Das Saisonfinale war nicht ganz so erfolgreich wie der Saisonauftakt in Hockenheim, aber wer als Gesamtsechster anreist und als Dritter wieder abreist, darf sich nicht beschweren. Das Wochenende begann schon im Freien Training ganz gut und die beiden Qualifyings waren mit einer Pole und einem 2. Startplatz nahezu perfekt.

Das gesamte Wochenende stand im Zeichen des 3. Platzes in der Meisterschaft. Aus diesem Grund bin ich in den beiden Rennen eher auf Nummer sicher gegangen, um mein Saisonziel auch ja zu erreichen. Im ersten Rennen wurde ich gleich in der ersten Runde von Martin Ragginger überholt, den ich danach nicht mehr angreifen konnte, weil er mindestens genauso schnell war wie ich. Mit Platz 2 konnte ich aber viele Punkte im Meisterschaftskampf sammeln, vor allem da mit Nick de Bruijn einer meiner Hauptkonkurrenten ausgefallen ist.

Am Sonntag konnte ich als Dritter noch einmal aufs Podium fahren. Die Rundenzeiten waren gut und mit dem Podestplatz konnte ich dem Team noch einen schönen Saisonabschluss bescheren - und nicht zuletzt Platz 3 in der Meisterschaft sichern.

Neue Herausforderungen

Insgesamt bin ich mit meiner letzten Saison in der Formel BMW zufrieden. Es gab ein paar Durchhänger, aber vor Saisonbeginn hatte ich mir eine Position unter den besten Drei der Meisterschaft zum Ziel gesetzt und das habe ich auch erreicht.

Als Krönung darf ich am 23. November im Rahmen des 2. Formel BMW Weltfinales in Valencia einen BMW Sauber F1-Boliden testen. In der Woche vor Hockenheim war ich schon im Werk in Hinwil, um dort meinen Sitz anzupassen und die Pedale einzustellen. Selbst werde ich beim Weltfinale aber nicht mehr antreten. Ich konzentriere mich voll auf den Formel 1-Test und trainiere darauf hin. Mehr als gewinnen kann ich beim Weltfinale nicht - und das habe ich ja schon im letzten Jahr geschafft. Deshalb gilt meine volle Konzentration dem F1-Test in Valencia. Aus diesem Grund bestreite ich momentan auch in der Klinik in Augsburg ein spezielles Trainingsprogramm für meine Nackenmuskulatur.

2007 geht es dann in die Formel 3 EuroSeries. Das erste Jahr in der Formel 3 wird ganz bestimmt ein Lernjahr. Die F3 EuroSerie ist für mich eine komplett neue Serie, in der viele starke Fahrer an den Start gehen. Aber ich werde trotzdem versuchen gute Einzelresultate einzufahren und so viel wie möglich zu lernen. Die Autos unterscheiden sich mit ihrer ausgefeilten Aerodynamik und noch mehr PS natürlich deutlich von den Formel BMW-Boliden. Aber umso mehr Kilometer ich damit gefahren bin, desto besser sollte ich damit zurecht kommen.