Supercup - Thiim & Christensen zaubern für Landsmann

Dänische erste Startreihe

Auf dem Grand-Prix-Kurs in Silverstone startet der Däne Nicki Thiim am Sonntag von der Pole-Position zum dritten Saisonrennen des Porsche Mobil 1 Supercup.

Motorsport-Magazin.com - Mit seinem von Attempto Racing eingesetzten 460 PS starken neuen Porsche 911 GT3 Cup, der auf der siebten Generation des 911 basiert, war Nicki Thiim, der Rookie-Sieger des Vorjahres, im hart umkämpften Qualifying 0,161 Sekunden schneller als sein Landsmann Michael Christensen. Der Porsche-Junior, der seine erste Saison im attraktivsten Markenpokal der Welt bestreitet, geht nach einer starken Leistung mit dem Elfer des Teams DAMS erstmals aus der ersten Startreihe in ein Supercup-Rennen.

Hinter dem Dänen-Duo kam Sean Edwards (Team Allyouneed by Project 1) auf die drittschnellste Zeit. Der Brite hat die ersten zwei Saisonrennen in Barcelona und Monaco gewonnen und war dabei jeweils von der Pole-Position gestartet. Der Pole Kuba Giermaziak (VERVA Racing Team), der in Monaco Zweiter wurde, belegte den vierten Platz vor dem Köschinger Christian Engelhart (FACH AUTO TECH). Michael Ammermüller aus Pocking vom Team Lechner Racing, als Dritter in Barcelona und Monaco in dieser Saison schon zwei Mal auf dem Podium, wurde Sechster. Zusammen mit dem Franzosen Kévin Estre (Attempto Racing) startet der Österreicher Martin Ragginger als Achter aus der vierten Reihe in sein erstes Supercup-Rennen der Saison. Der ehemalige Porsche-Junior, der normalerweise im Porsche Carrera Cup Asia im Einsatz ist, bestreitet für das Schweizer Team FACH AUTO TECH in dieser Saison voraussichtlich fünf Supercup-Läufe.

Hinter den Erwartungen zurück blieben in Silverstone Klaus Bachler und Jean-Karl-Vernay. Der Porsche-Junior aus Österreich musste sich mit dem 17. Startplatz begnügen, während der Franzose, der als Gewinner des International Cup Scholarship in dieser Saison von Porsche im Mobil 1 Supercup gefördert wird, auf Rand 21 landete. Für positive Schlagzeilen hatte er vor einer Woche gesorgt, als er in einem Porsche 911 GT3 RSR beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans den Sieg in der Klasse GTE-Am holte.

Die Stimmen zum Qualifying

Nicki Thiim (Startplatz 1): Im Supercup hat man nicht allzu viel Zeit, um sich an eine Strecke zu gewöhnen. Nachdem es mit meinem ersten Reifensatz nicht gut gelaufen war, hatte ich etwas Bedenken, doch die waren dann mit dem zweiten Satz schnell weg. Ich freue mich über die dänische erste Startreihe. Das ist eine gute Gelegenheit, an den vor einer Woche in Le Mans verunglückten Allan Simonsen zu denken. Es wäre schön, wenn wir auch im Rennen so ins Ziel kommen würden.

Michael Christensen (Porsche-Junior, Startplatz 2): Ich bin sehr glücklich über dieses tolle Ergebnis. In diesem Qualifying hat alles gepasst. Ich konnte mich sehr schnell an das Limit unseres Autos herantasten und unseren Plan, den wir uns zurechtgelegt hatten, voll umsetzen. Über die erste Startreihe mit zwei Dänen freue ich mich natürlich, aber im Rennen morgen würde ich trotzdem gerne die Reihenfolge ändern.

Sean Edwards (Startplatz 3): Der dritte Startplatz ist nicht schlecht, aber nicht das, was wir uns erhofft hatten. Ich konnte mich im Verlauf des Qualifyings zwar verbessern, war mit dem Auto aber trotzdem nicht hundertprozentig zufrieden. Jetzt hoffe ich, dass es im Rennen besser läuft.

Klaus Bachler (Porsche-Junior, Startplatz 17): Ich fahre zum ersten Mal in Silverstone. Im freien Training bei sehr gemischten Verhältnissen war es nicht einfach, mich an die Strecke zu gewöhnen. Heute war es trocken und unser Auto war sehr aggressiv abgestimmt, so dass die Reifen nur eine Runde gehalten haben. Diese Runde habe ich leider nicht hinbekommen. Jetzt versuche ich im Rennen, das Beste aus der Situation zu machen.

Jean-Karl Vernay (Gewinner International Cup Scholarship, Startplatz 21): Von so weit hinten bin ich noch nie gestartet. Vor einer Woche in Le Mans war ich noch auf Augenhöhe mit den besten Sportwagenpiloten der Welt, jetzt bringe ich hier keine vernünftige Runde zustande. Für mich ist das schwer zu verstehen.


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