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Neue Hersteller für die WRC und IRC

Über Stock & Stein: WRC, Dakar, Rally Raid
Beitrag Donnerstag 3. Juni 2010, 17:35

Beiträge: 3853
Interessanter Bericht über die Toyota-Delegation, die man nach Portugal schickte um die Bedingungen für eine WRC-Rückkehr zu prüfen:

http://www.rallye-magazin.de/top/topnews/d16/d/2010/06/02/toyota-abordnung-in-portugal/index.html

Nach dem Ausstieg aus der Formel-1 prüft Toyota im Moment viele Optionen, um sich auch künftig im Motorsport zu engagieren. Eine davon ist die Rallye-WM. Eine Abordnung, angeführt von Motorsport-Vizepräsident Yoshiako Kinoshita besuchte am Wochenende den WM-Lauf in Portugal, um sich ein genaueres Bild zu machen.



"Zurzeit sammeln wir Informationen", erklärte Jens Marquardt, Manager für Entwicklungsprojekte von Toyota Motorsport gegenüber Motorsport Aktuell. "Klar ist, dass Toyota auch weiterhin Motorsport betreiben will. Unser Job ist es, den Entscheidungsträgern im Hause ein möglichst klares Bild zu liefern, wie und wo dies Sinn machen würde."



Die Toyota-Truppe wurde bei den Werkteams von Citroen und Ford vorstellig, um sich über den derzeitigen Stand der Dinge, was Technik und Vermarktung angeht, zu informieren. "Sie wollten die guten und schlechten Punkte der Rallye-WM wissen und ob es Chancen auf Wachstum gibt", erklärte Ford-Teamchef Malcolm Wilson. "Bei der Stippvisite ging es nur um das Sammeln von Informationen. Aber es ist schön zu sehen, dass sie Interesse an der Rallye-WM haben und sie als Option in Betracht ziehen."



Nach Portugal werden die Toyota-Manager nach Sardinien zum IRC-Lauf fliegen. Die Zwei-Liter-Saugmotoren-Formel der Serie steht nach eigenen Angaben höher im Kurs, als die künftigen 1,6-Liter-Turbomotoren der Rallye-WM.


So langsam habe ich den Eindruck, die ISC hat sich mit ihrer Festlegung auf den 1,6L Turbomotor keinen Gefallen getan. Nach der Absage von Skoda scheint auch der nächste Hersteller an der WM vorbeizugehen!

Beitrag Donnerstag 3. Juni 2010, 18:40

Beiträge: 163
In der Tat wird sich wohl auch Toyota für die Teilnahme an der IRC und gegen die WRC ab der Saison 2011 aussprechen.

Dazu kommt noch die quälende Frage ob bis zum Saisonstart 2011 für alle bisherigen Teams die neuen Modelle verfügbar sind.
Meiner Meinung nach sollte sich die FIA und „North One Sports (NOS)“ schleunigst überlegen ob man nicht wirklich die Möglichkeit in Betracht zieht und die alten WRC mit diversen Modifikationen im kommenden Jahr für Privatfahrer und auch Werksteams übergangsweise zulassen sollte. Und das nicht nur um das Starterfeld auszufüllen, sondern um den Druck der auf den Herstellern lastet zu mindern.

Ist jedenfalls eine Überlegung wert!

http://www.rallye-magazin.de/r/wm/d/a/d ... index.html

WM 2011 / Zum Saisonstart nur Werksautos?

Im kommenden Jahr sind die bisherigen World Rally Cars nicht mehr startberechtigt. Werden genügend neue Modelle zum Saisonstart verfügbar sein?

Stressige Wochen stehen Citroen und Ford-Partner M-Sport bevor. Denn die Frage lautet: Bekommen im nächsten Jahr alle Fahrer rechtzeitig ein neues World Rally Car auf Basis der Super2000?

Bei den Werksmannschaften läuft die Entwicklung auf Hochtouren, doch bislang ist noch nicht ein komplett neuer WRC getestet worden. Nicht nur finale Details des Technischen Reglements sind noch offen, auch die neuen Motoren brüllen bisher nur auf dem Prüfstand. Citroen erprobte den DS3 WRC zwar bereits in verschiedenen Ländern, aber dabei soll der bekannte 2-Liter aus dem C4 verbaut worden sein. Bei M-Sport wird laut Zeitplan der 1,6-Liter-Motor erstmals im September im Fiesta WRC zum Einsatz kommen. Der Nachfolger des Focus wird zurzeit ebenfalls mit dem bekannten 2-Liter erprobt.

Bis zum Saisonstart 2011 verbleiben den Teams nur wenige Monate, in denen nicht nur genügen Einsatzfahrzeuge für den Werkseinsatz aufgebaut werden müssen, sondern auch die Autos für die Kundenteams ausgeliefert werden sollen. "Noch haben wir darüber nicht wirklich gesprochen, aber unser Ziel ist es, den Fiesta WRC auch den M2-Teams anzubieten, schließlich haben wir ja gar keine Alternative", erklärte M-Sport-Chef Malcolm Wilson.

Eine Möglichkeit, die alten WRC mit diversen Modifikationen im kommenden Jahr für Privatfahrer anzubieten, damit diese das Starterfeld auffüllen, hat die FIA bislang nicht vorgesehen.
susanne5660

Beitrag Donnerstag 3. Juni 2010, 21:47

Beiträge: 3853
2011 wird's sicher nix mit Toyota, dann schon eher 2012. Wird denn eigentlich noch was aus dem TMR-Subaru Projekt? Da hört man ja auch nix mehr.

Was die Zeitknappheit für die Produktion der neuen WRCs angeht:

Bei Ford hat man zumindest schon viele Erfahrungswerte für das Auto da es ja in allen möglichen Meisterschaften zum Einsatz kommt, nationalen, kontinentalen, IRC, SWRC, usw... hingegen der Citroen DS3 wurde bislang von Loeb, Sordo, Ogier und Meeke getestet aber auch nicht wirklich oft...

Die Möglichkeit nächstes Jahr wieder mit den aktuellen World Rally Cars anzutreten gibt es nicht, ganz einfach weil Citroen die Produktion von C4 WRCs eingestellt hat (man muss ohnehin schauen dass die Fahrer ihre Autos heuer nicht zerlegen denn so viele hat man nicht mehr in Reserve) und ich kann mir auch nicht denken dass bei M-Sport die Produktion der Ford Focus WRC noch auf Hochtouren läuft.

Das ganze Theater wird aber solange andauern, bis FIA-Oberspaßvogel Jean Todt endlich die Weltmeisterschaft von der ISC-Citroen-Ford-Herrschaft "erlöst".

Mein Vorschlag an die FIA wäre nächstes Jahr die WM in der IRC einzuschachteln, für ein oder zwei Jahre, und parallel mit Eurosport Events ein neues WRC-Format zu entwerfen.
1) Kostengünstiger
2) Größere Freiheiten beim Format der Rallyes (evtl. auch längere Rallyes die 5+ Tage andauern)
3) Ein nachvollziehbares sportliches Reglement (u.a. Rückkehr zum reverse starting order) und strikte Trennung zwischen Promoter und sportlicher Obrigkeit
4) Mehr Herstellerinteresse, mehr Privatfahrer, die auch Chancen auf den Sieg haben sollen
usw.

Zudem würde man mit einer Einschachtelung der WM in die IRC sogar einigen Herstellern zuvorkommen: Citroen hat dann endlich wieder die Monte Carlo Rallye zurück, Ford kann die bislang gesammelten Erfahrungswerte der Fiesta S2000-Fahrer für die nächste Saison nutzen...

So oder so sieht's auch für 2011 und die weitere Zukunft mit dem aktuellen Stand der Dinge recht düster aus, was Artenvielfalt anbelangt:
- Citroen und Ford bleiben erhalten
- Prodrive - Mini kommt wahrscheinlich (obwohl ich bislang noch nichts davon gelesen habe außer dem Artikel den Helmpflicht vor ein paar Wochen reingestellt hat)
- Proton: Könnte sein, könnte nicht sein, man arbeitet wohl am 1,6L Turbo aber ein WRC-Start wird wohl von der Zusage aus Malaysia abhängen + ob MEM genügend Geld zusammenbekommt. Außerdem ohne Rallye in Asien, was macht das für einen Sinn?
- Skoda: haben abgesagt weil die Motorenpläne nicht mit Skodas Plänen vereinbar sind (Skoda will vorerst keine Turbos)
- VW: wenn es diesmal doch nicht wieder heiße Luft ist dann frühestens 2012, sonst doch nicht
- Toyota: frühestens 2012, außerdem nicht so begeistert von den 1,6L Turbos
- Peugeot: sicher nicht als Werksteam solange Citroen mitmacht (sonst evtl. als Kronos-Kundenteam)
- Opel: nicht als Werksteam, und dass MSD das Geld für die WM hat, ist stark zu bezweifeln
- Fiat: Entwicklung vom Punto wurde eingestellt, nun bastelt man am Fiat 500 R3T (ist sogar in der ÖM im Einsatz)
- Subaru: siehe meine Frage oben
- Mitsubishi: das Desinteresse an der WRC könnte kaum größer sein

Beitrag Donnerstag 3. Juni 2010, 22:18

Beiträge: 163
Deine Vorschläge sind für mich logisch und wären ein Lösungsansatz mit dem sowohl die Hersteller, als auch die Privatteams leben könnten.

Allerdings dürften deine Vorschläge sowohl bei der FIA noch bei "North One Sports (NOS)" auf Gegenliebe treffen.

Aber jedenfalls besser als mit der jetzigen Situation, wo alle mehr oder weniger in der Luft hängen.

Der Umstieg von Henning Solberg bei der "Rally Bulgaria 2010" auf einen Ford Fiesta Super 2000 dürfte wohl auch unter die Rubrik Testfahrt unter Wettbewerbsbedingungen fallen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, aber es gibt einfach noch zu viele Unbekannte.

Im Gegenzug wird P-G Andersson Solbergs Ford Focus WRC bei der „Rally Bulgaria“ testen.

Allerding sehen auch viele darin bereits einen Hinweis darauf, dass möglicherweise der Vertrag von Henning Solberg von Stobart über die laufende Saison 2010 nicht verlängert wird. Dazu kam das im Rahmen der „Rally Portugal 2010“ lediglich Ilka Minor bei dem „official 2010 competitors’ photograph“ erschienen war. Angeblich soll Henning Solberg aber bei der „Neste Oil Finland Rally 2010“ wieder in seinem Ford Focus WRC sitzen. Wir dürfen auch darauf gespannt sein.

Die Zeit für eine Lösung wird auf jeden Fall ganz schön knapp. Wäre wohl mal an der Zeit, dass Jean Todt für Klarheit sorgt. Ist ja schließlich seine Aufgabe!

Fiesta time for Henning Solberg in Bulgaria?

Stobart driver Henning Solberg has said that he may contest the Rally Bulgaria in a Ford Fiesta Super 2000, after it was confirmed that former Junior World Rally Champion P-G Andersson will drive Solberg’s usual Ford Focus WRC on the event in early July.

“If I drive in Bulgaria, it will be with the Fiesta,” said Solberg - who also admitted that his participation in the all-asphalt Bulgarian event still hung in the balance. “We’ll have to wait and see.”

Bulgaria - along with Rallye Deutschland in August - never formed part of Solberg’s 2010 programme according to Ford team principal Malcolm Wilson. Solberg has never favoured asphalt rallies, with his best result on the surface being fourth place on the 2009 Rally Ireland.
Wilson also added that Andersson’s drive in Bulgaria was not part of a commercial deal but was instead fully funded. While Andersson is by no means an asphalt expert either, Wilson said that he was keen to take the Swedish youngster out of his comfort zone and see how he performed under pressure.

“It’ll be interesting to see what he makes of it,” said Wilson. “I think a few people have been watching him for a while. We’ve certainly always been aware of him.”

The Ford boss stressed that Andersson’s deal was a one-off for the time being, but that the door was open for further outings if he performed well.

Solberg is expected to return to the Expert-backed Ford Focus WRC for Rally Finland from July 29-31. Rumours about Solberg’s future began to surface on the Rally de Portugal, when he failed to show up for the official 2010 competitors’ photograph - with only his co-driver Ilka Minor representing the crew.


http://www.wrc.com/jsp/index.jsp?lnk=10 ... 26%2363%3B
susanne5660

Beitrag Donnerstag 3. Juni 2010, 22:50

Beiträge: 3853
susanne5660 hat geschrieben:
Deine Vorschläge sind für mich logisch und wären ein Lösungsansatz mit dem sowohl die Hersteller, als auch die Privatteams leben könnten.

Allerdings dürften deine Vorschläge sowohl bei der FIA noch bei "North One Sports (NOS)" auf Gegenliebe treffen.

Aber jedenfalls besser als mit der jetzigen Situation, wo alle mehr oder weniger in der Luft hängen.


Naja, bei NOS sicher nicht. Die müssten sich ja dann glatt ein drittes Mal umbenennen, wenn sie sich schon wieder von oben bis unten blamieren :D hinter NOS steckt ja nichts anderes als ISC (International Sportsworld Communicators), deren Name jeder mit Totalversagen in Sachen Vermarktung der Rallye-WM von 2000 bis 2009 verbindet. Deswegen sage ich immer noch ISC, weil ich den Dummschwätzern keinesfalls den Gefallen tue, ihre Namensänderung noch anzuerkennen :D

Was ich da oben vorgeschlagen habe, ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit, um nächstes Jahr überhaupt noch eine Weltmeisterschaft austragen zu können. Was die ISC nciht bedacht hat ist dass man die Hersteller nicht ewig herhalten kann mit der Entscheidung über die Motorenformel. Und als dann eigentlich die Zeit schon längst um war, haben sie dnan doch die umstrittene 1,6L Turbo Formel gewählt.

Ich bin mir auch sicher dass sowohl BMW wie auch sämtliche andere an internationaler Rallye interessierte Hersteller (wie immer ihre Namen auch sein mögen) sich auch fragen, wieso in eine tote Weltmeisterschaft gehen, die in den Zeitungen neben der F1 nur Randnotiz ist, und im Fernsehen nur mäßig vertreten ist, wenn die IRC wesentlich günstiger ist, ein System mit Streichresultaten hat (man kann also einige Rallyes ruhig auslassen falls der Weg zu weit ist), und immerhin bei Eurosport läuft.


Der Umstieg von Henning Solberg bei der "Rally Bulgaria 2010" auf einen Ford Fiesta Super 2000 dürfte wohl auch unter die Rubrik Testfahrt unter Wettbewerbsbedingungen fallen. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, aber es gibt einfach noch zu viele Unbekannte.

Im Gegenzug wird P-G Andersson Solbergs Ford Focus WRC bei der „Rally Bulgaria“ testen.

Allerding sehen auch viele darin bereits einen Hinweis darauf, dass möglicherweise der Vertrag von Henning Solberg von Stobart über die laufende Saison 2010 nicht verlängert wird. Dazu kam das im Rahmen der „Rally Portugal 2010“ lediglich Ilka Minor bei dem „official 2010 competitors’ photograph“ erschienen war. Angeblich soll Henning Solberg aber bei der „Neste Oil Finland Rally 2010“ wieder in seinem Ford Focus WRC sitzen. Wir dürfen auch darauf gespannt sein.


Ja, wird wohl eine Testfahrt für Henning Solberg sein. Andersson möchte ja den SWRC Titel gewinnen (er hat sich ja den Arsch aufgerissen um das Geld aufzutreiben), das ist sicher nur ein einmaliger Einsatz, also Henning Solberg wird die Saison sicher fertig fahren.

Was 2011 anbelangt, wir haben's ja gesagt, wird Ford genügend Fiesta WRCs bauen können? Wenn nicht wird sicher Matthew Wilson den Vorzug bekommen, wieso muss wohl nicht erwähnt werden!

Allerdings muss man sich bei Ford auch die Frage stellen ob es nicht sinnvoller wäre, einen erfahrenen Mann ins Werksteam zu holen, wie Citroen mit Ogier als dritter Fahrer oder gar Latvala (um ihm den Druck wegzunehmen) zum dritten Fahrer zu machen, und stattdessen einen Petter Solberg oder Marcus Grönholm... denn aktuell funktioniert bei denen wirklich gar nichts! Und jetzt mit den Asphaltrallyes wird es jetzt eine Reihe von Citroen-Dominanzen geben (Loeb und Sordo sind einfach auf Asphalt zu gut)

Beitrag Donnerstag 3. Juni 2010, 23:47

Beiträge: 163
Nicht nur, dass Sebastién Loeb und Dani Sordo wohl auf Asphalt sehr viel stärker einzuschätzen sind als Mikko Hirvonen und Jari-Matti Latvala, sondern jetzt schickt Citroën das Junior-Team auch noch zum Asphalttest nach Italien und das unter Wettbewerbsbedingungen.

Sowohl Sebastién Ogier, als auch Kimi Räikkönen werden auf ihren Citroën C4 WRCs vom 11.06.2010 bis zum 12.06.2010 an der „Rally della Lanterna“ in der Region um Genua teilnehmen.

Darüber hinaus wurde von Nogier bestätigt, dass Kimi Räikkönen wohl weitere zehn Testtage erhalten wird in der laufenden Saison.
Vor der „Nest Oil Finland Rally 2010“ wird er zwei Tage in der Region um Jyväskylä testen. Vor der „Deutschland Rallye 2010“ wird er wohl eineinhalb Tage testen, zwei Tage vor Großbritannien, zwei Tage vor Frankreich und ein oder zwei Tage vor Spanien. Das sind eine Menge Testtage und die werden sicher helfen.

Ob Sebastién Ogier auch mit von der Partie sein wird steht noch nicht fest.

Für Ford dürfte es jedenfalls ziemlich schwierig werden gute Ergebnisse einzufahren, geschweige denn um die Siege zu kämpfen. Die Saison 2010 dürfte für Ford nicht unbedingt als „historisch“ in die Annalen eingehen.

Meiner Meinung nach kann sich Ford auf keinen Fall erlauben auf die Erfahrung von Henning Solberg oder auch Marcus Grönholm zu verzichten.

Bezüglich Petter Solberg hat dieser sich unlängst geäußert, dass er gedenkt noch die Saison 2011 zu fahren. Allerdings als "One Man Show" Privatteam für Citroën.
susanne5660

Beitrag Freitag 4. Juni 2010, 00:02

Beiträge: 3853
Das gehört dann wieder in den WRC 2010-Thread, aber die Testtage hat denke ich mal Räikkönen selbst angefordert, weil er so schon nicht oft genug zum fahren kommt. Ogier spult jetzt ohnehin ein Mörderprogramm ab, für Peugeot in der IRC dieses Wochenende und dann Ende Juni in Ypres, dazwischen die eine Rallye in Italien, also der kriegt nicht Urlaub bis Bulgarien.

Was Ford angeht so hat man dieses Thema zufälligerweise in einem heute reingestellten Adrivo-Artikel aufgegriffen. Prinzipiell ist es schon richtig, dass Ford wahrscheinlich intensiver an ihrem S2000-Projekt gearbeitet hat, rechtfertigt aber in keinster Weise die aktuellen Leistungen. In Mexiko hatte Henning Solberg in seinem ein Jahr älteren Focus ein besseres Setup als beide Werksfahrer.

Aber Ford schießt sich ins eigene Knie solange sie ihren dritten Werkssitz an Al Qassimi verschenken, bei allem Respekt aber diesen Gefallen dem Ford-Hauptsponsor gegenüber könnte man auch anders gestalten als Citroen hier die Tür weit offen zu lassen, aus dem Werksteam quasi ein Allstarteam zu machen.

Ford sollte sich einfach überlegen Petter Solberg ins Team zu nehmen, Latvala die nötigen Freiheiten als dritten Werksfahrer geben. Solange er unter dem Druck steht immer Konstrukteurspunkte sammeln zu müssen und gleichzeitig sein Potenzial auszuschöpfen, wird das bei dem nichts. Was ich echt schade fände, denn er ist nunmal ein Riesentalent. Und Citroen hat es mit Ogier gezeigt, wie schnell es gehen kann. Hätte jemand letztes Jahr gegalubt, dass der heuer eine Rallye gewinnt und Loebs erster Verfolger in der WM sein wird? Ich nicht.

Bevor ich's vergesse: gibt es Neuigkeiten zum TMR-Subaru-Projekt?

Beitrag Freitag 4. Juni 2010, 07:15

Beiträge: 163
During his recent visit to Rally Portugal, Todt said: "I can't be specific because we don't yet have something to show, but we are working on it. I can tell you what I don't like in rallying at the moment. A world event inside an FIA calendar has to be something which has a bit of emotion and attraction and is a different test. I must say that it's not the way I see a rally, to start in the morning at 0930hrs, to stop at 1200hrs for lunch, to go again for three stages and be back at home for 1700hrs. If we want to get the emotion of a world event, then we have to work.

"During my election campaign I said that a commissioner would be elected. I'm still considering that but I've not yet taken any decisions. I've created a rally working group with some experts including Michele Mouton, Juha Kankkunen, Carlos Sainz, Guy Frequelin and some organisers. The working group will make a proposal for the evolution of rallying.

"I'm more ambitious for the future of rallying from what I see, for the organisers, promoters and the manufacturers, I have more expectation for an FIA World Championship event.

"We need more manufacturers. We fortunately have Ford and Citroen, but this is not enough. We are talking with some potential manufacturers who would be prepared to join, but we must encourage them and to do that we must add a higher dimension to this category.

"We are talking with some potential manufacturers who would be prepared to join, but we must encourage them and to do that we must add a higher dimension to this category."


Wenn ich mir die Aussage von Jean Todt aus einem Interview an lässig seines Besuchs der „Rally Portugal 2010“ genau betrachte kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Die von Jean Todt eingesetzte “Rally working group” sollte ihm schleunigst raten die Motorenspezifikation für die Saison 2011 zu klären.

Bei denen von Dir aufgeführten, potenziellen Neueinsteiger oder auch Wiedereinsteigern möchte ich nur sagen, dass einzig und alleine Subaru mit „Tommi Mäkinen Racing Oy Ltd.“ in der Lage wäre die WRC Saison 2011 einzusteigen.

Bezüglich Prodive (Mini) dürfte es wohl nach der Bekanntgabe des Wiedereinstieges von BMW in die DTM nichts mehr werden.

Bei Proton dürfte es nicht nur mit der Zeit knapp werden, sonder auch mit der Freigabe des Budgets.

Wie Du bereits geschrieben hast hat Skoda seine Pläne für den Einstieg in die WRC 2011 aufgrund der Motorenspezifikation bereits abgesagt.

Bei VW bin ich mir fast sicher, dass es wieder nur heiße Luft war. Insbesondere nachdem man sein Engagement in der „Rally Dakar“ verlängert hat.

Bei Toyota weiß man wirklich nicht was man von dem ganzen halten soll. Allerdings klingt das Ganze für mich mal wieder wie eine große Tüte voll heißer Luft.

Peugeot, Opel, Fiat und Mitsubishi wird man wohl kaum in der WRC zu Gesicht bekommen, weder als Werksteam noch als Kundenteam.

Bezüglich Fiat bastelt man zwar am Fiat R3T, allerdings ist aus Italien zu hören, dass man mit Fiat keinen Einstieg in die WRC planen würde.

Dem Wiedereinstieg von Lancia (Delta) in die WRC 2011 musste man bereits eine Absage erteilen, da die Sache mit der Motorenspezifikation immer noch nicht geklärt ist. So wie es aussieht wird Lancia dann wohl 2012 in die WRC einsteigen. Die Legende kehrt zurück!

Wie ich bereits schrieb dürfte Subaru mit „Tommi Mäkinen Racing Oy Ltd.“ einzig und alleine in der Lage sein die WRC Saison 2011 einzusteigen.

Nach letzten Informationen aus Finnland ist das Projekt Wiedereinstieg von Subaru in die WRC sehr weit gediehen.

Als Basis wird wohl der Subaru Group N Impreza WRX STi genommen. Die Tests unter Wettbewerbsbedingung sind ausgesprochen erfolgreich.

Allerdings steht „Tommi Mäkinen Racing Oy Ltd.“, wie auch Citroën und Ford auf dem Schlauch bezüglich der Spezifikation des Motors.

Auf der Web-Site von Tommi Mäkinen findest Du einige Fotos von dem Subaru Group N Impreza WRX STi und die genauen Angaben zur Spezifikation.

http://www.tommimakinen.net/subarucars.htm

Darüber hinaus ist aus gesicherter Quelle zu hören, dass bereits ein solches Exemplar, lackiert in Kimi Räikkönens Farben in der Fabrik von „Tommi Mäkinen Racing Oy Ltd.“ in Puuppola (in der Nähe von Jyväskylä) steht und darauf wartet gefahren zu werden.
susanne5660

Beitrag Freitag 4. Juni 2010, 12:07

Beiträge: 3853
Naja was Kankkunen vor einiger Zeit gesagt hat (siehe Atlas Forum, suche gerne bei Anfrage den Link raus) war schon ganz OK.

Der Prodrive-Mini wird denke ich schon kommen, unabhängig davon was BMW mit der DTM macht. Der Motor stammt vom PSA-Motor ab, Prodrive wird den Mini Crossover (*würg*) zu einem WRC verbauen und dabei wird wohl BMW werksseitig keine große Rolle spielen. Aber mal sehen, vllt. hast du ja wirklich Recht und deswegen gab es bislang keine offizielle Bestätigung des WRC-Engagements...

Bei Proton wird das ganze denke ich deswegen problematisch, weil das Team zwar "Proton Rally Team" heißt, aber eigentlich noch immer von Mellors Elliot Motorsport (MEM) betrieben wird, und ich weiß nicht, ob die die Ressourcen für einen WM-Einstieg haben.

VW wird denke ich die Dakar nur mehr 2011 fahren (oder hat man sich doch für ein längeres Engagement entschieden?), die Ersatzteile für den Touareg verbrauchen und was dann wird... F1 als Motorenhersteller, WRC, ... wir werden sehen! Jedenfalls wohl kaum mit dem aktuellen Polo S2000 (da geht nix weiter, siehe ÖM), dann eher mit einem angepassten Polo R oder, wie sich einige wünschen, den Scirocco, der optisch sicher am meisten hermacht...

Der Fiat 500 R3T passt schon mal nicht, der läuft außerdem mit einem 1.4 l Motor... von Lancia hatte ich überhaupt nichts gehört, gibts da Details?

Was Peugeot betrifft, so testet man in der ÖM derzeit einen erdgasbetriebenen Peugeot 207 S2000 mit OMV (pilotiert von Manfred Stohl), mal sehen was daraus wird... bislang war es aber nicht so beeindruckend...

Was mich bei Subaru wundert, verbaut man dann den Impreza zu einem S2000, oder wie? Bislang setzt man ja einen Gruppe N Impreza ein, mit dem kann sich TMR sicher sein, dass die den S2000 mit großer Wahrscheinlichkeit hinterherfahren werden, sowie Bouffier heuer bei der Monte... oder würde man dann den hier einsetzen? :D

Bild

Zurück zum Thema: Toyota hätte zumindest einen Auris S2000 auf Lager, so schlecht sieht der gar nicht aus!

Bild

Video: http://www.dailymotion.com/video/x3du85_toyota-auris-s2000_auto

Beitrag Freitag 4. Juni 2010, 13:43

Beiträge: 163
VW wird definitiv 2011 die „Rally Dakar“ fahren, wie Kris Nissen unlängst gegenüber „Rallye-Magazin.de“ bestätigt hat. Damit dürfte ein Einstieg in die WRC frühestens 2012 stattfinden, wenn überhaupt.

http://www.rallye-magazin.de/index.php? ... s%5D=34507

Wenn man den Angaben aus Finnland vertrauen kann, soll es sich wohl einen Cosworth Impreza STI CS400 handeln. Das auf den Bildern ist die Straßenversion.

http://www.auto-news.de/auto/news/bilde ... picindex=0

Bezüglich Lancia brodelt es nur gewaltig hinter den Kulissen, aber konkrete Angaben oder gar Bilder gibt es noch nicht. Werde mal sehen ob die „Fulvia – Flavia Interessengemeinschaft“ vielleicht etwas konkretere Infos hat. Sollte es konkreter werden, wird es wohl auch mehr Infos aus Italien geben.

Bei Toyota bin ich mir nicht sicher ob es nicht wieder nur ein Strohfeuer ist. Man muss wohl mal abwarten.
susanne5660

Beitrag Freitag 4. Juni 2010, 21:57

Beiträge: 3853
Weil ich VW Scirocco gesagt hab... fährt sogar einer in der ÖM mit! (ist aber kein S2000)

Bild

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 00:35

Beiträge: 168
Hallo,

habt ihr zwar schon weiter oben diskutiert, aber ich glaube man darf im Vergleich IRC gegen WRC nicht die weltweite Perspektive vergessen. Ohne Frage wird die IRC derzeit in Deutschland besser vermarktet, aber das sagt ja nichts über die Zuschauerzahlen rund um den Globus aus.

Ansonsten zu möglichen Neueinsteigern: Was man meiner Meinung nach nicht außer acht lassen kann, ist, dass mit Citroen und Ford natürlich nicht irgendwelche, sondern die stärksten Teams der letzten Jahre übergeblieben sind... d.h. natürlich, dass z.B. so jemand wie VW sich (gerade nach den Erfahrungen mit Skoda) ziemlich genau überlegen wird, ob man dieses Duell wirklich suchen muss... zumal zumindest die deutsche Bevölkerung dann wohl auch relativ schnell Erfolge von VW erwarten würde...

Zu den anderen Marken. Prodrive, denke ich auch, dass die kommen... ansonsten Fiat viellicht irgendwas doch wieder auf Kundenbasis... und ggf. Subaru, weil denen mit dem Ausstieg in ihrem Image, meiner Meinung nach, wirklich einiges verloren gegangen ist.

Aktuell zu Ford: Petter Solberg ins Werksteamzu befördern und Latvala ohne Druck in einem dritten Focus zu setzen, hielte ich für ne gute Idee... wie es mit Henning weitergeht, muss man wahrscheinlich abwarten...

Fürs nächste Jahr sollten doch zumindest die bisherigen Super 2000 Fahrzeuge (auch ohne Turbomotor) weiter zu gelassen sein. Dann dürfte es doch eigentlich mit der Anzahl keine Probleme geben?

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 01:00

Beiträge: 3853
Schön wieder was von dir hier zu lesen :)

frankreichmsfan hat geschrieben:
Hallo,

habt ihr zwar schon weiter oben diskutiert, aber ich glaube man darf im Vergleich IRC gegen WRC nicht die weltweite Perspektive vergessen. Ohne Frage wird die IRC derzeit in Deutschland besser vermarktet, aber das sagt ja nichts über die Zuschauerzahlen rund um den Globus aus.


Ich sage nur IRC läuft auf Eurosport und WRC in den meisten Ländern nur auf Pay-TV. Sogar im Rallye-Mutterland Finnland, nur in Großbritannien ist mir bekannt, dass WRC-Highlights am selben WE noch im Free-TV gezeigt werden. Hier in Österreich 1-2 Wochen verspätet auf ORF


Ansonsten zu möglichen Neueinsteigern: Was man meiner Meinung nach nicht außer acht lassen kann, ist, dass mit Citroen und Ford natürlich nicht irgendwelche, sondern die stärksten Teams der letzten Jahre übergeblieben sind... d.h. natürlich, dass z.B. so jemand wie VW sich (gerade nach den Erfahrungen mit Skoda) ziemlich genau überlegen wird, ob man dieses Duell wirklich suchen muss... zumal zumindest die deutsche Bevölkerung dann wohl auch relativ schnell Erfolge von VW erwarten würde...


Hmmmmmm....

Citroen ja, Ford nicht wirklich. Was haben die 2005 gerissen, bevor Peugeot, Mitsubishi & Co. das weite gesucht haben? Nichts. Da war Aussteiger Peugeot und auch Subaru in der Saison aber wesentlich erfolgreicher (sie haben zumindest einzelne Rallyes gewonnen). Seit 1981 hat Ford keinen Fahrer-Titel geholt, und sonst drei Konstrukteurs-Titel in den letzten 30 Jahren. Traditionsteam keine Frage, aber in Sachen Erfolg waren ihnen Peugeot, Lancia, Mitsubishi, Subaru etc. doch überlegen in dieser Zeitspanne

Die Tage von Peugeot waren allerdings gezählt nachdem man nur mehr eine Entry von Citroen war und Subaru erfuhr dann einen großen Abstieg in die Sieglosigkeit bis zum endgültigen Ausstieg Ende 2008.

VW müsste es erstmal zusammenbringen halbwegs ein Auto zu bauen. Der aktuelle Polo S2000 ist ja eher nicht so erfolgreich (was wohl auch daran liegt dass der Skoda Fabia S2000 derzeit so gut läuft, von daher ist der Polo wohl eher zweitrangig), wenn man den Polo R verbaut könnte das vllt. etwas werden aber der Scirocco sähe wohl als WRC am geilsten aus!

Zu den anderen Marken. Prodrive, denke ich auch, dass die kommen... ansonsten Fiat viellicht irgendwas doch wieder auf Kundenbasis... und ggf. Subaru, weil denen mit dem Ausstieg in ihrem Image, meiner Meinung nach, wirklich einiges verloren gegangen ist.


Subaru hat aber eigentlich schon ein recht klares Zeichen gesetzt indem man sich ein Jahr nach dem WM-Ausstieg als Hersteller für die IRC registrierte...

Und mit dem Kommentar von Simon Long über die Sinnhaftigkeit der Rallye Japan hat sich die ISC bei den japanischen, und wohl allgemein asiatischen Herstellern wohl kaum viele Freunde gemacht.

Fürs nächste Jahr sollten doch zumindest die bisherigen Super 2000 Fahrzeuge (auch ohne Turbomotor) weiter zu gelassen sein. Dann dürfte es doch eigentlich mit der Anzahl keine Probleme geben?


Aber als "World Rally Car" gehen sie nicht durch, also werden sie wohl auch nicht in der selben Klasse fahren. Zumindest meines Wissens. Wahrscheinlich wird die lustige S-WRC dann dafür beibehalten. Denn die ganzen Gruppe N Fahrer wollen wohl kaum wieder von den S2000 in der P-WRC regelmäßig geschlagen werden.

Aber mal ehrlich, wieso sollte irgendjemand bei der WRC als zweitrangiger Teilnehmer mitmachen wenn man in der IRC die Hauptattraktion ist? Das macht ja auch für Sponsoren dann keinen Sinn. Das Niveau der S-WRC ist ja auch nciht so prickelnd. Wäre Hänninen in Portugal ohne technische Probleme durchgekommen, hätte er wohl das gesamte S-WRC Feld hinter sich gelassen.

Ursprünglich wollte man ja mit dem WRC S2000 Cup Hersteller anlocken, und keine Privatiers...

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 13:52

Beiträge: 168
Schön wieder was von dir hier zu lesen :)


Danke! Neh cool, dass hier auf so einem hohen Niveau diskutiert wird!

Ich sage nur IRC läuft auf Eurosport und WRC in den meisten Ländern nur auf Pay-TV. Sogar im Rallye-Mutterland Finnland, nur in Großbritannien ist mir bekannt, dass WRC-Highlights am selben WE noch im Free-TV gezeigt werden. Hier in Österreich 1-2 Wochen verspätet auf ORF


Da hast du sicher nicht unrecht. Aber nimm zum Beispiel mal die Begeisterung in Südamerika... da ist die IRC dieses Jahr ja zweimal gefahren und die WRC gar nicht... dennoch würde ich behaupten, dass die WRC dort immer noch den größeren Stellenwert genießt... gut ist jetzt vielleicht ein wenig unfair, weil gerade in Argentinien das Munchi's Team dann auch wieder dazu beiträgt, aber so vom Prinzip. Was ich allerdings auch denke, ist dass die IRC auch in diesen Märkten derzeit auf dem Vormarsch ist... gerade weil die WRC aus ihrer Rolle als Weltmeiterschaft zu wenig macht, indem sie wie du ja unten auch schreibst die Rallye Japan, Rallye Argentinien etc. derzeit nur noch alle zwei Jahre austrägt und es ja z.B. analog zur Formel 1 keine Rallye USA oder auch Rallye China gibt... ansonsten glaube ich hat die WRC gerade in Deutschland derzeit einen relativ schweren Stand... ist jetzt auch wieder ein plakatives Beispiel... aber nehmen wir mal Frankreich mit Citroen, Loeb und Ogier als Zugpferde, da sieht das dann auch ganz anders aus....

Citroen ja, Ford nicht wirklich. Was haben die 2005 gerissen, bevor Peugeot, Mitsubishi & Co. das weite gesucht haben?Da war Aussteiger Peugeot und auch Subaru in der Saison aber wesentlich erfolgreicher


Na gut, vielleicht nicht die besten beiden Teams, aber zumindest zwei sehr gute. Mit dem Wechsel auf den Focus wurde Ford schon relativ erfolgreich. Immerhin war man 2000, 2001, 2002 und 2004 Vizeweltmeister und 2005 zumindest noch vor Subaru und Mistsubishi WM-Dritter... aber ich gebe dir recht, 2005 war man tendenziell schwächer als in den Vorjahren als man oft auch einfach zu defektanfällig war und viele Punkte weggeschmissen hat ... 2005 war man auch geschwindigkeitsmäßig nicht immer auf der Höhe...

VW müsste es erstmal zusammenbringen halbwegs ein Auto zu bauen. Der aktuelle Polo S2000 ist ja eher nicht so erfolgreich (was wohl auch daran liegt dass der Skoda Fabia S2000 derzeit so gut läuft, von daher ist der Polo wohl eher zweitrangig), wenn man den Polo R verbaut könnte das vllt. etwas werden aber der Scirocco sähe wohl als WRC am geilsten aus!


Das stimmt, wobei ich mir da vom Radstand nicht sicher wäre, inwiefern der für die künftigen S-2000 nicht fast schon zu groß ist... naja, muss man abwarten... aber ich denke halt nach wie vor, dass VW sich das gut überlegen wird... denn mit dem Polo gegen den Fiesta und C3 zu verlieren, wäre jetzt nicht so die beste Werbung... also wenn wird man denke ich weiter auf den Fabia setzen... ist natürlich die Frage, ob man konzernintern den Fabia langfristig auch sportlich platzieren will... da soll es ja Stimmen geben, die Skoda wieder weniger als "Technikmarke" platziert sehen wollen...

Subaru hat aber eigentlich schon ein recht klares Zeichen gesetzt indem man sich ein Jahr nach dem WM-Ausstieg als Hersteller für die IRC registrierte...

Und mit dem Kommentar von Simon Long über die Sinnhaftigkeit der Rallye Japan hat sich die ISC bei den japanischen, und wohl allgemein asiatischen Herstellern wohl kaum viele Freunde gemacht.


Da ist sicher was daran. Dennoch würde ich nciht auschließen, dass Subaru über die IRC zumindest langfristig auch wieder in die WRC zurückkomt.


Aber als "World Rally Car" gehen sie nicht durch, also werden sie wohl auch nicht in der selben Klasse fahren. Zumindest meines Wissens. Wahrscheinlich wird die lustige S-WRC dann dafür beibehalten. Denn die ganzen Gruppe N Fahrer wollen wohl kaum wieder von den S2000 in der P-WRC regelmäßig geschlagen werden.

Aber mal ehrlich, wieso sollte irgendjemand bei der WRC als zweitrangiger Teilnehmer mitmachen wenn man in der IRC die Hauptattraktion ist? Das macht ja auch für Sponsoren dann keinen Sinn. Das Niveau der S-WRC ist ja auch nciht so prickelnd. Wäre Hänninen in Portugal ohne technische Probleme durchgekommen, hätte er wohl das gesamte S-WRC Feld hinter sich gelassen.

Ursprünglich wollte man ja mit dem WRC S2000 Cup Hersteller anlocken, und keine Privatiers...


Ist auch was Wahres daran... wobei ich denke, dass bevor man im WRC-Feld viel zu wenig Starter hat, wird man sich hier schon einen Kompromiss einfallen lassen... aber ist im Moment natürlich reine Spekulation... Das Anlocken neuer Hersteller mit dem S-2000 Cup hat sicher nicht wirklich funktioniert... dafür waren die leistungsmäßig aus meiner Sicht aber auch einfach zu weit von den WRc-Autos weg. Klar kann man auch nen Klassensieg vermarkten, aber bei irgendeiner Rallye mal absolut 10. oder 12. zu werden, wird glaube ich auch konzernintern jetzt nicht gerade als unglaublich tolles Ergebnis gewertet. Zur Motivation bleibt aus meiner Sicht nur über, dass die WRC halt nach wie vor als Köngisdisziplin gilt... aber das ist so die Diskussion lieber in der Formel 1 hinterherfahren oder in der GP2 siegen... ist halt ne Gecshichte für sich, aber wenn ich jetzt auch an die Gaststarts von WRc-Piloten in der IRC denke, haben die sich ja schon recht beachtlich geschlagen... ohne Frage, hat die IRC ein hohes Niveau... aber wenn man Sébastien Loeb schlagen will, muss man halt in die WRC.

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 14:40

Beiträge: 3853
frankreichmsfan hat geschrieben:
Da hast du sicher nicht unrecht. Aber nimm zum Beispiel mal die Begeisterung in Südamerika... da ist die IRC dieses Jahr ja zweimal gefahren und die WRC gar nicht... dennoch würde ich behaupten, dass die WRC dort immer noch den größeren Stellenwert genießt... gut ist jetzt vielleicht ein wenig unfair, weil gerade in Argentinien das Munchi's Team dann auch wieder dazu beiträgt, aber so vom Prinzip. Was ich allerdings auch denke, ist dass die IRC auch in diesen Märkten derzeit auf dem Vormarsch ist... gerade weil die WRC aus ihrer Rolle als Weltmeiterschaft zu wenig macht, indem sie wie du ja unten auch schreibst die Rallye Japan, Rallye Argentinien etc. derzeit nur noch alle zwei Jahre austrägt und es ja z.B. analog zur Formel 1 keine Rallye USA oder auch Rallye China gibt... ansonsten glaube ich hat die WRC gerade in Deutschland derzeit einen relativ schweren Stand... ist jetzt auch wieder ein plakatives Beispiel... aber nehmen wir mal Frankreich mit Citroen, Loeb und Ogier als Zugpferde, da sieht das dann auch ganz anders aus....


Wenn der Kommentar von Simon Long repräsentativ ist (und davon gehe ich aus) wird es in den nächsten Jahren keine Rallye Japan mehr geben! Ein Riesenfehler wie wir uns wohl einig sind angesichts des "Werks" der japanischen (und überhaupt asiatischen) Hersteller in den letzten Jahren...

Wieso sollte Proton in die WRC wenn man nicht dort fährt, wo der Hersteller mit der PR halbwegs was anfangen kann? Obwohl Proton sicher auch Popularität durch das F1-Engagement mit Lotus gewinnt...

Mit Frankreich hast du sicher recht, da hat die WRC sicher noch immer den größeren Stellenwert allerdings ist es in Frankreich auch nicht sehr gut angekommen, dass die Rallye Monte Carlo aus dem Kalender genommen wurde. Loeb und Ogier sind sicher Zuschauermagneten und beim heurigen WM-Lauf in Frankreich im Elsass wird es sicher eine Menge Fans geben, aber die allgemeine Stimmung war auch in Frankreich schon mal besser!


Das stimmt, wobei ich mir da vom Radstand nicht sicher wäre, inwiefern der für die künftigen S-2000 nicht fast schon zu groß ist... naja, muss man abwarten... aber ich denke halt nach wie vor, dass VW sich das gut überlegen wird... denn mit dem Polo gegen den Fiesta und C3 zu verlieren, wäre jetzt nicht so die beste Werbung... also wenn wird man denke ich weiter auf den Fabia setzen... ist natürlich die Frage, ob man konzernintern den Fabia langfristig auch sportlich platzieren will... da soll es ja Stimmen geben, die Skoda wieder weniger als "Technikmarke" platziert sehen wollen...


Wenn ich die "Signale" richtig interpretiert habe möchte man ja vor allem mit dem Fabia eine gewisse Relevanz für die Serie und für Skoda sind eben die Pläne mit dem 1,6L Turbo völlig uninteressant.

Meine Kritik gilt ja eigentlich nicht dem Motor an sich, sondern die Art und Weise, wie diese Entscheidung getroffen wurde. Der Grund wieso man den 1,6L Turbo genommen hat, war weil Ford und Citroen das so wollten, und weil Mini einen Motor auf Basis der PSA-Einheit verwenden wird... Proton soll zufälligerweise auch an einem 1,6L Turbo arbeiten... ist aber eben eine Frage, ob sich MEM überhaupt einen WM-Einstieg leisten kann... dazu wurde die Entscheidung von der FIA über den zu verwendenden Motor überhaupt viiiiiel zu spät getroffen.

Und der Unmut von Skoda über diese Pläne, genauso wie Fiat (die wollten einen 1,4L), und auch die nicht so positiven Signale von Toyota, zeigen, dass diese Entscheidung nicht durchdacht war... denn wer soll denn sonst einsteigen?

Da ist sicher was daran. Dennoch würde ich nciht auschließen, dass Subaru über die IRC zumindest langfristig auch wieder in die WRC zurückkomt.


Auch eine Frage des Geldes, bei allem Respekt für Tommi Mäkinen, aber ob TMR so ein Projekt auf die Beine stellen kann... vor allem finanziell gesehen dürfte das nicht einfach werden, ohne große Unterstützung aus Japan!


Ist auch was Wahres daran... wobei ich denke, dass bevor man im WRC-Feld viel zu wenig Starter hat, wird man sich hier schon einen Kompromiss einfallen lassen... aber ist im Moment natürlich reine Spekulation... Das Anlocken neuer Hersteller mit dem S-2000 Cup hat sicher nicht wirklich funktioniert... dafür waren die leistungsmäßig aus meiner Sicht aber auch einfach zu weit von den WRc-Autos weg. Klar kann man auch nen Klassensieg vermarkten, aber bei irgendeiner Rallye mal absolut 10. oder 12. zu werden, wird glaube ich auch konzernintern jetzt nicht gerade als unglaublich tolles Ergebnis gewertet. Zur Motivation bleibt aus meiner Sicht nur über, dass die WRC halt nach wie vor als Köngisdisziplin gilt... aber das ist so die Diskussion lieber in der Formel 1 hinterherfahren oder in der GP2 siegen... ist halt ne Gecshichte für sich, aber wenn ich jetzt auch an die Gaststarts von WRc-Piloten in der IRC denke, haben die sich ja schon recht beachtlich geschlagen... ohne Frage, hat die IRC ein hohes Niveau... aber wenn man Sébastien Loeb schlagen will, muss man halt in die WRC.


Nur teilweise einverstanden...

Außer Loeb und evtl. Hirvonen (obwohl ich mir da nicht sicher bin) mussten sich alle ihre WRC-Cockpits erkaufen... Sordo, Latvala, Ogier... ohne den Haufen Geld den sie mitbrachten wären sie niemals in die WRC gekommen! Trotz dem eindeutigen Talent. Und das ist nun mal das Problem: vor einigen Jahren kamen regelmäßig aus den nationalen Meisterschaft junge Talente nach die bei einzelnen WRC-Einsätzen auftrumpfen konnten und dann in ein Werkscockpit aufgestiegen sind. Heute kommt gar nichts mehr nach und die ganzen jungen Talente können sich meist nicht mal einen einzelnen WRC-Start mehr leisten.

Ich bin einverstanden, dass die IRC vielleicht nicht die weltbesten Rallyefahrer drin hat... hat die WRC aber auch nicht... siehe meinen "Wo sind sie hin? - ehemalige WM-Teilnehmer" Thread... aber die IRC erfüllt den Zweck einer Weltmeisterschaft... aus nationalen und kontinentalen Meisterschaften (es gibt ohnehin viel zu viele) die Talente anzulocken, während der Wettbewerb an der Spitze spannend und hochklassig bleibt... und vor allem BEZAHLBAR... und kein Unsummengeschäft wie die WRC...

Ein WM-Lauf ist heutzutage ein Premium-Event, wenn du siehst was ich meine... ein IRC-Lauf eine echte Rallye, wie es sich gehört... und die WRC macht sich auch keinen Gefallen wenn sie weiterhin versuchen ein Exklusiv-Klub zu sein!

Ich habe den allergrößten Respekt vor Sébastien Loeb und seinen Erfolgen. Ich fühle auch in gewisser Weise mit ihm denn er hätte es sich verdient gegen die Gesamtheit der besten Rallyefahrer der Welt anzutreten (und zu gewinnen) und nicht nur gegen einen Bruchteil davon... er hätte es sich verdient dass seine sportlichen Leistungen wirklich anerkannt werden und nicht jeder sagt "naja, kann eh nur der Loeb gewinnen, ist ja sonst keiner da". Und in diesem Punkt verfehlt die WRC nun mal ihr Ziel klar... es sind genügend Top-Fahrer da draußen aber es sind nun mal nicht ansatzweise genügend Möglichkeiten für diese da, sich in der WM zu präsentieren... deswegen ist die WRC für mich auch nicht mehr die Rallye-Königsklasse!

Das mit den WRC-Fahrern in der IRC ist auch nicht völlig korrekt... Hirvonen und Ogier bei der Monte Carlo ja... dann gab es noch Duval, Mikkelsen, Novikov und einige andere... die waren gut (oder auch nicht), aber richtig demoliert haben sie niemanden... die IRC braucht sich nicht zu verstecken!

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 15:29

Beiträge: 168
Wenn der Kommentar von Simon Long repräsentativ ist (und davon gehe ich aus) wird es in den nächsten Jahren keine Rallye Japan mehr geben! Ein Riesenfehler wie wir uns wohl einig sind angesichts des "Werks" der japanischen (und überhaupt asiatischen) Hersteller in den letzten Jahren...


In der Tat, die Rallye Japan zu streichen, wäre ein großer Fehler… wobei ich hier schon glaube, dass das letzte Wort noch nicht gesprochen ist… glaube die Aussage war durchaus auch ein wenig provokativ zu verstehen.

Mit Frankreich hast du sicher recht, da hat die WRC sicher noch immer den größeren Stellenwert allerdings ist es in Frankreich auch nicht sehr gut angekommen, dass die Rallye Monte Carlo aus dem Kalender genommen wurde. Loeb und Ogier sind sicher Zuschauermagneten und beim heurigen WM-Lauf in Frankreich im Elsass wird es sicher eine Menge Fans geben, aber die allgemeine Stimmung war auch in Frankreich schon mal besser!


Auch das stimme ich dir zu… die Rallye Monte Carlo zu streichen, war wirklich ne bescheidene Idee… wollen wir mal schauen, ob sich der Schritt mit der Rallye Elsass auszahlt… wollte halt nur auf die regionalen Unterschiede aufmerksam machen.


Meine Kritik gilt ja eigentlich nicht dem Motor an sich, sondern die Art und Weise, wie diese Entscheidung getroffen wurde. Der Grund wieso man den 1,6L Turbo genommen hat, war weil Ford und Citroen das so wollten, und weil Mini einen Motor auf Basis der PSA-Einheit verwenden wird... Proton soll zufälligerweise auch an einem 1,6L Turbo arbeiten... ist aber eben eine Frage, ob sich MEM überhaupt einen WM-Einstieg leisten kann... dazu wurde die Entscheidung von der FIA über den zu verwendenden Motor überhaupt viiiiiel zu spät getroffen.


Ich glaube die Sache ist sogar noch deutlich komplizierter, denke das war zum Teil auch eine politische Entscheidung… Stichwort Weltmotor und so… dazu kommt, dass man halt krampfhaft was gesucht hat, um die WRC technisch weiter abzuheben. Ist dieses ewige Dilemma wie in der Formel 1, Regeln so lange immer zu verschärfen, bis die Teams 200 Millonen ausgeben, aber trotzdem kaum schneller als GP2 Fahrzeuge sind… und so ähnlich wollte man die WRC technisch deutlich günstiger machen, aber einen technischen Leckerbissen (analog zu KERS auch noch mit dem Downsizing-Umweltgedanken) behalten. Aus meiner Sicht wäre eine deutlich offene Motorenformel deutlich besser, aber das gilt für mich auch für die Formel 1…

Auch eine Frage des Geldes, bei allem Respekt für Tommi Mäkinen, aber ob TMR so ein Projekt auf die Beine stellen kann... vor allem finanziell gesehen dürfte das nicht einfach werden, ohne große Unterstützung aus Japan!


Ohne Frage, aber hier könnte ich mir vorstellen, dass diese Unterstütung langfristig auch wieder kommen könnte, natürlich nur, wenn die WRC insgesamt eine positive Entwicklung nimmt.

Außer Loeb und evtl. Hirvonen (obwohl ich mir da nicht sicher bin) mussten sich alle ihre WRC-Cockpits erkaufen... Sordo, Latvala, Ogier...


Meinst du jetzt die Gelder aus Frankreich im Fall Ogier oder was meinst du? Weil gerade Ogier und Sordo wurden ja schon recht frühzeitig von Citroen respektive PSA gefördert? Gerade Sordos Einstieg bei Kronos damals war damals natürlich mit Unterstützung, dennoch glaube ich nicht, dass man wirklich von „Cockpit erkaufen“ sprechen kann. Das das gerade im Fall von Henning Solberg oder auch Conbrad Rautenbach, Evgeny Novikov im letzten Jahr etwas anders aussah, ist klar… aber schlussendlich bezahlt ja auch Red Bull Kimi Räikkönens Einsatz… also finde hier gerade in den von dir angeführten Piloten etwas schwer die Linie zu ziehen zwischen ganz normalem Sponsoring (wie es nun mal in weiten Teilen des Motorsports übrig ist) und wirklichen Pay-Drivern.

Und das ist nun mal das Problem: vor einigen Jahren kamen regelmäßig aus den nationalen Meisterschaft junge Talente nach die bei einzelnen WRC-Einsätzen auftrumpfen konnten und dann in ein Werkscockpit aufgestiegen sind. Heute kommt gar nichts mehr nach und die ganzen jungen Talente können sich meist nicht mal einen einzelnen WRC-Start mehr leisten.


Das ist in der Tat ein großes Problem… wofür bisher leider – obwohl es ja auch auf Seiten der ISC erkannt wurde – immer noch keine wirkliche Fortschritte zu beobachten sind. Klar der Bruch zwischen WRC und nationalen Meisterschaften ist derzeit viel zu groß!

aber die IRC erfüllt den Zweck einer Weltmeisterschaft... aus nationalen und kontinentalen Meisterschaften (es gibt ohnehin viel zu viele) die Talente anzulocken, während der Wettbewerb an der Spitze spannend und hochklassig bleibt... und vor allem BEZAHLBAR... und kein Unsummengeschäft wie die WRC...


Da möchte ich dir widersprechen, schließleich ist die IRC derzeit auch nur in Südamerika und Europa unterwegs… als Weltmeisterschaft geht sie damit für mich nicht durch… dass die Bindung an die kontinentalen Meisterschaften zumindest in Europa deutlich besser ist, steht aber natürlcih wie eben schon geschrieben, außer Frage.

Ein WM-Lauf ist heutzutage ein Premium-Event, wenn du siehst was ich meine... ein IRC-Lauf eine echte Rallye, wie es sich gehört... und die WRC macht sich auch keinen Gefallen wenn sie weiterhin versuchen ein Exklusiv-Klub zu sein!
[/quote][/quote]

Naja, gerade hier übernimmt die WRC mit diesen Geschichten vom offenen Service Parks, wieder mehr Remote Services, etc. etc. natürlich schon einige Versuche, um wieder publikumsnäher zu werden… aber natürlich ist das alles derzeit sogar ohne Free-Tv iregndwie alles eher ein Tropfen auf den heißen Stein… da sind wir halt schon wieder bei der Formel1 … besuche mal ein Formel 1 und ein DTM Rennen… da liegen aber Welten dazwischen!

Ich habe den allergrößten Respekt vor Sébastien Loeb und seinen Erfolgen. Ich fühle auch in gewisser Weise mit ihm denn er hätte es sich verdient gegen die Gesamtheit der besten Rallyefahrer der Welt anzutreten (und zu gewinnen) und nicht nur gegen einen Bruchteil davon... er hätte es sich verdient dass seine sportlichen Leistungen wirklich anerkannt werden und nicht jeder sagt "naja, kann eh nur der Loeb gewinnen, ist ja sonst keiner da". Und in diesem Punkt verfehlt die WRC nun mal ihr Ziel klar... es sind genügend Top-Fahrer da draußen aber es sind nun mal nicht ansatzweise genügend Möglichkeiten für diese da, sich in der WM zu präsentieren... deswegen ist die WRC für mich auch nicht mehr die Rallye-Königsklasse!

Das mit den WRC-Fahrern in der IRC ist auch nicht völlig korrekt... Hirvonen und Ogier bei der Monte Carlo ja... dann gab es noch Duval, Mikkelsen, Novikov und einige andere... die waren gut (oder auch nicht), aber richtig demoliert haben sie niemanden... die IRC braucht sich nicht zu verstecken!


Okay, kann man sicher so sehen. Ich spielte in der Tat auf Hirvonen und Ogier an, die in (gerade im Fall Hirvonen) ihnen ja nun wirklich kaum bekannten Fahrzeugen ja schon ziemlich gut ausgesehen haben. Ich denke, dass Loeb, Hirvonen, Latvala, P. Solberg, Ogier und in gewisser Weise auch Sordo schon zur Weltspitze im Rallyesport gehören… dass es noch viel mehr Piloten verdient hätten, in wirklich konkurrenzfähigen Fahrzeugen zu sitzen, steht wie oben geschrieben natürlich außer Frage…

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 16:04

Beiträge: 3853
frankreichmsfan hat geschrieben:
Meinst du jetzt die Gelder aus Frankreich im Fall Ogier oder was meinst du? Weil gerade Ogier und Sordo wurden ja schon recht frühzeitig von Citroen respektive PSA gefördert? Gerade Sordos Einstieg bei Kronos damals war damals natürlich mit Unterstützung, dennoch glaube ich nicht, dass man wirklich von „Cockpit erkaufen“ sprechen kann. Das das gerade im Fall von Henning Solberg oder auch Conbrad Rautenbach, Evgeny Novikov im letzten Jahr etwas anders aussah, ist klar… aber schlussendlich bezahlt ja auch Red Bull Kimi Räikkönens Einsatz… also finde hier gerade in den von dir angeführten Piloten etwas schwer die Linie zu ziehen zwischen ganz normalem Sponsoring (wie es nun mal in weiten Teilen des Motorsports übrig ist) und wirklichen Pay-Drivern.


Ich habe den Ausdruck "Pay-Driver" gerade deswegen vermieden, du hast Recht, es gibt zwei Kategorien. Bei Ogier, Sordo und Latvala wollte ich eher auf die nicht zu vernachlässigende Unterstützung aus dem Elternhaus anspielen, die nun mal nur eine Minderheit von Rallyetalenten hat.

Und richtig krank ist es ja, wenn mit Geld überhäufte Fahrer wie Novikov und Rautenbach sogar dann nicht ihren Sitz halten können!

Das ist in der Tat ein großes Problem… wofür bisher leider – obwohl es ja auch auf Seiten der ISC erkannt wurde – immer noch keine wirkliche Fortschritte zu beobachten sind. Klar der Bruch zwischen WRC und nationalen Meisterschaften ist derzeit viel zu groß!


Meinst du das Motorsport Business Forum im Dezember?

Da hat die ISC aber auch das eigentliche Problem verfehlt. Was man dort wollte war eine Art Rallye-Kinderfahrzeug damit die "Wartezeit" bis zum Führerschein verkürzt wird.

Das Problem ist aber nicht der Mangel an Talenten. Talente gibt es genug! Sie sitzen nur fest. Sei es nun in der unbedeutenden P-WRC, der noch unbedeutenderen J-WRC oder den nationalen Kategorien.

Wenn ich den 51-jährigen Raimund Baumschlager in der ÖM sehe, der in einem besseren Fahrzeug gegen den halb so alten Andreas Aigner (und der ist immerhin Gruppe N-Weltmeister 2008) fährt, muss ich einfach nur den Kopf schütteln!

Da möchte ich dir widersprechen, schließleich ist die IRC derzeit auch nur in Südamerika und Europa unterwegs… als Weltmeisterschaft geht sie damit für mich nicht durch… dass die Bindung an die kontinentalen Meisterschaften zumindest in Europa deutlich besser ist, steht aber natürlcih wie eben schon geschrieben, außer Frage.


OK, der Ausdruck "Weltmeisterschaft" war nicht richtig. Aber die IRC hat (freiwillig oder unfreiwillig) nun mal viele Pflichten übernommen, die eigentlich die WRC erfüllen müsste.


Naja, gerade hier übernimmt die WRC mit diesen Geschichten vom offenen Service Parks, wieder mehr Remote Services, etc. etc. natürlich schon einige Versuche, um wieder publikumsnäher zu werden… aber natürlich ist das alles derzeit sogar ohne Free-Tv iregndwie alles eher ein Tropfen auf den heißen Stein… da sind wir halt schon wieder bei der Formel1 … besuche mal ein Formel 1 und ein DTM Rennen… da liegen aber Welten dazwischen!


Schon mal die Ticketpreise zwischen IRC und WRC verglichen...

Und mit der F1 hat sich die Rallye nicht zu messen. Die 80er und die Gruppe B-Zeit ist vorbei. Rallye ist heutzutage bestenfalls ein Sport 2. Klasse was die Publizität angeht und mit Massensportarten wie F1 darf man scih nicht vergleichen. Dieser Größenwahnsinn hat die WRC dort hingetrieben wo sie jetzt ist!


Okay, kann man sicher so sehen. Ich spielte in der Tat auf Hirvonen und Ogier an, die in (gerade im Fall Hirvonen) ihnen ja nun wirklich kaum bekannten Fahrzeugen ja schon ziemlich gut ausgesehen haben. Ich denke, dass Loeb, Hirvonen, Latvala, P. Solberg, Ogier und in gewisser Weise auch Sordo schon zur Weltspitze im Rallyesport gehören… dass es noch viel mehr Piloten verdient hätten, in wirklich konkurrenzfähigen Fahrzeugen zu sitzen, steht wie oben geschrieben natürlich außer Frage…


Genau so hatte ich es auch gemeint :)

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 17:12

Beiträge: 168
Ich habe den Ausdruck "Pay-Driver" gerade deswegen vermieden, du hast Recht, es gibt zwei Kategorien. Bei Ogier, Sordo und Latvala wollte ich eher auf die nicht zu vernachlässigende Unterstützung aus dem Elternhaus anspielen, die nun mal nur eine Minderheit von Rallyetalenten hat.


Das stimmt auf jeden Fall. Allerdings ist das für mich eher ein Problem des gesamten Spitzenmotorsports. Ich meine, um es zum Beispiel ohne finanzielle Unterstützung nur über Go-Kart, was weiß ich Formel BMW bis in die Formel 3 oder so zu schaffen… da musst du auch über sehr großes Talent und dazu noch richtig Glück verfügen… Heißt nicht, dass ich das gut finde… und gerade im Rallyesport gibt es ja auch vergleichsweise günstige Einstiegsmöglichkeiten, aber nach oben hin, wird es dann halt immer schwer… dennoch muss man natürlich alles tun, um die Lücke zwischen WRC und Nachwuchsserien zu schließen, denn die ist derzeit noch erheblich größer als z.B. zwischen Formel 1 und GP2-

Meinst du das Motorsport Business Forum im Dezember?

Ja, das meinte ich und die Meldungen in den Wochen davor, wo die ISC ja gerade in ihrer Anfangsphase sehr viel zu Protokoll gegeben hat. Umgesetzt ist davon bisher freilich nur das Wenigste…

Da hat die ISC aber auch das eigentliche Problem verfehlt. Was man dort wollte war eine Art Rallye-Kinderfahrzeug damit die "Wartezeit" bis zum Führerschein verkürzt wird.

Das Problem ist aber nicht der Mangel an Talenten. Talente gibt es genug! Sie sitzen nur fest. Sei es nun in der unbedeutenden P-WRC, der noch unbedeutenderen J-WRC oder den nationalen Kategorien.

Wenn man so sieht, hast du ohne Frage recht. Aber man hat da aus meiner Sicht eh zu sehr in irgendwelchen fast schon abgehobenen großen Projekten geschwelgt, an statt sich erstmal um die wesentlichen Dinge (wie eine vernünftige TV-Berichterstattung) zu kümmern. Viele Ideen waren ja auch echt gut, aber wie heißt es so schön, man kann den zweiten Schritt nicht vor dem ersten machen…
Schon mal die Ticketpreise zwischen IRC und WRC verglichen...

Und mit der F1 hat sich die Rallye nicht zu messen. Die 80er und die Gruppe B-Zeit ist vorbei. Rallye ist heutzutage bestenfalls ein Sport 2. Klasse was die Publizität angeht und mit Massensportarten wie F1 darf man scih nicht vergleichen. Dieser Größenwahnsinn hat die WRC dort hingetrieben wo sie jetzt ist!

Nicht wirklich, aber das was ich geschrieben hatte, sollte jetzt auch kein Pladoyer für die Formel 1 sein… ich finde es sehr angenehm, dass man in der DTM auch mal die Chance hat, einem Fahrer über den Weg zu laufen! Ansonsten ist die WRC vielleicht ein einigermaßen warnendes Beispiel für die Formel 1… denn die F1 lebt zur Zeit für mich auch massiv von ihrem alten Ruf und eben Namen wie Schumacher und Co… ich finde auch, dass sich die WRC viel zu sehr an der F1 orientiert!

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 17:50

Beiträge: 3853
Dem kann ich eigentlich nichts hinzufügen :)

Beitrag Samstag 5. Juni 2010, 18:11

Beiträge: 168
Denke auch, wir sind uns relativ einig ;) ...

Beitrag Samstag 19. Juni 2010, 01:10

Beiträge: 3853
Hier sollen Berichte, Gerüchte, News usw. über mögliche neue Hersteller in der WRC oder auch IRC diskutiert werden. Ich habe den Toyota-Thread gleich mit reingenommen.

Bezüglich des Subaru-Projekts ziehe ich meinen Beitrag zurück, habe nämlich das hier entdeckt:

http://www.topspeed.com/cars/car-news/subaru-and-cosworth-prepare-new-16-liter-boxer-engine-ar92108.html

Subaru has announced its partnership with Cosworth for the development of a new 1.6-liter boxer four-cylinder turbo engine. Italian magazine Autosprint reports that the new engine will be launched in 2012 when Subaru will bring out the new generation Impreza.

Next to the Impreza, the new engine will mainly serve for the mass return to the Japanese competitions. With the new FIA rules in place, the engine is necessary for the WTCC rally.*

Subaru and Cosworth’s newly developed relationship has recently produced the Impreza STI CS400, a model that delivers a total of 395 hp at 5750rpm and makes the 0 to 60 mph sprint in 3.7 seconds. This was an impressive task compared to the standard Impreza WRX STI at 300PS / 296bhp at 6,000rpm with a 5.2 second sprint. It is limited to only 75 units, each priced at $72,000.

The current Impreza is offered in four distinct output levels: 2.5i 170 hp; 2.5GT 224 hp; WRX 265 hp, and STI 305 hp.


* Glaube das ist ein Fehler und heißt WRC.

Könnte also was werden mit einer Subaru-Rückkehr, wohl nicht nächstes Jahr aber vllt. 2012 oder 2013.

Allerdings, wenn die WM den Zusammenbruch erleidet den ich derzeit prognostizieren würde, dann wären diese Bemühungen natürlich zwecklos.

Beitrag Montag 21. Juni 2010, 14:55

Beiträge: 3853
Offenbar soll nun Toyota mit Prodrive einen Einstieg in die WRC 2011 anpeilen.

https://www.motorsport-magazin.com/rallye/news-101498-prodrive-steigt-mit-neuem-hersteller-ein-rueckkehr-2011.html

Da sage ich nur, Beeilung meine lieben!

Wird ja alles immer verrückter.

Beitrag Dienstag 22. Juni 2010, 10:21

Beiträge: 4564
War´s das also schon wieder mit dem BMW/Mini-Einstieg ???

Ich will es nicht hoffen.
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