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Der "Weltmotor"

Fragen und Antworten über die Technik in der Formel 1.

Beitrag Montag, 09. November 2009

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Was ist daran so falsch? Jede "Formel" setzt bestimmte Grenzen motorseitig. Hubraum, Zylinderzahl, Arbeitsprinzip usw. Haben wir doch jetzt auch schon. Nur dass es jetzt Regeln für F1-Motoren gibt, für WRC, für DTM, für WTCC, F3 usw. Was spricht dagegen, bei der Ausarbeitung zukünftiger Regeln diesbezüglich einen gemeinsamen Grundnenner zu finden, der es Herstellern ermöglicht, ihr Know-how mit überschaubarem Aufwand für diverse Serien anzubieten? Machen sie doch in der Serienfertigung mit ihrem Plattform-Prinzip auch.
Was spricht denn z.B. dagegen, wenn ein von BMW entwickelter WTCC-Motor leicht modifiziert auch von einem Semi-Werksteam in der WRC eingesetzt wird oder als Basis für einen DTM- oder LeMans-Einstieg zu nutzen ist? Oder Ford sich auf Basis der WRC-Technik zum WTCC-einstieg bewegen läßt?
Und ausgehend von diesem Grundnenner gibt es bestimmt noch jede Menge Hi-Tech um daraus auch noch ein der F1 würdiges Spitzenaggregat zu kreieren. Aber - wie gesagt - Formel 1 stand glaube ich letztens nicht mehr (oder noch nicht) zur Debatte...

Beitrag Montag, 09. November 2009

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Wieso läst man nicht gleich das Los entscheiden, ein Jahr der Golf, ein Jahr der SLK usw. dan haben wir doch ohne alzuviele Regeln auszudenken den perfekten Einheitsbrei, hoffe es kommt mir nicht über!

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Beitrag Montag, 09. November 2009

Beiträge: 10919
Was hat das mit Einheitsbrei zu tun? Der Weltmotor ist KEIN Einheitsmotor! Es geht doch nur darum, dass die Rahmenbedingungen der verschiedenen Rennserien sich angleichen. Und Rahmenbedingungen gab es wohl schon länger als die F1-WM...

Beitrag Dienstag, 10. November 2009

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Genügt es noch nicht was wir heute haben mit den V8 Motoren die fast beliebig untereinander ausgetauscht werden können. Bei dennen von Leistungsunterschieden gesprochen wird die realistisch gar nicht möglich sind.
Glaubt wirklich jemand bei noch mehr gleichmacherei, und für das steht der Weltmotor, werden wir bessere Rennen sehen.
Wir haben schon so viele Vorschriften, das die Autos sich immer mehr gleichen.
Dazu kommt das seit man mit diesem blödsinn angefangen hatte, die Kosten ins unermessliche gestiegen sind, aus dem einfachen Grund das nur noch so ein paar Tausendstel heraus geholt werden können um den Gegner zu schlagen.

Der Einheitsmotor von Mosley gibt den Teams soviel Freiheit das entweder von der FIA oder dessen Ausserwählten die Motoren bezogen werden können oder nach dessen Vorgabe (baugleich) von den Teams selber gebaut werden können. Die Freiheit die bleibt ist das styling wie der eigene Namen angebracht werden kann.

Da macht es doch wirklich keinen grossen Unteschied im Turnus einen MarkenCup durch zuführen.
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Beitrag Dienstag, 10. November 2009

Beiträge: 6675
Mav05 hat geschrieben:
Was spricht dagegen, ...


Zum einen ich :D Ne, ernsthaft: Eine Vereinheitlichung. Es gibt, wie es mein Vorredner gut ausgedrückt hat, bereits genug Einheitsbrei in der welthöchsten Klasse im Motorsport, da braucht man sowas wirklich nicht noch zusätzlich. Außerdem ist die Serienfertigung da, für normale Autos, die sich in meinen Augen 100% von Rennwagen unterscheiden.

Um es nochmal mein Beispiel vom Weltchassis aufzugreifen. Das, was du nun geschrieben hast, wäre in meinen Augen, wenn ich dazu schreibe, dass eben nur das Grundchassis für die Serien gleich ist, und man das Bodywork, Reifen & co. dann frei hinmachen kann, wie man will.
Kimi Raikkonen

Beitrag Dienstag, 10. November 2009

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Also wenn ich dran denke das es mal Zeiten gegeben haben soll, indenen Motoren verschiedenster Art zur selben Zeit in der F1 unterwegs waren.

Unglaublich was wir mit den V8 haben!

Die Hersteller haben den technischen Wettkampf in der F1 kaputt gemacht, das ist meine bescheidene Meinung.
"40 Punkte klingen nach viel, aber so sehen wir das nicht. Silverstone sollte zeigen, dass unser Auto einen Schritt voran gemacht hat. Das war der Fall. Deshalb glaube ich jetzt an die Titelchancen."
Komm schon Nano...

Beitrag Dienstag, 10. November 2009

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Das hat nichts mit den Herstellern zu tun sondern mit den Regeln. Die vielfalt hatten wir in der Zeit als fast ausschliesslich Hersteller die F1 ausmachten. Danach haben es gute relativ preiswerte Motoren ermöglicht das auch kleine Teams erfolg haben können. Und zur Errinnerung der Cosworth DFV war nicht wegen Regeln beinahe zum Einheitsmotor geworden. Die Regel lautete 3l oder 1.5l mit Kompressor, die einzige andere Einschränkung (und das wahr schon eine Regel zuviel), nicht mehr als 12 Zylinder. Der Cosworth wurde einzig und allein Dominant weil es sich um einen der besten Motoren überhaupt ist.
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Beitrag Dienstag, 10. November 2009
AWE AWE

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Mav05 hat geschrieben:
Was hat das mit Einheitsbrei zu tun? Der Weltmotor ist KEIN Einheitsmotor! Es geht doch nur darum, dass die Rahmenbedingungen der verschiedenen Rennserien sich angleichen. Und Rahmenbedingungen gab es wohl schon länger als die F1-WM...


Der sogannte Weltmtoor ist nicht anderes als der Einheitsmotor mit unterschiedlichen Ventildeckeln.
Eine techn. Sportart wird solange kastriert bis nichts mehr von ihr übrig bleibt .
Rahmenbedingungen sind was anderes als die Diktatur des techn. Einheitsbreis.
Eine "Weltmotor"- Reglementierung ist nichts anderes wie Malen nach Zahlen . Jeder darf selber malen aber es kommt der gleiche Mist raus .

Beitrag Dienstag, 10. November 2009

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AWE hat geschrieben:
Der sogannte Weltmtoor ist nicht anderes als der Einheitsmotor mit unterschiedlichen Ventildeckeln.
Eine techn. Sportart wird solange kastriert bis nichts mehr von ihr übrig bleibt .
Rahmenbedingungen sind was anderes als die Diktatur des techn. Einheitsbreis.
Eine "Weltmotor"- Reglementierung ist nichts anderes wie Malen nach Zahlen . Jeder darf selber malen aber es kommt der gleiche Mist raus .


Weiß nicht! Wenn nur die Rahmenbedingungen für den Motor vorgegeben werden, mit der premisse das der Motor für verschiedene Rennserien eingesetzt werden, finde ich die Idee als solche nicht schlecht.

Rahmenbingung zum beispiel:
2000 ccm ohne Aufladung für die Touren und Rallyewagen
2000 ccm ohne Aufladung mit Airristriktor für die F3 und F2
2000 ccm mit Kompressor für die GP2
2000 ccm mit Turbo für die F1
Bohrung, Hub Zylinderzahl und Abmessungen frei
NUR, wenn einer einen 4zyl für die F2 baut muss er auch den 4 Zyl Motor in der F1 einsetzen mit der gleichen Bohrung und Hub oder auch in der Rallye. Die Basis muß immer gleich sein.

Aber leider wird die FIA alles bis in kleinste vorgeben, bis auf das Wappen auf den Ventildeckeln und so eine gute Idee zum Einheitsbrei machen. Da muß ich dir recht geben, leider!

Beitrag Dienstag, 10. November 2009

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bschenker hat geschrieben:
Das hat nichts mit den Herstellern zu tun sondern mit den Regeln. Die vielfalt hatten wir in der Zeit als fast ausschliesslich Hersteller die F1 ausmachten. Danach haben es gute relativ preiswerte Motoren ermöglicht das auch kleine Teams erfolg haben können. Und zur Errinnerung der Cosworth DFV war nicht wegen Regeln beinahe zum Einheitsmotor geworden. Die Regel lautete 3l oder 1.5l mit Kompressor, die einzige andere Einschränkung (und das wahr schon eine Regel zuviel), nicht mehr als 12 Zylinder. Der Cosworth wurde einzig und allein Dominant weil es sich um einen der besten Motoren überhaupt ist.
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Stimmt so nicht ganz.
1,5 l mit Aufladung hieß es damals, nicht Kompressor und auch war auch die Zylinderzahl nicht spezifiziert. Wie erklärst du dir sonst den BRM H16 Motor?

Beitrag Dienstag, 10. November 2009

Beiträge: 3853
Also bevor wieder die Debatte um den fehlenden techn.Wettbewerb in der F1 beginnt sei nur mal erwähnt das bislang dieses Angleichen in den Rahmenbedingungen für die Motoren nur für die Rallye und Tourenwagen-WM gilt.

Für die F1 gab es unter Max zwar den Gedanken, aber keine konkrete Pläne und was uns der Napoleon für Sachen zaubert wissen wir noch nicht.

Beitrag Dienstag, 10. November 2009

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Auch ein Kompressor ist eine Aufladung, was die 16 Zylinder anbelangt, das war zwar am beginn erlaubt wurde dann jedoch auf höchstens 12 Zylinder limitiert, das Jahr genau erinnere ich mich nicht. Aber jedenfalls noch in der DFV Aera.
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Beitrag Dienstag, 10. November 2009

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bschenker hat geschrieben:
Auch ein Kompressor ist eine Aufladung, was die 16 Zylinder anbelangt, das war zwar am beginn erlaubt wurde dann jedoch auf höchstens 12 Zylinder limitiert, das Jahr genau erinnere ich mich nicht. Aber jedenfalls noch in der DFV Aera.
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Stimmt ein Kompressor ist eine art den Motor aufzuladen, aber halt nur eine. Das Regelwerk galt für alle arten der Aufladung.
Wenn ich mich nicht irre kam die Beschränkung der Zylinderzahl auf 12 gleichzeitig mit dem Verbot der sechsrädrigen Wagen, also ende 82.

Beitrag Dienstag, 10. November 2009

Beiträge: 4399
Soweit mir bekannt ist, wahren alle bisher verwendeten Systeme der Aufladung mittels Kompressoren der Unterschied liegt mehr in der Art des Kompressors. Entweder Mechanisch oder durch die Abgase angetriebenen Kompressoren.
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Beitrag Dienstag, 10. November 2009
AWE AWE

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bschenker hat geschrieben:
Das hat nichts mit den Herstellern zu tun sondern mit den Regeln. Die vielfalt hatten wir in der Zeit als fast ausschliesslich Hersteller die F1 ausmachten. Danach haben es gute relativ preiswerte Motoren ermöglicht das auch kleine Teams erfolg haben können. Und zur Errinnerung der Cosworth DFV war nicht wegen Regeln beinahe zum Einheitsmotor geworden. Die Regel lautete 3l oder 1.5l mit Kompressor, die einzige andere Einschränkung (und das wahr schon eine Regel zuviel), nicht mehr als 12 Zylinder. Der Cosworth wurde einzig und allein Dominant weil es sich um einen der besten Motoren überhaupt ist.
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Also ich finde nichts schlimmes dabei wenn sich etwas besonders gutes
wie der Cosworth V8 damals, breit macht . Solange es die Regeln zulassen wird es immer einen geben der meint mit seiner Idee besser zu sein . Ob das nun Renault mit dem Turbo war ,Lotus mit seiner Turbine ,
BMW mit seinem 4 Zyl. Turbo auf "Serien"-Block , Live mit dem W 12 ,BRM mit dem H16 und und und ...
Im Zeitraum der "3 Liter formel" gab es ja zBsp.diverse Möglichkeiten ,einen Fahrzeug anzutreiben Angefangen vom klassischen Hubkolben-Sauger über aufgeladene Motoren ,Gasturbinen ,Dieselmotoren ,Wankelmotoren usw.
Nicht alles wird sich durchsetzen aber irgednwann kommt eben was neues und es gibt den Generationenwechsel.
Aber dazu bedarf es natürlich eines durchdachten und langfristigen regelwerkes und mit beidem hat des die FIA ja schon seit jahrzehnten nicht mehr .

Beitrag Dienstag, 10. November 2009
AWE AWE

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bschenker hat geschrieben:
Auch ein Kompressor ist eine Aufladung, was die 16 Zylinder anbelangt, das war zwar am beginn erlaubt wurde dann jedoch auf höchstens 12 Zylinder limitiert, das Jahr genau erinnere ich mich nicht. Aber jedenfalls noch in der DFV Aera.
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1966 kam die " 3 Liter formel "
Erlaubt waren Hubkolben Saugmotoren bis 3000 ccm ,aufgeladenen motoren bis 1500 ccm , sowie Fasturbinen ,Wankelmotoren Dieselmotoren und diverse andere Antriebsarten nach festlgelegter
Wettbewerbsgleichheit . Eine Anzahl der Zyl. ,eine spezielle Bauweise des motors u.ä. war nicht viorgeschrieben

1972 wurde die Zyl. Zahl auf 12 für hubkolbenmotoren begrenzt

1986 werden alle Motorenkonzepte ausser dem 1,5 liter Turbo verboten .

Beitrag Mittwoch, 11. November 2009

Beiträge: 4399
AWE hat geschrieben:
Also ich finde nichts schlimmes dabei wenn sich etwas besonders gutes
wie der Cosworth V8 damals, breit macht . Solange es die Regeln zulassen wird es immer einen geben der meint mit seiner Idee besser zu sein . Ob das nun Renault mit dem Turbo war ,Lotus mit seiner Turbine ,
BMW mit seinem 4 Zyl. Turbo auf "Serien"-Block , Live mit dem W 12 ,BRM mit dem H16 und und und ...



Das ist genau der springende Punkt. Heute ist man vor allem bemüht alles Gleichzuschalten und darauf zu achten das keiner die vorgegebene Linie verlässt. Abweichungen werden höchstens aktzeptiert wenn es der Sporthoheit gelegen kommt um Ihre Ideen durchzusetzen.
Das gleiche passiert mit den Strecken und damit will man das erklärte Ziel (wenigstens sagt man dass) nähmlich, das A und O des Motorsportes, das Überhohlen auf der Strecke ermòglichen.
Da müssen wir auf Wetterkapriolen oder Reifenprobleme hoffen das überhaupt Spannung aufkommt.

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Beitrag Mittwoch, 11. November 2009

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Ich habe ja keine Probleme mit unterschiedlichen Motorkonzepten, im Gegenteil. Wenn die Rahmenbedingungen stimmen soll jeder Konstrukteur machen was er will. Und hier liegt das Problem der letzten Jahre. Der Motor muß 2600ccm haben (ist ok für mich). Dann aber gehts los: die Zylinder zahl ist vorgegen, die Materialien sind vorgegeben (ok, Beryllium Gehäuse mit Natriumkühlung muß nicht sein) die Winkel, die art der Benzineinspritzung, die Elektronik usw und sofort. Wenn Ferrari einen Boxer 12zyl will, sollen sie doch und wenn Renault sich von einen 6 Zyl. Reihenmotor Vorteile erhofft, umso besser. Nur beim Weltmotor (in meiner Vorstellung eines Weltmotors) müssten sie ihre Konzepte auch in den anderen Klassen fortführen. Sprich, der Renault WRC müsste dann auch mit einen Reihen 6 zyl fahren.
Nur leider sieht die FIA das wahrscheinlich anders und wird dabei auch wieder alles bis ins letzte Detail vorschreiben und eine im Ansatz gute Idee zu tode regulieren.

Beitrag Samstag, 28. November 2009

Beiträge: 10919
Also VW kann sich offenbar für die Weltmotor-Idee begeistern... Ob das natürlich nun eine gute oder schlechte Wertung für die Idee ist sei dahingestellt... :D) Auf jeden Fall ist es für VW mal ein gewaltiger Fortschritt, endlich mal über vernünftigen Motorsport nachzudenken statt ihren hässlichen Möchtegern-Geländewagen durchs Niemandsland zu jagen...
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

"I'm just trying to race and this sport these days is more about penalties than about racing. "

Beitrag Samstag, 16. Oktober 2010

Beiträge: 10919
Auch wenn das Thema hier (leider) auf wenig Gegenliebe trifft hole ich es mal wieder hoch, da von einigen teilweise nicht unbedeutenden Stellen (FIA, Industrie...) doch immer wieder signalisiert wird, dass im Hintergrund weiter zielstrebig daran gebastelt wird - ob nun mit F1 oder ohne...
Laut MSa diese Woche outete sich ja Todt inzwischen als Fan der Idee. Fakt ist wohl auch, dass einige in der Industrie (zumindest die, die auch gern mal über den Tellerrand schauen...) das Ganze mehr als toll finden, was ich aufgrund der möglichen serienübergreifenden Synergien auch verstehe. Ecclestone wird hingegen den Teufel tun und etwas für gut befinden, was im Schatten seiner F1 wachsen und gedeihen könnte - ziemlich kurzfristig und egoistisch gedacht...
"Halboffiziell" scheint ja wohl eine motorentechnische Annäherung zwischen WTCC und WRC zu sein - gibts da schon Richtwerte, die auf einen weiteren Ausbau des Konzepts deuten, z.B. der spätere kleinste gemeinsame Nenner (Hubraum, Zylinderzahl usw.)?
Meiner Meinung nach sollte man von FIA-Seiten auch mal knallhart das Gesamtkonzept in den Raum stellen und dann anfangen, die verschiedenen möglichen Klassen mit einzubinden oder halt auch nicht...
Also z.B. so:
F1 ja oder nein? Wenn ja, welche Komponenten machen aus dem Basiskonzept eine exklusive F1-Technik?
WTCC und WRC als Basis - davon abgeleitet eventuell noch eine Junior-WRC?
Auf Basis des WTCC/WRC-Aggregates Formel-Motoren für GP2 und F3?
Wie bekommt man die stark LeMans-lastige GT-Szene mit ins Boot?
Gibts auch ne Chance, das neue DTM-Konzept (oder TW FIA Klasse 1) mit einzubinden? Wenn ja wie schnell, immerhin bewegt sich da ja gerade einiges...
Und bitte kein "Schei* Einheitsmotor", erstens ist er das nicht, zweitens wird das Konzept über kurz oder lang kommen (müssen), drittens ist es nicht so schlecht wie es alle machen und viertens gehts momentan nur um grundsätzliche Dinge...
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

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Beitrag Samstag, 16. Oktober 2010

Beiträge: 3853
Junior-WRC gibt's nicht mehr ab nächstem Jahr, dafür neu die FIA Academy die entweder einen Fiesta R2 oder einen Twingo R2 verwenden wird...

Nächstes Jahr fahren ja bereits WTCC und WRC mit dem selben Motor, 1,6L Turbo, wobei ich da skeptisch bin, ob die WRC nicht bald wieder am Reglement schrauben muss. Der 1,6L Turbo ist was man so hört, auch zu teuer für die WRC, und das ganze wurde auch nur durchgeboxt auf Wunsch von Ford und Citroen, die keine Konkurrenz wollten (ursprünglich sollte die WRC ja einfach das S2000 Format adoptieren und dann hätten Skoda, Peugeot, Fiat usw. auch mitmachen können). Das hat auch einige Hersteller abgeschreckt, so z.B. Toyota die nicht so begeistert sind, dass die Europäer in der WRC das Reglement diktieren und interessiert wären, einen S2000 für mehrere Serien zu entwerfen, der auch evtl. bei den Tourenwagen einsetzbar wäre...

Beitrag Samstag, 16. Oktober 2010
AWE AWE

Beiträge: 13287
Mav05 hat geschrieben:
Auch wenn das Thema hier (leider) auf wenig Gegenliebe trifft hole ich es mal wieder hoch, da von einigen teilweise nicht unbedeutenden Stellen (FIA, Industrie...) doch immer wieder signalisiert wird, dass im Hintergrund weiter zielstrebig daran gebastelt wird - ob nun mit F1 oder ohne...
Laut MSa diese Woche outete sich ja Todt inzwischen als Fan der Idee. Fakt ist wohl auch, dass einige in der Industrie (zumindest die, die auch gern mal über den Tellerrand schauen...) das Ganze mehr als toll finden, was ich aufgrund der möglichen serienübergreifenden Synergien auch verstehe. Ecclestone wird hingegen den Teufel tun und etwas für gut befinden, was im Schatten seiner F1 wachsen und gedeihen könnte - ziemlich kurzfristig und egoistisch gedacht...
"Halboffiziell" scheint ja wohl eine motorentechnische Annäherung zwischen WTCC und WRC zu sein - gibts da schon Richtwerte, die auf einen weiteren Ausbau des Konzepts deuten, z.B. der spätere kleinste gemeinsame Nenner (Hubraum, Zylinderzahl usw.)?
Meiner Meinung nach sollte man von FIA-Seiten auch mal knallhart das Gesamtkonzept in den Raum stellen und dann anfangen, die verschiedenen möglichen Klassen mit einzubinden oder halt auch nicht...
Also z.B. so:
F1 ja oder nein? Wenn ja, welche Komponenten machen aus dem Basiskonzept eine exklusive F1-Technik?
WTCC und WRC als Basis - davon abgeleitet eventuell noch eine Junior-WRC?
Auf Basis des WTCC/WRC-Aggregates Formel-Motoren für GP2 und F3?
Wie bekommt man die stark LeMans-lastige GT-Szene mit ins Boot?
Gibts auch ne Chance, das neue DTM-Konzept (oder TW FIA Klasse 1) mit einzubinden? Wenn ja wie schnell, immerhin bewegt sich da ja gerade einiges...
Und bitte kein "Schei* Einheitsmotor", erstens ist er das nicht, zweitens wird das Konzept über kurz oder lang kommen (müssen), drittens ist es nicht so schlecht wie es alle machen und viertens gehts momentan nur um grundsätzliche Dinge...


Bin ja bekanntlich ein Hardcore-Feind des "Einheitsmotors" ,weil es den Sinn der einzelnen Motorsportklassen entgültig ab absurdum führt .
Die DTM ,früher mal die Tourenwagen-Meisterschaft ,der logische Spielplatz der Großserienhersteller sollte doch wie der Name schon sagt ,von Tourenwagen ,sprich Serienähnlichen Fahrzeugen , befahren werden . Da sollte dann doch wenigstens das Antriebskonzept ,sprich der Motor geistiges Eigentum des Herstellers sein ,der in dieser Serie mit seinem Namen wirbt .
Rallye ,eigentlich mal ganz früher die Extremprüfung für Serienfahrzeuge und heutiges Aushängschild der Hersteller für robuste und "alltagstaugliche" Technik hat das gleiche Problem .
Warum ein F1 Motor das gleiche Grundkonzept haben muss wie ein Rallyemotor oder ein DTM Triebwerk ist mir vollkommen schleierhaft .

Das erinnert mich an Legoland wo aus den gleichen Bausteinen einfach nur unterschiedliche Häuschen gebaut werden . Teilweise raffiniert gemacht und schön an zu schauen aber denoch einfach nur Spielzeug .

Beitrag Samstag, 16. Oktober 2010
AWE AWE

Beiträge: 13287
Anarch hat geschrieben:
Junior-WRC gibt's nicht mehr ab nächstem Jahr, dafür neu die FIA Academy die entweder einen Fiesta R2 oder einen Twingo R2 verwenden wird...

Nächstes Jahr fahren ja bereits WTCC und WRC mit dem selben Motor, 1,6L Turbo, wobei ich da skeptisch bin, ob die WRC nicht bald wieder am Reglement schrauben muss. Der 1,6L Turbo ist was man so hört, auch zu teuer für die WRC, und das ganze wurde auch nur durchgeboxt auf Wunsch von Ford und Citroen, die keine Konkurrenz wollten (ursprünglich sollte die WRC ja einfach das S2000 Format adoptieren und dann hätten Skoda, Peugeot, Fiat usw. auch mitmachen können). Das hat auch einige Hersteller abgeschreckt, so z.B. Toyota die nicht so begeistert sind, dass die Europäer in der WRC das Reglement diktieren und interessiert wären, einen S2000 für mehrere Serien zu entwerfen, der auch evtl. bei den Tourenwagen einsetzbar wäre...



Es ist halt immer ein Problem wenn den Herstellern zu viel Macht gegeben wird . Da kommt nix gescheites bei raus ,egal ob F1 oder WRC

Beitrag Samstag, 16. Oktober 2010

Beiträge: 10919
Das Problem ist halt, dass dieses Konzept immer auch einen Kompromiss darstellen muß, dem sich halt der eine oder andere beugen muß - es ist halt wie "der kleinste gemeinsame Nenner". Deshalb meine ich ja auch, dass man nicht halbherzig mit WTCC/WRC anfangen darf sondern gleich die weiteren Perspektiven mit in den Raum stellt. Und wenn man Toyota erklärt, mit dem Ding neben Rallye (und bei Interesse WTCC) auch noch F3 fahren zu können, gegebenenfalls mal wieder eine darauf basierende Variante nach LeMans zu schicken oder auf gleicher Basis die DTM noch wohlwollender zu prüfen und selbst nach "ganz oben" wieder nen Fuß in der Tür zu haben dann hören die das vielleicht ähnlich gern wie die Verantwortlichen in München und Wolfsburg/Stuttgart...
"Wir sind beide tolle Fahrer, nur dass der eine mehr Glück hatte, so lange Zeit in einem so guten Auto zu sitzen."

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Beitrag Samstag, 16. Oktober 2010

Beiträge: 3853
Es wäre kein Kompromiss nötig gewesen hätte die FIA nicht die Schnapsidee gehabt, die S2000-Formel zu begraben. Eine relativ seriennahe Formel die auch kostengünstig ist (man siehe sich nur die IRC-Startlisten in Sanremo oder Tschechien an) und auch genügend Herstellerinteresse hat (Peugeot, Skoda, Ford, Fiat, Proton, VW, Toyota, Opel, MG) und auch noch genügend weitere interessiert hat (Suzuki, Toyota* u.a.) doch das alles hätte für Ford und Citroen bedeutet, dass auf einmal wieder 7-8 Hersteller ihnen den Kampf angesagt hätten und das wollten sie nicht.

Die FIA hat, passend zu ihrer eierlosen Politik, nachgegeben und den 1,6L Turbo beschlossen, jetzt haben wir nächstes Jahr ein World Rally Car das zwar halb so viel kostet wie ein C4 WRC aber dafür doppelt so viel wie ein S2000 und das am Anfang der Entwicklungsphase (des World Rally Cars)!!!

Wie das bei den Tourenwagen ist, weiß ich nicht, da kenne ich mich zu wenig aus, ich hab den Eindruck dass der 1,6L Turbo dort doch den ein oder anderen Hersteller hervorlockt (hab gelesen Volvo soll nächstes Jahr dazukommen) aber es hat keinen Sinn eine gemeinsame Plattform für zwei Serien zu forcieren, wenn es nur in einer funktioniert..

Schließlich darf man nicht vergessen dass BMW-Mini nur in die WRC eingestiegen ist weil sie den Motor schon hatten, der übrigens in Kooperation mit PSA entwickelt wurde...

* ist kein Fehler - Toyota hat bereits zwei homologierte S2000 die aber bereits etwas veraltet sind (in Südafrika gewinnen sie immer noch!)
Zuletzt geändert von Anarch am Samstag, 16. Oktober 2010, insgesamt 1-mal geändert.

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