Christian Vietoris (Lissendorf/Josef Kaufmann Racing) beherrscht das Fahrerfeld der Formel BMW Deutschland. Zum fünften Mal in Folge sah er in dieser Saison als Erster die Zielflagge. Am Samstag verwies er auf der Rennstrecke in Oschersleben Stefano Coletti (MCO/ADAC Berlin-Brandenburg) und Sergio Perez Mendoza (MEX/ADAC Berlin-Brandenburg) auf die Podiumsplätze zwei und drei. Als bester Rookie stand erstmals Fabio Leimer (CHE/Team Rosberg) auf dem Siegertreppchen.
Beim Champagnerspritzen hielt sich Start-Ziel-Sieger Vietoris etwas zurück. "Meinem Team muss ich immer etwas von dem Champagner mitbringen. Das gilt als gutes Omen für das nächste Rennen", erklärte der 17 Jahre alte Pilot. Am Sonntag geht Vietoris erneut von Startplatz eins auf die Strecke. Seine gute Form vom Nürburgring konnte Coletti bestätigen. "Wichtig sind die Punkte für die Meisterschaftswertung", sagte der zufriedene Monegasse. In der Tabelle führt Vietoris mit 130 Punkten vor Mika Mäki (FIN/Eifelland Racing, 74), Marco Holzer (Bobingen/AM-Holzer Rennsport GmbH, 59) und Coletti (56).
"Auf dieser Strecke ist es sehr schwer zu Überholen", berichtete Mendoza, der sich von Position fünf aufgrund eines Fahrfehlers von Formel BMW Weltfinalsieger Holzer auf Platz drei vorarbeiten konnte. In einem ganz knappen Finish kam er vor Martin Ragginger (AUT/ADAC Berlin-Brandenburg) ins Ziel. Sein neuer Rennanzug, im gleichen Design wie sein Auto, brachte Holzer kein Glück. "Ich hatte Druck von hinten. Dann kam ich von der Strecke ab", sagte der 17 Jahre alte Doppelsieger von Hockenheim frustriert. Am Ende blieb ihm Platz sechs.
Als bester Rookie und von BMW geförderter Junior-Fahrer freute sich Leimer über Platz acht. "Mein Team hat sich mit mir so viel Mühe gemacht, aber in den ersten Rennen lief es einfach nicht. Jetzt geht´s aufwärts", erklärte der Schweizer. In der Wertung für Neueinsteiger liegt Philipp Eng (AUT/ADAC Berlin-Brandenburg, 125) vor Jens Klingmann (Leimen/Eifelland Racing, 92) und Patrick Kronenberger (Friedrichshafen/Josef Kaufmann Racing, 80).
Als Teamerfolg konnte Mücke Motorsport den Samstag für sich verbuchen: die Plätze zwei bis vier gingen an das Team aus Berlin. Fünf Mücke-Fahrer fuhren in die Top 10.

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