM - Vietoris will hoch hinaus

Ambitionierter Senkrechtstarter

Christian Vietoris peilt am Lausitzring das nächste Top-Resultat an. Ralf Schumacher nimmt den Kurs genaustens unter die Lupe.
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Motorsport-Magazin.com - Beim ersten Saisonrennen der DTM in Hockenheim war Christian Vietoris der große Gewinner. Der 23-Jährige machte während der 40 Runden auf der Traditionsstrecke elf Positionen gut und kämpfte sich von 15. auf den 4. Platz nach vorne. Für den Youngster war es das beste Ergebnis seiner noch jungen Laufbahn - doch Vitoris will hoch hinaus. Am besten schon beim kommenden Rennen auf dem Lausitzring, einer Strecke, die dem Mercedes-Fahrer liegt.

Nach meinem vierten Platz beim Saisonauftakt in Hockenheim hoffe ich, auch in der Lausitz ein Top-Resultat einfahren zu können.
Christian Vietoris

"Ich habe schöne Erinnerungen an mein erstes DTM-Rennen auf dem Lausitzring im vergangenen Jahr", berichtete der Senkrechtstarter von HWA. "Damals qualifizierte ich mich in meinem vierten DTM-Lauf zum dritten Mal innerhalb der Top-10 und fuhr am Sonntag zum ersten Mal unter die besten Zehn." Ein Resultat, das dem ambitionierten Piloten in diesem Jahr mit Sicherheit nicht mehr zufriedenstellen würde. "Nach meinem vierten Platz beim Saisonauftakt in Hockenheim hoffe ich, auch in der Lausitz ein Top-Resultat einfahren zu können", kündigte Vietoris an.

Ralf Schumacher dürfte bei seinem fünften Start in der Lausitz schon damit zufrieden sein, wenn es ihm gelänge, sich aus allen Scharmützeln auf der Strecke herauszuhalten. In Hockenheim war der 35-Jährige aufgrund einiger riskanter Manöver am Ausscheiden von Timo Scheider, Bruno Spengler und Adrien Tambay beteiligt, zudem landete Dirk Werner nach einer Kollision mit dem früheren Formel-1-Fahrer auf dem letzten Platz. Dass er trotz einer zwischenzeitlichen Durchfahtsstrafe noch auf dem siebten Platz landete, war wohl die beste Nachricht für den Mercedes-Lenker.

Die Herausforderung auf dieser Strecke ist es, sowohl auf der langen Geraden als auch im winkligen Infield schnell zu sein.
Ralf Schumacher

Damit ihm auf dem EuroSpeedway ein Crash-Festival wie in Hockenheim erspart bleibt, hat der "Bruchpilot" die Strecke bereits genau unter die Lupe genommen. " Am Lausitzring erwartet uns eine komplett andere Streckencharakteristik", sagte Schumacher. "Die Herausforderung auf dieser Strecke ist es, sowohl auf der langen Geraden als auch im winkligen Infield schnell zu sein."

Schnell war in Hockenheim auch David Coulthard. Der Schotte zeigte eine ähnlich rasante Fahrt wie Vietoris und fuhr von Startplatz 18 auf den 8. Rang nach vorne, womit er sein bestes Ergebnis in der DTM egalisierte. Auf dem kniffligen Kurs in der Lausitz traut sich der 41-Jährige eine ähnlich starke Vorstellung zu. "Nach Platz acht zum Auftakt würde ich meinem Mücke-Team beim Heimrennen gerne ein weiteres gutes Resultat bescheren", meinte Coulthard.

In der ersten Kehre ist es durchaus möglich, ein Überholmanöver zu setzen.
David Coulthard

Eine Stelle, die ihm bei einer erneuten Aufholjagd in die Hände spielen könnte, hat er auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke schon ausgemacht. "In der ersten Kehre ist es durchaus möglich, ein Überholmanöver zu setzen, wenn der Vordermann innerhalb weniger Sekunden von 250 km/h auf ungefähr 70 km/h herunterbremsen muss", verriet der ehemalige Formel-1-Pilot.


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