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Mexikaner und Ihr Verständnis von Fahrkultur

Lustiges und nicht allzu ernst gemeintes
Beitrag Samstag 23. Mai 2009, 16:26

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Eine Stadt kennt kein Rot :lol: :

MEXIKO-STADT. In den Tagen der Aufregung um die Schweinegrippe und die echten oder falschen Toten durch den A/H1N1-Virus in Mexiko wäre uns beinahe eine kleine, aber interessante Nachricht entgangen, die von der Staatsanwaltschaft von Mexiko-Stadt veröffentlicht wurde: Die Zahl der Verkehrstoten in der Metropole ist während der heißen Phase der Grippe-Erregung um 500 Prozent gestiegen.

Die Rechenmeister der Ermittlungsbehörde haben vom 18. bis 23. April 171 Unfälle in der Stadt gezählt, bei denen zwölf Menschen ums Leben kamen. So weit, so normal. Einen Tag später brach dann die Grippe aus und damit offensichtlich eine Formel-1-Mentalität der Hauptstadtbewohner und die Anarchie auf den leeren Straßen. Bis zum 29. April stieg die Zahl der Unfälle auf 214 und die der Verkehrstoten sogar auf 75. Das sind deutlich mehr Menschen als durch das Virus in Mexiko ums Leben kamen.

"Die Fahrer treten aufs Gas und schalten auf Autopilot, respektieren nicht die Regeln und verursachen so Unfälle oder überfahren einfach Fußgänger", erklärte die Staatsanwaltschaft. Anstatt bei Rot anzuhalten, würden die Autos weiterfahren, wenn sie auf den ersten Blick kein anderes Fahrzeug sehen. Es fehle eine Verkehrskultur in der Stadt, moniert die Staatsanwaltschaft.

Wenn man es genau nimmt, ist das Überfahren roter Ampeln in Mexiko-Stadt Bestandteil der Verkehrskultur. Frauen haben laut Straßenverkehrsordnung sogar das Recht, zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens rote Ampeln zu überfahren, um sich vor Überfällen zu schützen. Aber nachts sind offensichtlich alle Fahrer Frauen.

Offensichtlich haben die Bewohner der Hauptstadt gedacht, Grippevirus ist wie Nacht und sind einfach drauf los gefahren. Ich denke da an meinen Freund Matthias, der mir eine besorgte SMS schickte, als er in den Tagen der Grippe im Taxi vom Busterminal zu mir nach Hause fuhr: "Ich komme mit 100 angeflogen", schrieb er. Der Taxifahrer hatte die ungewohnte Freiheit auf der Hauptverkehrsachse Insurgentes zu zügiger Fahrt genutzt. Irgendwie muss man ja auch Verständnis haben für den Taxifahrer. In normalen Zeiten steht er mit seinem Auto sicher die Hälfte seiner Schicht in den unendlichen Staus der Metropole. In Mexiko-Stadt ist schließlich 24 Stunden am Tag Rush-Hour. Und so ist es nun auch wieder.


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DrSpeed hat geschrieben:
Wenn man es genau nimmt, ist das Überfahren roter Ampeln in Mexiko-Stadt Bestandteil der Verkehrskultur. Frauen haben laut Straßenverkehrsordnung sogar das Recht, zwischen 23 Uhr und 6 Uhr morgens rote Ampeln zu überfahren, um sich vor Überfällen zu schützen. Aber nachts sind offensichtlich alle Fahrer Frauen.



:lol: etwas schwachsinnige regel... männer können schliesslich auch überfallen werden.
und warum nicht das auto von innen verriegeln? mach ich auch, weil ich die angewohnheit habe, meine handtasche auf dem beifahrersitz zu deponieren.

was die "verkehrskultur" betrifft, da ist es in spanien gang und gebe ampeln bei rot zu überfahren, was aber auch daran liegt, dass es viel zu viele ampeln an den unmöglichsten stellen gibt... da kommt in 100 jahren vielleicht mal ein fussgánger vorbei (und selbst der geht sicher bei rot rüber :lol: denn das *beirotüberdieampel* bezieht sich in spanien nicht nur auf autos, sondern auch auf fussgänger).

:twisted: man kann auch einen unfall verursachen wenn man sofort wenn die ampel auf rot schaltet, anhält, dann krachen einem nämlich noch mindestens 3-4 fahrer hinten rein.
natürlich sollte man schon schauen, dass kein anderes fahrzeug , kein fussgänger und vor allen dingen kein polizist in der nähe ist :lol:

Beitrag Samstag 23. Mai 2009, 23:50

Beiträge: 3812
....seht ihr? Darum wohn ich in "old Germany"!
Hier gibts für alles Regeln! BildBild

Beitrag Sonntag 24. Mai 2009, 08:14

Beiträge: 4337
. . . mir genügt die Tangente in Wien.
Ich bin zwar mit einer Wienerin verheiratet & die halbe Verwandschaft ist da unten,
aber die haben schon seit eh & je die "Schweinegrippe".
Sogar ein "fliegender" hat mich auf der Tangente schon geschnitten & ich bin auch kein zimperlicher Autofahrer.
"Schweinegrippe" eben.
Da ist das natürlich in einer Stadt mit über 8,5 Mil. Einwohner schon gar kein Wunder.
Bin nicht weg ... aber auch nicht da.

Beitrag Sonntag 24. Mai 2009, 13:42

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alonsusi hat geschrieben:
:lol: etwas schwachsinnige regel... männer können schliesslich auch überfallen werden.
und warum nicht das auto von innen verriegeln? mach ich auch, weil ich die angewohnheit habe, meine handtasche auf dem beifahrersitz zu deponieren.

was die "verkehrskultur" betrifft, da ist es in spanien gang und gebe ampeln bei rot zu überfahren, was aber auch daran liegt, dass es viel zu viele ampeln an den unmöglichsten stellen gibt... da kommt in 100 jahren vielleicht mal ein fussgánger vorbei (und selbst der geht sicher bei rot rüber :lol: denn das *beirotüberdieampel* bezieht sich in spanien nicht nur auf autos, sondern auch auf fussgänger).


Schwachsinnig würde ich nicht sagen geschätztes Teammitglied :wink: . Denn ich kenne das auch aus Süditalien. Speziell Rom(a), Neapel (Napoli) oder Bari. Fahren wie auf einem anderem Planeten :alien: oder wie das Linksfahren im Empire. Nicht jedermanns Sache :lol: !
Ich war mehr als einmal Livebeobachter (ohne die geringste Chance zu reagieren, bevor man schnallt was da läuft, sind die Ganoven auf ihren Rollern weg!). Es läuft fast immer nach dem gleichen Muster ab: sobald es rot ist, kommt eine Vespa oder sonst ein Bike mit zwei dunklen Gestalten und Helm auf (das alleine müsste schon auffallen, weil da unten kein Mensch Helm trägt :lol: ) und hält direkt paralel neben Dir. Einer steigt selenruhig ab und schlägt mit einem winzigem Gegenstand Deine Scheibe ein (so eine Scheibe bekommst Du mit kleinen Steinchen in weniger als einer Sek. auf).
Bevor da jemand schnallt was gerade abläuft (vielleicht noch unter dem Schreck der geplatzten Fensterscheibe?) ist die Handtasche, Handy oder was sonst noch so griffbereit liegt, weg!
Du bist ein gefundenes Fressen, wenn Du Deine Handtasche immer auf dem Beifahrersitz hast. Obacht Alonsusi, von ganzem Herzen!

kowoop hat geschrieben:
....seht ihr? Darum wohn ich in "old Germany"!
Hier gibts für alles Regeln! BildBild


Jo, aber was machst Du, wenn Du mal im Ausland fahren musst? Wir in Deutschland fahren wie unsere Bürokraten. Nach Lust & Laune. Gefährlich dabei ist, dass man sich zusehr auf das Reglementierte und die Strassenregeln verlässt.
Die Deutschen fahren wie auf Schienen und wehe einer entgleist mal oder fährt nicht im Fluss mit. Ein Geisterfahrer :| , alkoholisiertes Fahren, oder Staus. Man verlässt sich zusehr darauf, dass das System funktioniert. Aber intelligentes Fahren sieht anders aus. Das sieht man bei den Südeuropäern. Flexibel, anpassungsfähig und ideenreich. Da werden aus zwei schon mal vier Fahrspuren gemacht. Kleine Kratzer oder Beulen sind kein Grund für cholerische Anfälle, im Gegenteil. Sie sind auch Zeichen dafür, dass man so gut und schnell wie möglich von A nach B kommt (fast schon Statussymbol!) und die Statistiken geben den Südeuropäern Recht!
Besonders in Spanien, Portugal & Italien gibt es verhältnismäßig wesentlich weniger schwere oder tödliche Unfälle.

h.w.rindt hat geschrieben:
. . . mir genügt die Tangente in Wien.
Ich bin zwar mit einer Wienerin verheiratet & die halbe Verwandschaft ist da unten,
aber die haben schon seit eh & je die "Schweinegrippe".
Sogar ein "fliegender" hat mich auf der Tangente schon geschnitten & ich bin auch kein zimperlicher Autofahrer.
"Schweinegrippe" eben.
Da ist das natürlich in einer Stadt mit über 8,5 Mil. Einwohner schon gar kein Wunder.


Das glaube ich wohl :lol: . Da empfehle ich aber mal die berühmte & legendäre englische Tangente/Stadtautobahn in London :roteyes: oder den Stadtverkehr von Paris, Neapel (sehen und sterben, Goethe :wink: ). Von Städten wie Kairo, Istanbul oder Mexico-City ganz zu schweigen. Da herrscht das Gesetz des Stärkeren :twisted:

Beitrag Sonntag 24. Mai 2009, 22:13

Beiträge: 0
DrSpeed hat geschrieben:

Ich war mehr als einmal Livebeobachter (ohne die geringste Chance zu reagieren, bevor man schnallt was da läuft, sind die Ganoven auf ihren Rollern weg!). Es läuft fast immer nach dem gleichen Muster ab: sobald es rot ist, kommt eine Vespa oder sonst ein Bike mit zwei dunklen Gestalten und Helm auf (das alleine müsste schon auffallen, weil da unten kein Mensch Helm trägt :lol: ) und hält direkt paralel neben Dir. Einer steigt selenruhig ab und schlägt mit einem winzigem Gegenstand Deine Scheibe ein (so eine Scheibe bekommst Du mit kleinen Steinchen in weniger als einer Sek. auf).
Bevor da jemand schnallt was gerade abläuft (vielleicht noch unter dem Schreck der geplatzten Fensterscheibe?) ist die Handtasche, Handy oder was sonst noch so griffbereit liegt, weg!
Du bist ein gefundenes Fressen, wenn Du Deine Handtasche immer auf dem Beifahrersitz hast. Obacht Alonsusi, von ganzem Herzen!




:shock: nee, ganz so schlimm ist es bei uns (noch) nicht.
aber ich werde dran denken, wenn ich mal nach italien fahre :wink:

Beitrag Montag 25. Mai 2009, 06:09

Beiträge: 4337
DrSpeed hat geschrieben:
Da herrscht das Gesetz des Stärkeren :twisted:



Darum fahre ich nur mit Bild in solchen Städten.
In Wien genügt der Mittelfinger & hier bei uns sind sowieso alle freundlich Bild
Bin nicht weg ... aber auch nicht da.


Beiträge: 4337
Die mexikanische Fahrkultur zeigt uns zur Zeit ja Sergio Perez :D
Bin nicht weg ... aber auch nicht da.


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