NASCAR - Nationwide: Tony Stewart siegt erneut

Kurzer Auftritt für Danica Patrick

Tony Stewart gewann das erste Rennen der Nationwide-Serie in Daytona. Danica Patricks Debüt endete nach einem Massencrash vorzeitig.
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Motorsport-Magazin.com - Wieder einmal gewann Tony Stewart das Auftaktrennen der Nationwide-Serie. Es war bereits sein fünfter Sieg in den letzten sechs Jahren zur Saisoneröffnung auf dem Daytona International Speedway. Gleichzeitig war es sein neunter Erfolg bei seinem 90. Nationwide-Einsatz seit 1996. Stewart diktierte im letzten Renndrittel das Geschehen an der Spitze und gewann knapp vor Vizemeister Carl Edwards. Auch der dritte Platz ging mit Kevin Harvick an einen Gaststarter aus der Sprint-Cup-Serie. Harvick, der sich in einer bemerkenswerten Frühform befindet, konnte sich doppelt freuen, da er auch Teambesitzer des siegreichen Fahrzeugs von Stewart ist. Platz vier ging nach einer überzeugenden Vorstellung an Justin Allgaier. Der "Rookie of the Year" 2010 lag in den letzten Runden zeitweise sogar auf der zweiten Position und stand kurz vor seinem ersten Sieg in dieser Serie.

In einem turbulenten Rennen sorgten zwei "Big Ones" für Schrecksekunden bei den Fahrern und Zuschauern. Ausgerechnet die beiden absoluten US-Superstars Dale Earnhardt Junior und Debütantin Danica Patrick spielten dabei jeweils eine Hauptrolle.

Ein harter Tag für Danica Patrick

Danica Patrick vor dem Nationwide-Debüt - Foto: NASCAR

In der Anfangsphase des Rennens konnte Patrick das Tempo an der Spitze überhaupt nicht mitgehen. Sie wurde bis auf Rang 31 durchgereicht und in Runde 42 von den führenden Fahrern überholt. Patrick hatte dann das Glück, dass es in der 50. Runde die dritte Rennunterbrechung gab und sie den "Lucky Dog" erhielt. Nachdem Patrick beim anschließenden Boxenstopp auch noch den Wagen abgewürgt hatte, legte sie ihre Zurückhaltung nach dem Restart ab. Sie konnte danach einige Plätze gutmachen und lag an 21. Stelle im Mittelfeld, als es in Runde 68 einen Riesencrash direkt vor ihrer Motorhaube gab. Auslöser war ein Dreher von Josh Wise, der damit insgesamt zehn Piloten aus dem Rennen beförderte. Patrick fuhr direkt in die kreiselnden Fahrzeuge hinein und konnte danach direkt in die Garage fahren. Ihr Chevrolet war zu stark beschädigt und Patrick wurde auf Platz 35 gewertet. "Es war ein harter Tag", meinte Patrick nach dem Rennen und hielt die gesammelten Erfahrungen für wichtiger als das Ergebnis.

Dale Earnhardt Jr. landete auf dem Dach

Sieger Tony Stewart mit Teambesitzern DeLana und Kevin Harvick - Foto: NASCAR

Genau 30 Runden vor Rennende erwischte es auch Patricks Teamkollege Earnhardt. Edwards erwischte Brad Keselowski am Heck und drückte ihn in den Wagen von Earnhardt, der zu diesem Zeitpunkt aussichtsreich auf Platz zwei lag. Earnhardt krachte frontal in die Mauer, überschlug sich spektakulär und rutschte auf dem Dach über die Strecke Richtung Infield. Die folgenden Fahrzeuge rauschten in sein Fahrzeug und drehten ihn dadurch wieder in die Ausgangsposition. Earnhardt stieg völlig unverletzt aus dem Wrack und musste mit einigen anderen Kollegen das Rennen vorzeitig beenden.

Titelverteidiger und Polesitter Kyle Busch gehörte auch zu den zehn Fahrern, die in den zweiten "Big One" verwickelt waren. Busch konnte sich danach mit seinem ramponierten Fahrzeug wieder zurückrunden und bis in die Spitze vorfahren. In der 120. und letzten Runde erwischte es ihn erneut, als er in Kurve vier in einen weiteren Unfall verwickelt wurde und dadurch das Rennen nur auf Platz 18 beendete. Ein vielversprechendes Debüt gab der 19-jährige Rookie James Buescher, der bei seinem neunten Nationwide-Start den achten Platz belegte.

Ergebnis: Drive4COPD 300

1. Tony Stewart (Chevrolet), 195/10 Punkte
2. Carl Edwards (Ford), 175/5 Punkte
3. Kevin Harvick (Chevrolet), 170/5 Punkte
4. Justin Allgaier (Dodge), 160/0 Punkte
5. Brian Vickers (Toyota), 155/0 Punkte


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