VLN - Kolumne - Christian Menzel

Nürburgring wird zum politischen Boomerang

Christian Menzel schreibt sich in seiner Motorsport-Magazin.com-Kolumne den Frust von der Seele - Stichwort Nürburgring-Verkauf.
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Motorsport-Magazin.com - Hallo zusammen,
heute ist Mittwoch der 15. Mai 2013 - und wer aufmerksam Zeitung liest, der hat es schon gesehen, Ihr könnt jetzt den Nürburgring kaufen. Toll oder etwa nicht? Damit beginnt das nächste schwarze Kapitel der Rheinlandpfälzischen Landesregierung, die immer versucht die EU als Bösewicht vorzuschieben, die EU hat aber im Vergleich zur SPD-Landesregierung (rund um König Kurt), in den Jahren zuvor nichts verkehrt gemacht. Speziell die EU wundert sich über den schnellen Verkauf des Nürburgrings - seltsam - oder doch nicht seltsam?

Nein, es läuft alles nach Plan, der Ring muss weg, schlechte Schlagzeilen, schlecht für die nächste Landtagswahl, die muss wieder irgendwie gewonnen werden. Es gilt den Menschen erneut etwas vorzugaukeln. Jetzt ist die EU schuld. Auch die Insolvenzverwalter, die immer so nett als Sanierer betitelt werden, wollen meistbietend, ohne Rücksicht auf Menschen, Industrie und Breitensport den Ring verkaufen. Die können behaupten, was sie wollen. Das ist die Wahrheit und der Auftrag der Landesregierung - weg damit! Es muss Geld in die Kasse, für Fehler der Landesregierung, aber dafür können die Menschen am Ring, die so wie ich davon leben, rein gar nichts.

Zu verkaufen - Foto: Sutton

Aber keine Sorge, der Nürburgring wird in privater Hand für reichlich weitere Probleme und Skandale sorgen, genug Zündstoff um auch Frau Dreyer krank werden zu lassen - bei Kurt hat sich auch schon bewährt - gute Besserung. Kurzum, der Nürburgring wird für die Mainzer Landesregierung zu einem ganz großen Boomerang, der immer wieder in Mainz einschlagen wird – schade, der eigentliche Ring ohne Freizeitpark hat so schlecht nicht funktioniert, bei guten Management kann damit sogar Geld verdient werden.

Ganz traurig, dass sich nur so wenige Aktive Rennfahrer für den Ring einsetzen - so ist das heutzutage leider, immer schön "korrekt" bleiben. Lacht Ihr ruhig über mich, aber ich kann am Ende noch zufrieden in den Spiegel gucken. Am Wochenende ist das legendäre 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring – hoffentlich nicht das letzte! Hier wird es seitens der Fans, aber auch vom Verein "Ja zum Nürburgring" einiges an Protest geben. Ich rufe alle Fans auf, sich hier aktiv zu beteiligen - wenn mehrere zehntausend Fans Flagge zeigen, dann macht das schon Eindruck, genau davor hat Frau Dreyer und Ihre Grüne Partnerin Lemke reichlich Angst - die Wahl muss doch irgendwie gewonnen werden.

Ich habe erneut einen Doppeljob - mein Projekt Haribo Junior Team wurde ja schon reichlich vorgestellt. Hier werde ich zusammen mit Mario Farnbacher, Jeffrey Schmidt und Dominik Brinkmann mit einem Porsche 997 Cup an den Start gehen – wenn wir brav und sauber durchkommen sollten, dann ist ein Platz in der Top 10 keine Illusion! Ich habe die Jungs versucht bestens auszubilden, Ihnen die Besonderheiten der Nordschleife, aber auch von dem Rennen generell, so gut es ging zu vermitteln. Mal sehen wie es läuft, Montag 17 Uhr wissen wir alle mehr.

Menzel tritt in einem Ford Escort Jahrgang 1971 an - Foto: PR/Menzel

Seit vielen Jahren bin ich auch ein echter Youngtimer Freak - aus dem Grund starte ich zusammen mit meinem alten Freund Andre Duve auf einem Ford Escort BDA MK1 Jahrgang 1971 von Rüddel-Racing. Ein traumhaft schönes Auto, hat ca. 275 PS und schreit ohne Ende. Nix Traktionskontrolle, ABS, hier sind noch echte "Handwerker" gefragt. Achtung, blockierende Räder übertragen keine Seitenkräfte. So, ab in den Keller und Taschen packen, Helme fit machen und dann hoch zum Ring. Hoffentlich nicht zum letzten Mal. Danke Malu, danke Evelin, danke Kurt - bitte das Lächeln nicht vergessen, damit gibt es (leider) die meisten Wählerstimmen.

Bis bald

Euer Christian Menzel

Unterschrift von Christian Menzel


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