VLN - Freud und Leid für Jochen Krumbach

Harte Gangart in der VLN

Freud und Leid für Jochen Krumbach: Während ein Wochenspiegel-Porsche den Klassensieg einfahren konnte, schied der andere nach einem heftigen Unfall aus.

Motorsport-Magazin.com - Dass eine Platzierung erst gerettet ist, nachdem man die Zielflagge gesehen hat, muss keinem Rennfahrer gesagt werden. Und doch war es beim dritten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft eine unerfreuliche Erfahrung für Jochen Krumbach und das Wochenspiegel-Team Manthey. Zuerst lief alles nach Plan: Krumbach übernahm beim ersten regulären Boxenstopp den WTM Porsche 911 GT3 MR von Startfahrer Michael Jacobs und fuhr in seinem Stint vom 30. Gesamtrang bis in die Top-Ten und an die Spitze seiner Klasse SP7 vor. Kollege Oliver Kainz, konnte die Position im weiteren Verlauf des 56. ADAC ACAS H&R-Cup im Großen und Ganzen verteidigen.

Der Wochenspiegel-MR verunfallte heftig - Foto: Patrick Funk

Dann der Schreck am Ende des 4-Stunden-Rennens für die vor den Bildschirmen sitzenden Teamkollegen und die Wochenspiegel-Fangemeinde: Georg Weiss befindet sich in der letzten Runde am Steuer der #59, als ein gegnerisches GT3-Fahrzeug im Bereich Kesselchen auf ihn auffährt und den Wochenspiegel-MR mit einem Stoß in die Leitplanke schickt. "Ich war mit dem RSR nur wenige hundert Meter dahinter, sah viel Staub aufwirbeln und dann, wie Georg mit kaltverformtem Auto auf der Strecke stand," schildert Krumbach das Geschehen.

"Generell bin ich heute erschrocken, mit welcher Brutalität und Härte die Teilnehmer miteinander umgehen und welche Respektlosigkeit zwischen langsameren und schnelleren Fahrzeugen herrscht. Tendenziell erkenne ich hier eine negative Entwicklung, wobei das Maß an Vernunft schon deutlich überschritten ist. Erst einmal bin ich froh, dass Georg sich nicht verletzt hat. Unsere Jungs von Manthey-Racing werden bis zum nächsten Rennen ein neues Auto aufbauen müssen."

Klassensieg in der SP-Pro

Startfahrer Kainz konnte den RSR in der Anfangsphase des Rennens vom zehnten Startplatz in die Top-Fünf vorfahren. Ein Schlag auf die Felge nach einer Berührung mit einem kleineren Fahrzeug führte jedoch zu einem leichten Schaden an der Hinterachse und damit zu einer längeren Standzeit beim Fahrerwechsel: Georg Weiss brachte den Wagen auf der 30. Position zurück ins Renngeschehen und konnte viele Plätze gutmachen, bevor er an Jacobs übergab. Jochen Krumbach nahm das Steuer schließlich für die letzte Stunde Fahrtzeit in die Hände und brachte den RSR als Klassensieger der SP-Pro auf dem 12. Gesamtplatz über die Ziellinie.


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