Im elften Lauf der Formel BMW Deutschland auf dem Nürnberger Norisring ging es heiß her. Bei einer Asphalttemperatur von 37 Grad und 33 Grad Lufttemperatur behielt Mika Mäki (FIN/Eifelland Racing) einen kühlen Kopf. Der 18 Jahre alte Finne siegte in einem Rennen mit zahlreichen Positionswechseln vor Nick de Bruijn (NLD/Josef Kaufmann Racing) und Christian Vietoris (Lissendorf/Josef Kaufmann Racing). Als bester Rookie kam am Samstag Jens Klingmann (Leimen/Eifelland Racing) auf Platz vier ins Ziel.
Als Mäki auf dem Siegerpodest stand, blickte er auf jubelnde Eifelland-Teammitglieder und eine liebevoll geschwenkte finnische Flagge. "Ich wusste, dass ich hier gewinnen kann. Schließlich habe ich auf dieser Strecke im vergangenen Jahr meinen ersten Sieg gefeiert", berichtete ein vor Freude strahlender Mäki. Der Blondschopf, der zu den Rennen der Formel BMW Deutschland aus dem finnischen Pirkkala immer per Fähre und Auto anreist, spürte die positive Anspannung vor seinem Lieblingsrennen bereits, als er deutschen Boden betrat. "Es war ganz komisch, aber ich war sofort voller Energie und freute mich unglaublich auf Nürnberg", erzählte Mäki.
Mit den Positionen zwei und drei fuhr das Team von Josef Kaufmann Racing wichtige Punkte ein. "Sensationell ist die Kulisse des Norisrings. Die Nähe zu den Zuschauern motiviert jeden Rennfahrer ganz besonders", lobte der Zweitplatzierte de Bruijn. Der Niederländer geht am Sonntag vom zweiten Startplatz ins Rennen und möchte am Ende ganz oben auf dem Treppchen stehen: "Ich liebe diese Strecke!" Nicht ganz zufrieden war der Meisterschaftsführende Vietoris. "Mit der ersten Schikane komme ich einfach nicht zurecht und lasse dort jede Menge Zeit liegen", haderte der 17-Jährige.
Nach elf von 18 Läufen führt Vietoris (178 Punkte) in der Meisterschaftswertung vor Mäki (110) und Stefano Coletti (MCO/ADAC Berlin-Brandenburg, 97), der als Sechster die Zielflagge sah. Mit Platz vier im Gesamtklassement übernahm Klingmann erstmals die Führung in der Rookie-Wertung. Der Leimener liegt mit 167 Zählern an der Spitze der Neueinsteiger vor dem Österreicher Philipp Eng (ADAC Berlin-Brandenburg, 164) und Maximilian Wissel (Hörstein/GU-Racing Motorsportteam, 109).

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