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18 Zoll Räder

Fragen und Antworten über die Technik in der Formel 1.
Beitrag Mittwoch 9. Juli 2014, 16:04

Beiträge: 1199
Heute wurden in Silverstone die 18 zöller von Pirelli vorgestellt und Probe gefahren.
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Was haltet ihr davon?
Für mich sieht das abartig aus. Gepimpter Golf III oder so in der Art. :roll:
Der erste Spott ist im Autosport Forum auch schon am rum geistern:
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Liebesgrüße von Ali G. :lol:
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(c) by Mark Twain

Beitrag Mittwoch 9. Juli 2014, 16:44

Beiträge: 2951
Gibt bei weitem schlimmeres, was es in der Formel 1 zu verbessern gäbe als die Räder. Ich finds persönlich nicht schlecht, erinnert ein bisschen an die Räder, die auf LMPs gefahren werden. Außerdem würde es wohl, so wie ich das verstanden habe, einiges an Anpassungsarbeit an den Autos erfordern, wodurch sich das Kräftverhältnis noch mal verändern könnte. Und das fände ich eigentlich gar nicht mal so schlecht.
R.I.P. Marco Simoncelli
20.01.1987-23.10.2011

Beitrag Mittwoch 9. Juli 2014, 22:40

Beiträge: 1199
An Autos mit Kotflügen sind die Reifen Okay, aber bei Formel Rennwagen gehören dicke Walzen hinten drauf. Nenn mich Old Fashoned.
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Beitrag Donnerstag 10. Juli 2014, 10:17

Beiträge: 39241
Seh ich ganz genauso: Ich finde die Reifen sollten eher breiter statt höher werden. So wie ich das verstanden hab, braucht man wegen solchen Wagen ein komplett neues Chassis - kostet wieder ewig viel. Völlig unnötig also.

Die Reifen gehören definitiv verändert, das betrifft aber vor allem die Mischungen. Es muss endlich wieder richtige Rennreifen geben, nicht diese viel zu schnell abbauenden Pirelli-Kaugummis.

Und wie gesagt, lieber wieder breit/fett statt hoch!

Beitrag Donnerstag 10. Juli 2014, 19:17

Beiträge: 6484
In meinen Augen totaler Mist. Sieht haesslich aus, aber was erwartet man. Fuer GT, DTM, oder ist es ja ok, dass sind auch mehr "Auto"rennwagen, aber bei Formelwagen passt das in meinen Augen nicht.
Kimi Raikkonen

Beitrag Donnerstag 10. Juli 2014, 22:11

Beiträge: 19124
Ich finde die 18 Zoll Reifen irgendwie schick.

Aber ich denke die F1 hat andere Probleme und von mir aus kann man ruhig bei den alten Reifen bleiben.

Letztlich hat Pirelli natürlich auch ein Interesse daran irgendwie Aufmerksamkeit zu bekommen. Vor allem aber will man damit wohl den know-how-Transfer zwischen F1 und Serie intensivieren.
Dieser Beitrag ist automatisch generiert und ohne Unterschrift rechtsgültig.

Beitrag Freitag 11. Juli 2014, 12:05

Beiträge: 39241
Was will man da für die Serie groß transferieren von Reifen, die nach paar Runden kaputt sind. Ich denke da könnte man viel mehr über Mischungen etc machen, als so.

Beitrag Freitag 11. Juli 2014, 13:01

Beiträge: 2951
Das mit dem Serientransfer dürfte sowieso größtenteils Marketing sein. Nur hilft es dabei halt, wenn der Rennreifen eher wie das Straßenprodukt aussieht. Am Serientransfer dürfte es ohnehin schon haken, weil die aktuelle Reifengeneration absolut nichts revolutionäres an sich hat. Sowas hätte man auch schon vor 10-20 Jahren bauen können. Die tatsächlichen Neuentwicklungen, die dann auch eventuell für die Straße interessant sein könnten, tauchen eher woanders auf, zum Beispiel die profillosen Regenreifen in Le Mans.
R.I.P. Marco Simoncelli
20.01.1987-23.10.2011

Beitrag Freitag 11. Juli 2014, 13:28
0ph 0ph

Beiträge: 1331
Profillose Regenreifen? Bitte mehr ^^

Beitrag Freitag 11. Juli 2014, 14:12

Beiträge: 2951
Hab noch mal nachgesehen, die "vollen" Regenreifen haben schon noch Profil, nur die von Michelin eingesetzten Intermediates sind profillos. Trotzdem finde ich aber, wenn, dann sollte es sowas auch und vor allem in der Formel 1 geben, wenn man schon den Anspruch erhebt, technisch die Spitze des Motorsports darzustellen.
R.I.P. Marco Simoncelli
20.01.1987-23.10.2011

Beitrag Samstag 12. Juli 2014, 12:04

Beiträge: 39241
Seh ich ganz genauso. Stattdessen haben wir Kaugummi-Reifen von Pirelli...

Beitrag Sonntag 13. Juli 2014, 07:52

Beiträge: 6484
Ich stimm dem Serienzeugs da zu. Formel 1 ist Formel 1, das ist Rennsport auf eine Niveau, der fuer die Strasse unbrauchbar ist. Von daher ist es ein ziemlich dummes Argument.
Kimi Raikkonen

Beitrag Dienstag 15. Juli 2014, 11:46

Beiträge: 0
MichaelZ hat geschrieben:
Seh ich ganz genauso. Stattdessen haben wir Kaugummi-Reifen von Pirelli...


Dieses Jahr doch nicht mehr.

Beitrag Dienstag 15. Juli 2014, 12:06

Beiträge: 39241
Auch dieses Jahr gibt es noch Rennen mit drei Stopps. Silverstone war mal gut, insgesamt ist die Situation natürlich besser als 2012 und 2013, aber mit richtigen Rennreifen wie vor der Pirelli-Ära sind die Walzen nicht zu vergleichen.

Beitrag Donnerstag 17. Juli 2014, 09:13

Beiträge: 0
MichaelZ hat geschrieben:
Auch dieses Jahr gibt es noch Rennen mit drei Stopps. Silverstone war mal gut, insgesamt ist die Situation natürlich besser als 2012 und 2013, aber mit richtigen Rennreifen wie vor der Pirelli-Ära sind die Walzen nicht zu vergleichen.


Auch vor Pirelli gab es 3-Stopp Rennen.
Was hast du denn gegen mehr als 1-2 Stopps?

Beitrag Donnerstag 17. Juli 2014, 11:14

Beiträge: 39241
Naja damals wurde aber auch noch nachgetankt und lag nicht daran, dass man künstlich schlechte Reifen produziert hat.

Was mich daran stört? Die Fans klagten über Prozessionen. Also wollte man mehr Überholmanöver schaffen. Was die Fans aber wollten waren echte Überholmanöver, man hätte also die Aerodynamik beschneiden sollen, dafür den mechanischen Grip erhöhen und den Bremsweg verlängern - damit kann in der Formel-1 wieder überholt werden.

Stattdessen schafft man Showelemente wie DRS-System, das nur einer verwenden darf und fast schon einem Vorbeiwinken gleichkommt. Und man schafft Showreifen, mit denen auch überholt wird, weil der eine Fahrer halt grad mit den schlechteren Reifen fahren MUSS, aber das ändert sich ja gleich wieder, wenn der andere muss und dann kommt er wieder vorbei und so weiter. In den Extremformen 2012 und 2013 war mir das zu viel Lotterie, zu wenig Sport. Jetzt ist es schon besser, aber ich plädiere trotzdem für richtige Rennreifen.

Beitrag Donnerstag 17. Juli 2014, 15:02

Beiträge: 1199
Du darfst aber Fans und TV (Event) Zuschauer nicht in einen Topf werfen. Beim Fan gebe ich dir Recht. Der will sehen wie ein Fahrer sich den Gegner strategisch zurecht legt und nieder ringt. Der will fahren am Limit sehen und wenn Fehler gemacht werden auch bestraftwerden, Stchwort Parkplatz oder Kiesbett neben der Strecke.
Der Event(TV)zuschauer will Aktion. Egal wie. Klappflügel, Boostknopf und der ganze Kram ist wegen der Eventfans geschaffen worden. Die Eventfans verstehen nicht warum man sich drüber aufregt das ein Fahrer die Strecke verlassen hat und es bei der Rundenzeit nicht auffällt. Die sehen auch nicht ob sich ein Fahrer am Limit bewegt oder 20% schneller könnte wenn die Reifen noch mitspielen würden. Nur die stellen Dummerweise 90% der Zuschauer. Und mit denen verdient die FIA und Bernie E. ihr Geld. Da kann man schonmal auf Sport verzichten, wenn ich mit Show mehr Geld verdienen kann.
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Beitrag Donnerstag 17. Juli 2014, 15:46

Beiträge: 39241
Die Zuschauerzahlen jedenfalls sinken dramatisch...

Beitrag Donnerstag 17. Juli 2014, 15:52

Beiträge: 1199
Wo?
In Deutschland, in Europa oder Weltweit?
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Beitrag Donnerstag 17. Juli 2014, 16:40

Beiträge: 39241
Weltweit, 2013 schon deutlich, 2014 dürfte der Rückgang noch deutlicher sein.

Beitrag Montag 21. Juli 2014, 02:59

Beiträge: 179
Ich denke, dass das insgesamt sogar ganz gut aussehen könnte. In jedem Fall nicht wirklich schlechter, man muss sich nur etwas daran gewöhnen. Wenn man die 18-Zöller neben die 13-Zöller stellt, sehen die 13-Zöller schon irgendwie albern und cartoon-artig aus.
Es gibt aber auch einen technischen Aspekt, den ich recht interessant finde: Bei der aktuellen Felgengröße ist der Reifen, genauer die Reifenflanke, für einen wesentlichen Teil der Aufhängungsarbeit verantwortlich. Insbesondere geht es dabei um das Ausgleichen von kleineren Unebenheiten oder auch das Verhalten auf den humaneren Kerbs. Das hat dazu geführt, dass die Teams bei neuen Reifen Ewigkeiten damit verbringen, bis sie die Reifen "verstanden" haben. Den Spruch hat in den letzten 2-3 Jahren denke ich jeder aktive Zuschauer unzählige Male gehört. Was damit gemeint ist, dass das Reifenmodell genau das abbildet, was in der Realität passiert. Je mehr Reifen man hat, desto mehr kann dieser sich auch in allen 3 Achsen deformieren. Damit hat ein nicht korrektes Reifenmodell einen immensen Einfluss. Dabei muss man auch bedenken, dass das Reifenmodell nicht etwa im Laufe der Saison irgendwann passen muss, sondern zur Auslegung der Fahrwerkskinematik absolut essentiell ist. Mit den 18-Zöllern könnte man niemals den Sturz fahren, den die aktuellen Autos zur Zeit drauf haben, das würde die Reifen nur noch vernichten.
Wenn man jetzt auf die 18-Zöller wechselt, nimmt der Einfluss der Reifenflanke auf das Fahrwerk deutlich ab und es liegt mehr und mehr an den Ingenieuren des Teams, das ganze gescheit auszulegen und nicht, ein tolles Modell aus schlechten Daten von Pirelli oder zweifelhaften Daten aus dem Vorjahr zu basteln. Das könnte unter Umständen auch die Probleme was den Reifenverschleiß einiger Teams angeht etwas einschränken. Vor allem würde es aber den Fahrwerkern die Arbeit etwas leichter machen, da der Anteil an der gesamten Fahrwerkskinematik des Teils, was sie nicht kontrollieren können, abnimmt.


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