Dakar - Fünf Mini beenden vierte Etappe in den Top-10

Peterhansel landet auf Rang zwei

Auf einer der längsten Etappen von San Juan nach Chilecito sicherte sich Stéphane Peterhansel Rang zwei, vor Nasser Al-Attiyah und Federico Villagra.

Motorsport-Magazin.com - Die vierte Etappe von San Juan nach Chilecito hatte es gehörig in sich: mit 501 Wertungskilometern war es eine der längsten Prüfungen der Dakar 2014. Von Beginn an brach ein harter Kampf gleich mehrerer Piloten um den Tagessieg aus. Schlussendlich sicherte sich das französische Duo Stéphane Peterhansel / Jean-Paul Cottret im schwarzen Mini den zweiten Rang hinter Carlos Sainz. Nasser Al-Attiyah / Lucas Cruz sicherten sich im weißen Mini den dritten Rang vor den Überraschungsvierten Federico Villagra und Jorge Perez Companc im MINI. Nani Roma / Michel Périn kamen im gelben Mini als Fünfte ins Ziel vor Orlando Terranova / Pa ulo Fiúza im orangen MINI. Krzysztof Holowczyc (POL) wurde zusammen mit seinem russischen Co-Piloten Konstantin Zhiltsov 19.

Solche Routen wie heute brauchen wir, um wieder den Anschluss an die Podiumsplätze oder sogar Rang eins zu bekommen - lang und schwierig.
Stephane Peterhansel

Nach seinem Pech am Dienstag mit sechs Reifenschäden konterte Peterhansel heute mit Rang zwei. Der Franzose war nach einem Antrag des Monster Energy X-raid Teams vom 29. auf den 16. Startplatz nach vorne versetzt worden. (Dies ist nach dem Reglement für die Top-Piloten drei Mal erlaubt). "Solche Routen wie heute brauchen wir, um wieder den Anschluss an die Podiumsplätze oder sogar Rang eins zu bekommen - lang und schwierig", erklärt der Franzose. "Aber leider hatten wir nach etwa 25 Kilometern einen Platten und nach den gestrigen Ereignissen, war ich mir nicht mehr so sicher, wie schnell ich fahren kann. Aber ich habe dann doch einen guten Rhythmus gefunden und konnte wieder angreifen."

Für eine Überraschung sorgten die beiden Argentinier Federico Villagra und Jorge Perez Companc die sich im Mini den dritten Platz sicherten. Sie hatten die gesamte Prüfung über in der Spitzengruppe mitgemischt. "Ich bin total überrascht", lacht der Argentinier. "Ich habe gar nicht hart gepusht. Wo es ging, bin ich schnell gefahren, ansonsten habe ich mich zurückgehalten. Wir hatten einfach einen guten Lauf und einen guten Tag."

Wir sind ein paar Mal gekreist, um den richtigen Weg zu finden. Da haben wir einiges an Zeit liegen lassen.
Nasser Al-Attiyah

Auch Al-Attiyah redete ein Wörtchen um den Tagessieg mit und lag lange in der Führungsposition. Doch Probleme mit der Navigation aufgrund eines ungenauen Roadbooks und ein platter Reifen ließen ihn zurückfallen. "Die Prüfung heute hatte es in sich, aber ich bin zufrieden", so der Katari." Auch Terranova fiel dem Roadbook zum Opfer und verfuhr sich an der gleichen Stelle wie sein Teamkollege. "Wir sind ein paar Mal gekreist, um den richtigen Weg zu finden", berichtet er. "Da haben wir einiges an Zeit liegen lassen."

Für Roma war die heutige Etappe keine leichte Aufgabe. Der Katalane eröffnete als gestriger Tagessieger die Strecke und musste ohne die Hilfe von Motorradspuren navigieren. Diese fuhren heute eine andere Route und so war es an Roma die Spuren für die anderen Piloten zu legen. "Die Etappe heute war sehr schwierig. Zu Beginn gab es einige Gräben, die nicht im Roadbook und dadurch ziemlich gefährlich waren", erzählt der Katalane. "Zum Ende hin mussten wir viel navigieren. Einmal haben wir uns verfahren, da uns Zuschauer im Weg standen und wir uns nicht mehr sicher waren. Aber ich bin insgesamt sehr zufrieden mit unserer Leistung." In der Gesamtwertung liegt er nun auf dem zweiten Rang.

Einmal haben wir uns verfahren, da uns Zuschauer im Weg standen und wir uns nicht mehr sicher waren.
Nani Roma

Holowczyc hatte ebenfalls mit seinen Reifen und den Tücken des Roadbooks zu kämpfen. "Wir haben uns zwei Mal verfahren und hatten insgesamt drei Platten", berichtet der Pole. "Da wir anschließend keine Ersatzreifen mehr hatten, mussten wir Gas rausnehmen und die Etappe langsam zu Ende fahren."

Auf der Donnerstags-Etappe von Chilecito nach Tucuman spielen Sand und Hitze die Hauptrolle. Die Teilnehmer werden die gesamte Prüfung über Off-Track unterwegs sein. Der Veranstalter lässt bei seinen Erklärungen durchblicken, dass an diesem Tag nochmals stark ausgesiebt werden soll. Insgesamt legen die Piloten 911 Kilometer zurück, davon 527 gegen die Uhr.


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