DTM - Spengler: Wut auf Schumacher

Das war Harakiri

Bruno Spengler ist nach der Kollision mit Ralf Schumacher bedient und will sich den Mercedes-Fahrer zur Brust nehmen. Mit seinem Auto ist er zufrieden.
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Motorsport-Magazin.com - Bruno Spenglers erstes Rennen für seinen neuen Arbeitgeber BMW fand ein jähes Ende. Nach einem Zusammenstoß mit Ralf Schumacher in Runde drei verlor der Kanadier seine Motorhaube und musste sein Auto wenige Augenblicke später in der Boxengasse parken. Spengler machte seinem Ärger mit einer Schimpftirade über den Boxenfunk Luft, die für Schumacher wenig schmeichelhaft ausfiel. Und auch wenn sich der BMW-Fahrer im anschließenden Interview wesentlich gelassener gab, war ihm die Wut über die Aktion des Konkurrenten immer noch deutlich anzumerken.

Von einem ehemaligen Formel1- Fahrer hätte ich mehr Cleverness erwartet
Bruno Spengler

"Er hat viel zu spät gebremst und die Kontrolle über sein Auto verloren", beschwerte sich Spengler. "Mit stehenden Rädern ist er in Dirk Werner hereingefahren und hat ihn gedreht, ich habe durch den Zusammenstoß meine Motorhaube verloren. Von einem ehemaligen Formel1- Fahrer hätte ich mehr Cleverness erwartet. Das war eine Harakiri-Aktion."

Zumal Schumacher damit gleich zwei BMW-Piloten eine sehr gute Ausgangsposition zerstörte. "Er hat uns damit unser Rennen kaputt gemacht, von der Performance hatten wir heute wirklich die Chance, viele Punkte zu machen", sagte der 28-Jährige. Die Durchfahrtsstrafe, die Schumacher wegen des Vorfalls aufgebrummt bekam, beschwichtigte ihn keineswegs. "Auch wenn er eine Durchfahrtsstrafe bekommen hat, stehe ich nach drei Runden in der Box", meinte er.

Wenn ich Ralf sehe, werde ich ihm ein paar Worte sagen.
Bruno Spengler

Rachegedanken habe er dennoch keine, stellte Spengler klar, er sei erwachsen genug, dem Mercedes-Piloten beim nächsten Rennen nicht in die Karre zu fahren. Allerdings sei es durchaus vorstellbar, dass er sich seinen Widersacher demnächst einmal zur Brust nehme. "Wenn ich Ralf sehe, werde ich ihm ein paar Worte sagen", sagte Spengler auf Nachfrage von Motorsport-Magazin.com. "Ich habe gesehen, wie er Timo Scheider in der Spitzkehre gedreht hat. Das war auch nicht in Ordnung, genauso wie die Aktionen mit Merhi und Dirk."

Immerhin trug die Leistung seines Autos dazu bei, dass Spengler den Hockenheimring nicht vollkommen frustriert verließ. "Sehr positiv ist, dass wir am ersten Wochenende vorne bei der Musik dabei waren", meinte er. "Wir haben in der Wintervorbereitung sehr gute Arbeit gemacht. Vielen Dank an BMW, dass sie uns so ein schnelles Auto zur Verfügung gestellt haben."

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