Drei Fahrer, drei Gefühlslagen. Jens Klingmann schwebte nach seinem zweiten Sieg in Folge auf Wolke sieben, Philipp Eng war der vierte Rang mehr recht als schlecht und Jens Höing war mit seiner Leistung überhaupt nicht zufrieden. Ehre wem Ehre gebührt, fangen wir mit dem Sieger an. Durch den Start-Ziel-Erfolg ist Jens Klingmann in der Meisterschaft bis auf zwei Punkte an die beiden Spitzenreiter Eng und Marco Wittmann herangefahren. "Das Rennen war natürlich super, was soll man da groß sagen? Es ist einfach ein geiles Gefühl", bilanziert Klingmann. "Meine Taktik ist voll aufgegangen und ich konnte mich nach dem Start direkt absetzen. Mal schaun wie es morgen läuft, immerhin habe ich die selbe Startposition. Ich erwarte einen Platz unter den ersten Drei, am besten wäre der Sieg."

Philipp Eng startete vom dritten Platz ins Rennen, musste seine Hoffnungen auf ein Platz auf dem Podium aber schnell begraben. "Das Hauptproblem war der Start. Ich hatte zwar keine schlechte Reaktionszeit, aber danach ist die Drehzahl in den Keller gefallen. Wahrscheinlich habe ich die Reifen zu sehr aufgewärmt", erklärt Eng motorsport-magazin.com. "Eine Runde später bin ich schlecht aus der letzten Kurve gekommen und Marco Wittmann konnte mich überholen. Ich habe mich gar nicht groß gewehrt, denn er hatte einen großen Geschwindigkeitsüberschuss." Genau das ist auch der Ansatzpunkt für das zweite Rennen am Sonntag. "Eigentlich ist das Auto perfekt, es fehlt nur an der Höchstgeschwindigkeit. Das Team wird bis zum Rennen sicher einen Schritt vorwärts machen."

Gar nicht rund lief es dagegen bei Jens Höing. Der GU-Racing-Pilot kam nur auf dem zwölften Platz ins Ziel. "Das Rennen ist ziemlich schlecht gelaufen. Wir haben nach dem Qualifying das Auto nochmals umgebaut - aber dadurch ist es nur noch katastrophaler geworden. Es war einfach richtig schlecht, es gibt nichts zu beschönigen. Auf den Geraden sind die Gegner teilweise einfach an mir vorbeigefahren, da hatte ich gar keine Chance", so Höing nach dem Rennen. Doch was kann man an einem Auto oder sich selbst noch alles bis zum zweiten Lauf verändern? Höing hat eine Antwort: "Bekanntlich bin ich abergläubisch, deshalb bin ich gestern nach dem mäßigen Qualifying extra noch nach Hause nach Berlin gefahren, um mir einen anderen Rennanzug zu besorgen. Das hat heute nicht geholfen - insofern werde ich das heute nicht noch einmal machen. Grundsätzlich lief es bei den Testsessions hier immer recht gut, spezielle Probleme gibt es nicht. Wir werden für morgen einfach beim Setup etwas komplett anderes ausprobieren und schauen, ob es dann besser funktioniert. "