Beim Saisonauftakt der Formel BMW Deutschland in Hockenheim überzeugte Marco Holzer (Bobingen/AM-Holzer Rennsport GmbH) mit zwei Siegen am Rennwochenende. Am Samstag kam er ebenso wie am Sonntag vor Christian Vietoris (Lissendorf/Josef Kaufmann Racing) und Mika Mäki (FIN/Eifelland Racing) ins Ziel. "Endlich konnte ich beweisen, dass mein Erfolg beim Formel BMW Weltfinale in Bahrain keine Eintagsfliege war", jubelte der 17 Jahre alte Bobinger.
Zwischen Holzer, der von der Pole Position ins Rennen ging, und Vietoris kam es zu einem spannenden Kampf um den Sieg. Nach einem Fahrfehler musste Kaufmann-Pilot Vietoris seine kurzzeitige Führung wieder abgeben. "Ich habe einen Fehler gemacht und kam auf die schmutzige Linie. Marco konnte dies für sich nutzen." Beide Piloten fuhren bereits im vergangenen Jahr in der Formel BMW, allerdings ließ der Erfolg auf sich warten. Die Winterpause nutzen die Youngster, um sich optimal vorzubereiten.
"Mein Schwerpunkt lag auf dem Ausdauertraining. Ich bin sechs Mal pro Woche mindestens eine Stunde Laufen gegangen", verriet Vietoris. Auch Holzer legte besonderen Wert auf seine Fitness. Unter professioneller Anleitung absolvierte er zahlreiche Kraft- und Ausdauereinheiten. "Selbst jetzt am Rennwochenende bin ich um 5.30 Uhr aufgestanden und war Joggen. Auf das Rennen um 9 Uhr hat sich das optimal ausgewirkt", erklärte Holzer.
Doch auch die Konkurrenz will die neue Saison nicht verschlafen. "Zweimal Platz drei ist okay", erklärte Mäki, "aber bei den kommenden Rennen will ich ganz nach vorn. Mein Ziel lautet immer Platz eins". Zufrieden mit seiner Leistung zeigte sich der bestplatzierte Rookie Philipp Eng (AUT/ADAC Berlin-Brandenburg). Der Neueinsteiger in die Formel-Serie belegte in beiden Läufen des Wochenendes jeweils Platz sieben.
Die Gruppe der von BMW geförderten Junioren konnte zum Auftakt zahlreiche Punkte verbuchen. Am Sonntag platzierte sich Nick de Bruijn (NLD/Josef Kaufmann Racing) als Sechster, Patrick Kronenberger (Friedrichshafen/Josef Kaufmann Racing) wurde Achter und Jens Klingmann (Leimen/Eifelland Racing) beendete das Rennen auf Position zehn. Insgesamt gingen 21 Fahrer aus elf Nationen bei der Formel BMW Deutschland ins Rennen.

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