Eine Vollzeitstelle als Rennfahrer hat Jacques Villeneuve für das Jahr 2007 noch nicht gefunden, aber für 24 Stunden kehrt er in Le Mans ins Cockpit zurück. Das gab Peugeot wie erwartet am Mittwochvormittag in Paris bekannt. Die Franzosen werden mit zwei Peugeot 908 am Langstreckenklassiker teilnehmen. Einer wird von Villeneuve und den beiden Ex-F1-Piloten Pedro Lamy und Marc Gene gesteuert. Der zweite wird vom französischen Trio Stephan Sarrazin, Nicolas Minassian und Sebastian Bourdais gelenkt.
Die Initiative zu Villeneuves Einsatz in Le Mans ging von Peugeot aus, ließ der Team Manager Serge Saulnier wissen. "Jacques ist jemand, der in jedem Bewerb, in dem er angetreten ist, gewonnen hat. Ich denke im speziellen an die Indianapolis 500 und an die Formel 1 Weltmeisterschaft. Ich mag seinen Sportsgeist und ich wusste, dass er davon träumte, in Le Mans teilzunehmen. Als ich ihn kontaktiert habe, überzeugte er mich, dass er der erste Fahrer sein könnte, der die Formel 1 Weltmeisterschaft, den Champ Car Titel, die Indianapolis 500 und die 24 Stunden von Le Mans gewinnt", erzählte Saulnier.
Generell sei es ihm bei der Fahrerwahl aber nicht um besondere Namen gegangen, führte Saulnier weiter aus. Er wollte Fahrer mit speziellen Qualitäten, namentlich Schnelligkeit und Konstanz. "Wir brauchen Fahrer, die wissen, wie sie bei allen Bedingungen das Beste aus dem Auto herausholen können, vor allem wenn sich die Strecke verändert. Zudem müssen sie im Verkehr zurecht kommen und in ausgezeichneter physischer Verfassung sein. Ich habe ursprünglich auf jene in der Formel 1 und junge ehemalige Formel-1-Fahrer geschaut und es gibt darunter nicht viele, die diese Qualitäten haben", erklärte Saulnier.
Zu allererst hatte Saulnier seine Fühler aber in Richtung deutscher oder englischer Fahrer ausgestreckt, gestand er ein. "Es ist offensichtlich, dass ein Hersteller wie Peugeot kein vollkommen französisches Team in so einem groß angelegten Programm haben kann. Nichtsdestotrotz hatte ich keine besonderen Richtlinien. Zu Beginn richtete ich meinen Blick auf Deutsche und Englische Fahrer, aber viele davon waren in der Formel 1 verpflichtet." Um wen es sich dabei genau gehandelt hat, verriet Saulnier aber nicht.

diese Motorsport Nachricht